WDR kills the radio DJ - STOPPT DIE FUNKHAUS EUROPA REFORM!

Das Problem

Der Westdeutsche Rundfunk will mit der Reform seines interkulturellen Radiosenders Funkhaus Europa sämtliche Musiksendungen aus dem Programm streichen. Das bedeutet: Noch mehr Mainstream im öffentlich-rechtlichen Radio. Das braucht kein Mensch! Wir lassen das nicht zu!


Fast alle Radiosender spielen dieselbe Mainstream-Musik rauf und runter. Funkhaus Europa bietet seit Jahren eine Alternative zum Einheitsbrei – mit passionierten Musiksendungen von profilierten Radio-DJs.


Im Zuge einer großen Programmreform sollen nun 17 Musikformate ersatzlos gestrichen werden. Darunter DJs wie Gilles Peterson und langjährige Autorensendungen wie „Indigo“ mit Anna-Bianca Krause, die „Jazzanova Radio Show“ und „5 Planeten“ mit Francis Gay, einem der international renommiertesten Kenner des Global Pop.


Diese Formate stehen für musikalische Vielfalt und Qualitätsjournalismus im öffentlich-rechtlichen Radio, indem sie Künstler, Klänge und Popkultur abseits des Mainstreams vorstellen. Sie bilden aktuelle Musiktrends aus den Metropolen in Europa, Afrika, Lateinamerika und dem Orient ab und inspirieren uns dabei immer wieder.


Mit der Programmreform von Funkhaus Europa droht nun ein beispielloser Kahlschlag, der uns schockiert, wütend macht und Fragen aufwirft. Eine der letzten Oasen für kreatives Radio wird abgewickelt. Ein einzigartiges Musikprogramm wird eingeebnet - eine Bankrotterklärung für die Verantwortlichen im WDR.


Wo bleibt hier der öffentlich-rechtliche Bildungsauftrag? Was passiert mit unseren Gebühren? Warum reagieren Sie auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen wie globale Migrationsbewegungen mit der Abschaffung von Plattformen, die zur Verständigung und Annäherung durch Musik beitragen?


WDR KILLS THE RADIO-DJ. STOPPT DIE FUNKHAUS EUROPA REFORM!

Taz-Artikel

Artikel im Kölner Stadtanzeiger

 

„Funkhaus Europa ist einer der letzten Radiosender, fernab vom Mainstream, die noch Musik mit Ecken und Kanten spielen.“ - Gentleman

 

"Dank dem Kölner Sender betrat ich am 25. Juni 2000 zum ersten Mal eine richtig große Bühne am Tanzbrunnen. […] Nun will der WDR das Beste von Funkhaus Europa abschaffen. […] Es ist nicht im Sinne von echter und ehrlicher Musik, der nach und nach jegliche Plattform genommen wird. Es ist weder im Sinne von guten Nachwuchskünstlern die keine Mainstream Mukke machen wollen, noch in dem von einem Deutschland das Vielfalt will." - Patrice

 

"Diese Kürzungen wären eine verheerende Entscheidung, generell und ganz besonders in diesen Zeiten der Flüchtlingskrise. Wir alle brauchen Autoren-Radio mit seinen Empfehlungen, EInblicken und den dazugehörigen Geschichten. Und mit 'wir' meine ich nicht die Musikindustrie oder die Künstler oder die Fans, sondern das gesamte Land. Denn Musik ist eine der wichtigsten Wege zu gegenseitigem Verständnis. Und man kann nur ernten, was man auch sät." - Paul Bräuer, Director of Communications Piranha Arts (WOMEX, Piranha Records)

 

____________________________________________________________

To
Tom Buhrow (Director-General, WDR)
Valerie Weber (Director Radio, WDR)
Thomas Reinke (Director Funkhaus Europa)
Ruth Hieronymi (Chairperson, WDR-Rundfunkrats)
 
WDR KILLS THE RADIO-DJ. STOPP THE REFORM OF FUNKHAUS EUROPA!

The Westdeutsche Rundfunk WDR wants to reform Funkhaus Europa, its intercultural radio station by cutting all music programmes. This means even more mainstream music on public radio. No one needs that! We won´t let them!

Most radio stations play the same kind of mainstream music day in and day out. For years, Funkhaus Europa has provided an alternative to the uniformity of mainstream radio by airing passionate music programmes hosted by internationally renowned DJs.

