Tempo runter, Sicherheit hoch: Tempo 30 jetzt auf der Muffendorfer Straße!

Das Problem

Schmale Fußwege, ein gekennzeichneter Radweg nur bergaufwärts, kein einziger Zebrastreifen, aber dafür jede Menge Verkehrslärm und -abgase: Für unmotorisierte Verkehrsteilnehmer ist es kein Zuckerschlecken, auf der Muffendorfer Straße unterwegs zu sein. Zumal sie am wenigsten geschützt sind für den Fall, dass Autos, Busse, Motorräder oder Lkws für einen kurzen Moment unaufmerksam sind, die Kontrolle verlieren und es zu einem Unfall kommt.

Eine Schande, wenn man bedenkt, dass die Straße für Muffendorfer aller Altersstufen zu Fuß oder mit dem Rad oder E-Bike der direkte Weg in die Godesberger Altstadt ist. Mehr noch: Die Straße rauf (Hopmannstraße) und runter (Kurfürstenstraße) liegen städtische Kitas, zu denen kleine Kinder und ihre Eltern oft ohne Auto unterwegs sind – oder es gern sein würden, wenn sie sich sicher genug fühlen würden. Gerade für Kinder und ältere Menschen in unserem Stadtteil sind Fußgängerüberwege an den Bushaltestellen unerlässlich. Hinzu kommt, dass die Straße bergauf führt und durch Kurven nicht gänzlich einsehbar ist – nicht umsonst hat die Stadt „Achtung Schleudergefahr“-Schilder aufgestellt.

Eines steht doch fest: Niemand sollte sich in Gefahr fühlen müssen, wenn er oder sie der eigenen Gesundheit und der Umwelt zuliebe das Auto stehen lässt. Bei aller Liebe für alle Arten der Fortbewegung inklusive Autoverkehr: Die schwächsten Verkehrsteilnehmer sollten geschützt werden!

Deshalb fordern wir die Stadt Bonn auf:

  1. Auf der Muffendorfer Straße muss zwischen der Kreuzung Kurfürstenstraße/Deutschherrenstraße bis zur Abbiegung Hopmannstraße Tempo 30 eingeführt werden!

  2. Zusätzlich müssen an der Bushaltestelle Muffendorfer Straße in beiden Fahrtrichtungen Zebrastreifen geschaffen werden, an dem ÖPNV-Nutzer sowie andere Fußgänger ohne Gefahr die Straße überqueren können. Hier darauf zu warten, bis es Unfälle mit schweren Verletzungen oder Todesfolge gibt – das gängige Vorgehen, auf das sich die Stadt aktuell noch beruft – ist zynisch und fußgängerfeindlich!

  3. Für Radfahrer sollte auf der Muffendorfer Straße auch bergab ein Fahrradweg gekennzeichnet sein als Zeichen dafür, dass Auto-, Bus-, Lastwagen- und Motorradfahrer auch auf diese Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen sollten.


Die Vorteile unserer Forderung im Einzelnen:

  • Bei Tempo 30 ist der Reaktions- und Bremsweg nur halb so lang wie bei Tempo 50 (vgl. UBA S. 15) und das Risiko tödlicher Verletzungen bei einem Unfall sinkt bei Tempo 30 statt 50 um 75 Prozent (vgl. DUH 2022). Angesichts der Hanglage, der schweren Einsehbarkeit der Straße durch die Kurven, der schmalen Gehwege an den meisten Stellen und der für die Verkehrsmenge recht schmalen Fahrbahn für Autos (inklusive eines nur einseitigen angelegten Radfahrstreifens) ist es ein Schritt in die richtige Richtung, schwächere Verkehrsteilnehmer durch niedrigschwellige Maßnahmen wie Tempo 30, mehr Fußgängerüberwege und die Kennzeichnung eines zweiten Radfahrstreifens zu schützen.

  • Ein kleiner Schritt in Sachen Mobilitätswende: Mehr Muffendorfer werden sich zu Fuß oder per (E-)Bike in die Godesberger Innenstadt wagen – und Eltern und Großeltern können ihre Kinder sicherer zu Fuß zur Kita bringen oder mit ihnen auf den Spielplatz gehen. Übrigens: Kinder können frühestens ab dem zehnten Lebensjahr Geschwindigkeiten richtig einschätzen.

  • Tempo 30 auf der unteren Muffendorfer Straße würde die Lücke zwischen den Tempo-30-Zonen auf der Kurfürstenstraße, der Waasemstraße, der Muffendorfer Hauptstraße und der Hopmannstraße schließen. Weniger Flickenteppich – mehr Klarheit für alle.

  • Die Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h bewirkt eine Reduktion der Lärmbelastung um 2 bis 3 dB(A). Dies wird wie eine Halbierung der Verkehrsmenge wahrgenommen (vgl. DUH 2022).

  • Eine Reduzierung des Tempolimits auf 30 km/h würde auf der kurzen Strecke maximal eine rechnerische Fahrzeitverlängerung von wenigen Sekunden bedeuten (vgl. UBA S. 10/11) – im Tausch gegen mehr Sicherheit für alle.

Unser Wunsch für unseren Stadtteil: Dass alle Bewohner mehr Rücksicht aufeinander nehmen und alle Verkehrsteilnehmer sicher an ihr Ziel kommen. 🧡

Wir freuen uns über Ihre/Eure Unterstützung.

