Actualización sobre la peticiónStudierende brauchen Transparenz und Planbarkeit!

Erfahrungen einer Studentin (während Corona)

Karuna MelterOldenburg, Alemania
23 abr 2021

Seit dem Online-Format schalten und walten viele Lehrende wie und wann sie wollen wie selbstverständlich über die Köpfe hinweg. So wurden in der ersten Woche auf einmal völlig andere Veranstaltungszeiten eingeführt, ein neues Lehrformat, das der Lehrenden besser passte, was dazu führte, dass ein Großteil der Student*innen ihren kompletten Studienplan für dieses Semester verändern mussten und vor allem bereits getätigte Absprachen mit Arbeitgeber*in oder Familie und Kinderbetreuung über den Haufen geworfen wurden. Zudem wurde ein Zeitslot einfach parallel zu einer anderen Veranstaltung gelegt mit einer Selbstverständlichkeit von: "Das bekommen sie ja noch im Videoformat, das können Sie dann ja nacharbeiten." Somit hatte man die Wahl zwischen Neuorganisation mit Arbeitgeber*in, Familie etc, einem Unitag von 9 Stunden von 8-19 Uhr, oder einer doppelt belegten Veranstaltungszeit, bei der man eine dann nacharbeiten muss und keine Möglichkeit für Nachfragen, Diskussion und Live-Vorlesung hat. Was ist das für eine "Wahl"?

Durch die verschobenen Prüfungen waren wir 2 Monate lang am Dauerlernen, bis die letzte Prüfung am ersten Tag des neuen Semesters abgeschlossen werden konnte. Auch vor Corona finde ich das schon schwierig, dass die Profs die Prüfungen so legen wie sie wollen, ohne dass die Student*innen eine Möglichkeit haben, mal eine Woche Urlaub zu haben, in der man nicht schon wieder für die nächste Prüfung lernen muss. Urlaub für Student*innen!!! Wo bleibt der? Viele sind seit Studienbeginn ohne Pause am Lernen, das hält kein Mensch lange durch.

Durch die fehlende Transparenz zu Prüfungsterminen und verschobenen Terminen hat sich dies noch verschärft. Außerdem kann man, wenn man glaubt eine Woche zur Verfügung zu haben, keine Bahntickets kaufen. Denn es kann ja sein, dass die Uni nochmal alles über den Haufen wirft.

Ich finde es auch so wichtig, dass ihr in der Petition konkret auch auf Lernräume eingeht! Welches Stresslevel das bedeutet, wenn das Schlafzimmer gleichzeitig der dauerhafte Arbeitsplatz ist kann sich auch sonst keiner vorstellen.

Dann gibt es noch die beste Situation: Ein Prof muss dann doch eine Online-Prüfung erstellen und führt diese didaktisch so schlecht aus, dass die Student*innen Noten erhielten, die nicht ihre Leistung, sondern die schlechte didaktische Umsetzung widerspiegeln, die sie aber hinnehmen sollen ohne zu mucken. Die Aufgabenstellung bestand aus einer halben Seite Aufgabenstellung im Fließtext! Die musste allein 5 Mal gelesen werden, um diese zu beantworten. Open-Book heißt auch nicht Open-Book, da die Zeit so extrem beschränkt wird um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, dass es keine Chance gibt, seine Unterlagen hinzuzuziehen. So hat ein großer Teil der Student*innen die Prüfung zeitlich nicht fertigstellen können, weil die 60 Minuten nicht annähernd ausreichten.
Auf die vernünftig formulierte Rückmeldung der Student*innen wurde fast pampig erwidert. Dies machte die Unzufriedenheit und das Unverständnis des Profs sehr deutlich. Wie kann es sein, dass Student*innen in solchen Fällen eigentlich keine Handhabe haben sich gegen so etwas zu wehren? Gibt es einen Beschwerdeleitfaden an der Uni?

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