Die heimische Honigbiene unter Naturschutz stellen!

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Heute ist nur noch wenigen Menschen bekannt, dass die Honigbiene einst wild in unseren Wäldern gelebt hat. Wissenschaft und Naturschutz haben die wilden Honigbienen als Bestandteil des Ökosystems Wald leider vollständig aus dem Blick verloren. Oft wird das Argument genannt, dass Honigbienen als „Nutztiere“ gar nicht aussterben können, solange es Imker gibt: An dieser Stelle fehlt jedoch eine Unterscheidung zwischen dem Wildtier-Honigbiene und der in Imkerhand gehaltenen (Nutztier) Honigbiene! Während die in Imkerhand gehaltene Honigbiene nicht akut bedroht ist, ist die einheimische dunkle Honigbiene leider nicht mehr auffindbar. Dies ist umso bedauerlicher, wenn man bedenkt, dass die Basis der gesamten Bienenhaltung und Imkerei die wilden Honigbienenvölker in den Wäldern waren: „Die Anfänge der Imkerei bestanden vermutlich darin, von einem Bienenvolk bewohnten Abschnitt eines hohlen Baumes aus dem Wald in den Hausgarten zu holen“.

Ich fordere Bundesumweltministerin Svenja Schulze, sowie das Bundesamt für Naturschutz (BfN) dazu auf die heimische dunkle Honigbiene (Apis mellifera mellifera) unter den besonderen Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes und der Bundesartenschutzverordnung zu stellen und in die Roten Listen des Bundes wie der Länder und der EU als „ausgestorben oder verschollen“ zu führen. Nach § 37 BNatSchG (Wiederansiedlung von Tieren verdrängter, wild lebender Arten) sind dann Wiederansiedlungsmaßnahmen zu ermöglichen.

Nur in Nordrhein-Westfalen steht die heimische dunkle Honigbiene bereits als „Ausgestorben oder Verschollen“ auf der Roten Liste.