Quellen:

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J PPetitionsstarter*in

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Das Problem

Schmale Fußwege, ein gekennzeichneter Radweg nur bergaufwärts, kein einziger Zebrastreifen, aber dafür jede Menge Verkehrslärm und -abgase: Für unmotorisierte Verkehrsteilnehmer ist es kein Zuckerschlecken, auf der Muffendorfer Straße unterwegs zu sein. Zumal sie am wenigsten geschützt sind für den Fall, dass Autos, Busse, Motorräder oder Lkws für einen kurzen Moment unaufmerksam sind, die Kontrolle verlieren und es zu einem Unfall kommt.

Eine Schande, wenn man bedenkt, dass die Straße für Muffendorfer aller Altersstufen zu Fuß oder mit dem Rad oder E-Bike der direkte Weg in die Godesberger Altstadt ist. Mehr noch: Die Straße rauf (Hopmannstraße) und runter (Kurfürstenstraße) liegen städtische Kitas, zu denen kleine Kinder und ihre Eltern oft ohne Auto unterwegs sind – oder es gern sein würden, wenn sie sich sicher genug fühlen würden. Gerade für Kinder und ältere Menschen in unserem Stadtteil sind Fußgängerüberwege an den Bushaltestellen unerlässlich. Hinzu kommt, dass die Straße bergauf führt und durch Kurven nicht gänzlich einsehbar ist – nicht umsonst hat die Stadt „Achtung Schleudergefahr“-Schilder aufgestellt.

Eines steht doch fest: Niemand sollte sich in Gefahr fühlen müssen, wenn er oder sie der eigenen Gesundheit und der Umwelt zuliebe das Auto stehen lässt. Bei aller Liebe für alle Arten der Fortbewegung inklusive Autoverkehr: Die schwächsten Verkehrsteilnehmer sollten geschützt werden!

Deshalb fordern wir die Stadt Bonn auf:

  1. Auf der Muffendorfer Straße muss zwischen der Kreuzung Kurfürstenstraße/Deutschherrenstraße bis zur Abbiegung Hopmannstraße Tempo 30 eingeführt werden!

  2. Zusätzlich müssen an der Bushaltestelle Muffendorfer Straße in beiden Fahrtrichtungen Zebrastreifen geschaffen werden, an dem ÖPNV-Nutzer sowie andere Fußgänger ohne Gefahr die Straße überqueren können. Hier darauf zu warten, bis es Unfälle mit schweren Verletzungen oder Todesfolge gibt – das gängige Vorgehen, auf das sich die Stadt aktuell noch beruft – ist zynisch und fußgängerfeindlich!

  3. Für Radfahrer sollte auf der Muffendorfer Straße auch bergab ein Fahrradweg gekennzeichnet sein als Zeichen dafür, dass Auto-, Bus-, Lastwagen- und Motorradfahrer auch auf diese Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen sollten.


Die Vorteile unserer Forderung im Einzelnen:

  • Bei Tempo 30 ist der Reaktions- und Bremsweg nur halb so lang wie bei Tempo 50 (vgl. UBA S. 15) und das Risiko tödlicher Verletzungen bei einem Unfall sinkt bei Tempo 30 statt 50 um 75 Prozent (vgl. DUH 2022). Angesichts der Hanglage, der schweren Einsehbarkeit der Straße durch die Kurven, der schmalen Gehwege an den meisten Stellen und der für die Verkehrsmenge recht schmalen Fahrbahn für Autos (inklusive eines nur einseitigen angelegten Radfahrstreifens) ist es ein Schritt in die richtige Richtung, schwächere Verkehrsteilnehmer durch niedrigschwellige Maßnahmen wie Tempo 30, mehr Fußgängerüberwege und die Kennzeichnung eines zweiten Radfahrstreifens zu schützen.

  • Ein kleiner Schritt in Sachen Mobilitätswende: Mehr Muffendorfer werden sich zu Fuß oder per (E-)Bike in die Godesberger Innenstadt wagen – und Eltern und Großeltern können ihre Kinder sicherer zu Fuß zur Kita bringen oder mit ihnen auf den Spielplatz gehen. Übrigens: Kinder können frühestens ab dem zehnten Lebensjahr Geschwindigkeiten richtig einschätzen.

  • Tempo 30 auf der unteren Muffendorfer Straße würde die Lücke zwischen den Tempo-30-Zonen auf der Kurfürstenstraße, der Waasemstraße, der Muffendorfer Hauptstraße und der Hopmannstraße schließen. Weniger Flickenteppich – mehr Klarheit für alle.

  • Die Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h bewirkt eine Reduktion der Lärmbelastung um 2 bis 3 dB(A). Dies wird wie eine Halbierung der Verkehrsmenge wahrgenommen (vgl. DUH 2022).

  • Eine Reduzierung des Tempolimits auf 30 km/h würde auf der kurzen Strecke maximal eine rechnerische Fahrzeitverlängerung von wenigen Sekunden bedeuten (vgl. UBA S. 10/11) – im Tausch gegen mehr Sicherheit für alle.

Unser Wunsch für unseren Stadtteil: Dass alle Bewohner mehr Rücksicht aufeinander nehmen und alle Verkehrsteilnehmer sicher an ihr Ziel kommen. 🧡

Wir freuen uns über Ihre/Eure Unterstützung.

Quellen:

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