17 of these programmes will now be cancelled as part of a so-called "programming reform". This means that there will be no replacements for programmes by DJs such as Gilles Peterson or Jazzanova or for ambitious and well-researched music journalism in shows such as "Indigo" by Anna-Bianca Krause or "5 Planeten" by Global Pop connaisseur Francis Gay, whose expertise on all matters Global Pop is second to none.

These programmes have represented the musical diversity and the quality journalism of public radio by featuring artists, sounds and pop cultures outside the mainstream. They have reacted to and discovered musical trends from the urban centres of Europe, Africa, South America and the Middle East and have inspired us countless times.

The reform of Funkhaus Europa will mean an unprecedented eradication of quality radio. We are shocked and outraged by this. One of the last resorts  of creative radio programming is being dismantled, a unique music programming will be bulldozed. By doing this the people responsible at the head of the WDR have declared their own intellectual and creative bankruptcy.

We have questions and we demand some answers.
How does this reform help to live up to the educational mandate of public radio?
How will the WDR use our license fees once the most respected music programmes have been cut?
Why does the WDR react to the current global migration by cutting all programmes that contribute to a mutual understanding via music, the most powerful and intercultural art form of all?  

WDR KILLS THE RADIO DJ! STOP THE REFORM OF FUNKHAUS EUROPA!
 

 

avatar of the starter
Help Funkhaus EuropaPetitionsstarter*inFreiberuflerIn
Diese Petition hat 27.729 Unterschriften erreicht

Das Problem

Der Westdeutsche Rundfunk will mit der Reform seines interkulturellen Radiosenders Funkhaus Europa sämtliche Musiksendungen aus dem Programm streichen. Das bedeutet: Noch mehr Mainstream im öffentlich-rechtlichen Radio. Das braucht kein Mensch! Wir lassen das nicht zu!


Fast alle Radiosender spielen dieselbe Mainstream-Musik rauf und runter. Funkhaus Europa bietet seit Jahren eine Alternative zum Einheitsbrei – mit passionierten Musiksendungen von profilierten Radio-DJs.


Im Zuge einer großen Programmreform sollen nun 17 Musikformate ersatzlos gestrichen werden. Darunter DJs wie Gilles Peterson und langjährige Autorensendungen wie „Indigo“ mit Anna-Bianca Krause, die „Jazzanova Radio Show“ und „5 Planeten“ mit Francis Gay, einem der international renommiertesten Kenner des Global Pop.


Diese Formate stehen für musikalische Vielfalt und Qualitätsjournalismus im öffentlich-rechtlichen Radio, indem sie Künstler, Klänge und Popkultur abseits des Mainstreams vorstellen. Sie bilden aktuelle Musiktrends aus den Metropolen in Europa, Afrika, Lateinamerika und dem Orient ab und inspirieren uns dabei immer wieder.


Mit der Programmreform von Funkhaus Europa droht nun ein beispielloser Kahlschlag, der uns schockiert, wütend macht und Fragen aufwirft. Eine der letzten Oasen für kreatives Radio wird abgewickelt. Ein einzigartiges Musikprogramm wird eingeebnet - eine Bankrotterklärung für die Verantwortlichen im WDR.


Wo bleibt hier der öffentlich-rechtliche Bildungsauftrag? Was passiert mit unseren Gebühren? Warum reagieren Sie auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen wie globale Migrationsbewegungen mit der Abschaffung von Plattformen, die zur Verständigung und Annäherung durch Musik beitragen?


WDR KILLS THE RADIO-DJ. STOPPT DIE FUNKHAUS EUROPA REFORM!

Taz-Artikel

Artikel im Kölner Stadtanzeiger

 

„Funkhaus Europa ist einer der letzten Radiosender, fernab vom Mainstream, die noch Musik mit Ecken und Kanten spielen.“ - Gentleman

 

"Dank dem Kölner Sender betrat ich am 25. Juni 2000 zum ersten Mal eine richtig große Bühne am Tanzbrunnen. […] Nun will der WDR das Beste von Funkhaus Europa abschaffen. […] Es ist nicht im Sinne von echter und ehrlicher Musik, der nach und nach jegliche Plattform genommen wird. Es ist weder im Sinne von guten Nachwuchskünstlern die keine Mainstream Mukke machen wollen, noch in dem von einem Deutschland das Vielfalt will." - Patrice

 

"Diese Kürzungen wären eine verheerende Entscheidung, generell und ganz besonders in diesen Zeiten der Flüchtlingskrise. Wir alle brauchen Autoren-Radio mit seinen Empfehlungen, EInblicken und den dazugehörigen Geschichten. Und mit 'wir' meine ich nicht die Musikindustrie oder die Künstler oder die Fans, sondern das gesamte Land. Denn Musik ist eine der wichtigsten Wege zu gegenseitigem Verständnis. Und man kann nur ernten, was man auch sät." - Paul Bräuer, Director of Communications Piranha Arts (WOMEX, Piranha Records)

 

____________________________________________________________

To
Tom Buhrow (Director-General, WDR)
Valerie Weber (Director Radio, WDR)
Thomas Reinke (Director Funkhaus Europa)
Ruth Hieronymi (Chairperson, WDR-Rundfunkrats)
 
WDR KILLS THE RADIO-DJ. STOPP THE REFORM OF FUNKHAUS EUROPA!

The Westdeutsche Rundfunk WDR wants to reform Funkhaus Europa, its intercultural radio station by cutting all music programmes. This means even more mainstream music on public radio. No one needs that! We won´t let them!

Most radio stations play the same kind of mainstream music day in and day out. For years, Funkhaus Europa has provided an alternative to the uniformity of mainstream radio by airing passionate music programmes hosted by internationally renowned DJs.

17 of these programmes will now be cancelled as part of a so-called "programming reform". This means that there will be no replacements for programmes by DJs such as Gilles Peterson or Jazzanova or for ambitious and well-researched music journalism in shows such as "Indigo" by Anna-Bianca Krause or "5 Planeten" by Global Pop connaisseur Francis Gay, whose expertise on all matters Global Pop is second to none.

These programmes have represented the musical diversity and the quality journalism of public radio by featuring artists, sounds and pop cultures outside the mainstream. They have reacted to and discovered musical trends from the urban centres of Europe, Africa, South America and the Middle East and have inspired us countless times.

The reform of Funkhaus Europa will mean an unprecedented eradication of quality radio. We are shocked and outraged by this. One of the last resorts  of creative radio programming is being dismantled, a unique music programming will be bulldozed. By doing this the people responsible at the head of the WDR have declared their own intellectual and creative bankruptcy.

We have questions and we demand some answers.
How does this reform help to live up to the educational mandate of public radio?
How will the WDR use our license fees once the most respected music programmes have been cut?
Why does the WDR react to the current global migration by cutting all programmes that contribute to a mutual understanding via music, the most powerful and intercultural art form of all?  

WDR KILLS THE RADIO DJ! STOP THE REFORM OF FUNKHAUS EUROPA!
 

 

avatar of the starter
Help Funkhaus EuropaPetitionsstarter*inFreiberuflerIn

Die Entscheidungsträger*innen

WDR
Westdeutscher Rundfunk Köln
Beantwortet
Liebe Petitenten, liebe Unterzeichner! Eure Petition und diverse Artikel erwecken zurzeit den Eindruck, Funkhaus Europa würde seinen Charakter verlieren. Vom "musikalischen Untergang" ist die Rede, sogar vom Aus der Welle. Was ist dran an den Vorwürfen? Was wird sich mit dem geplanten Update unseres Programms ab diesem Sommer ändern? Funkhaus Europa bleibt euer Global Sounds Radio mit Musik jenseits des Mainstream. Die Blogrebellen (http://goo.gl/fjrFcj) haben uns gerade erst als "Quelle der Inspiration" gefeiert. Die bleiben wir weiterhin - tagsüber sogar länger und zwar mit eurer Musik, so wie ihr sie liebt. Zwischen 18 und 20 Uhr gibt's ab dem Relaunch eine neue Sendung mit dem Schwerpunkt Musik und Popkultur. Hier werdet ihr die Inhalte der vier Musik-Spezialsendungen des Tagesprogramms wie "Globalista" hören, die bislang am Wochenende liefen. Neu im Programm ist zudem ein Samstagabend, der ab 20 Uhr komplett im Zeichen der Musik und der DJ steht. Das Team um Musikchef Francis Gay startet gerade erst die Gespräche mit den DJs für ein neues Samstagabendkonzept. Sobald die Ideen feststehen, werden wir euch darüber informieren. Ja, auch Funkhaus Europa muss sparen. Auch Funkhaus Europa ist von der schwierigen Finanzsituation des WDR betroffen. Die wird sich angesichts der neuen Kürzung der Radiowerbung verschärfen. Wir haben uns entschieden, unsere Mittel in Zukunft ausschließlich auf die Tageszeiten mit nennenswerter Radio-Reichweite zu konzentrieren, also das Tagesprogramm und den Abend. Das Ziel: trotz sinkender finanzieller und personeller Ressourcen ein weiterhin ansprechendes Programm zu gestalten, das den öffentlich-rechtlichen Qualitäts- und Vielfaltsanforderungen gerecht wird. Denn der Kern des Programms, unser Charakter und unser Anspruch, bleibt natürlich auch nach dem Update erhalten. Einige Musik-Spezialformate der Nacht entfallen in der Tat ganz. Verzichten müsst ihr auf sie allerdings nicht: Ein Teil der bisherigen Musik-Spezialformate in der Nacht sind Übernahmen von Sendungen anderer europäischer Rundfunksender, die inzwischen auch über das Internet gehört werden können. Dies war zur Zeit ihrer Einführung Ende der 90er Jahre noch nicht der Fall. Ab dem Relaunch gibt's eine Sprache zusätzlich: die arabische Sendung für die neuen Zuwanderer. Und alle Funkhaus-Europa-Sprachensendungen werden digital verlängert. Zurzeit sind die Sprachensendungen bei Funkhaus Europa noch klassische Einschaltprogramme. Aus unserer Sicht ist das nicht mehr zeitgemäß - bis 22 Uhr auf seine Sendung warten zu müssen, ist unkomfortabel. Aus diesem Grund haben wir uns im Rahmen einer neuen Digitalstrategie entschieden, ab 18 Uhr alle Sprachensendungen parallel online first zu streamen und im Anschluss on Demand im Netz zugänglich zu machen. Die Sprachen erhalten zudem eigene Kanäle in den sozialen Netzwerken - so gibt es den Content rund um die Uhr, inklusive der Möglichkeit, mit den Redaktionen in Kontakt zu treten. Wer nach wie vor über UKW hören möchte, kann das natürlich weiterhin: Ab 20 Uhr werden die Sendungen im linearen Programm ausgestrahlt. Die werktäglichen Muttersprachen-Sendungen sind künftig wieder 30 Minuten lang, so wie viele Jahre lang bis 2010. Die Formate werden inhaltlich komprimiert, das journalistische Wort geht damit kaum zurück. Mit dem Programm-Update gibt's wochentags eine weitere Sprache zusätzlich: die arabische Sendung, die bislang nur einmal in der Woche lief, wird täglich gesendet. Eine wichtige Zielgruppe dabei: Flüchtlinge, die noch kein Deutsch sprechen. Funkhaus Europa bleibt das kosmopolitische Programm, das für Vielfalt steht. Der WDR nimmt seinen Auftrag zur Vielfalt und Integration sehr ernst und macht gerade mit Funkhaus Europa ein sehr spezielles Angebot. Als erster Sender bundesweit haben wir auf die steigende Zahl der Flüchtlinge reagiert und mit "Refugee Radio" ein tägliches Informationsformat für Flüchtlinge in arabischer und englischer Sprache gestartet. Ein Sender für Vielfalt werden wir auch nach dem Update unseres Programms bleiben. Denn das Update reagiert lediglich auf unseren Anspruch, unser lebendiges Programm ständig weiter zu entwickeln, um weiterhin relevant zu bleiben. Last but not least: Intern über die Weiterentwicklung von Programmbestandteilen offen zu diskutieren und das große Ganze im Blick zu behalten, ist absolut notwendig. Aus unserer Sicht gehört es zum guten Ton, solche Ideen und Vorschläge, die erst diese Woche in den Gremien beraten wurden, zunächst mal nicht öffentlich zu diskutieren. Deshalb erst jetzt unser Statement zum geplanten Update unseres Programms in diesem Sommer. Auf unserer Seite findet ihr Audios mit Statements unseres Musikchefs Francis Gay zum künftigen Musikprogramm von Funkhaus Europa. wdr.de/k/FHE Valerie Weber, unsere Hörfunkdirektorin, hat das Update unseres Programms in einem heute veröffentlichen Interview des Kölner Stadt-Anzeigers erläutert: http://goo.gl/iczsh3 Euer Funkhaus Europa-Team
WDR
WDR

Neuigkeiten zur Petition

Diese Petition teilen

Petition am 18. Februar 2016 erstellt