Semesterbeitrag senken! - Jetzt erst recht.

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Semesterbeitrag senken! - Jetzt erst Recht.

Der Semesterbeitrag beträgt an den Hochschulen in Frankfurt am Main ca. 370 € pro Halbjahr (740 € im Jahr). Insbesondere für Studierende aus ökonomisch benachteiligten oder Arbeiterfamilien ist das ein hoher Betrag. Vor allem haben zurzeit viele Studierende in der Corona-Pandemie ihren Job verloren, und müssen jeden Cent umdrehen.  Wir fragen uns, warum wir den gleichen Semesterbeitrag bezahlen sollen, wenn wir aktuell viel weniger mit der Bahn fahren, nicht mehr in der Mensa essen oder in der Uni sind? Wir, die DGB-Hochschulgruppe Frankfurt, stellen uns dagegen! Wir wissen, dass die Petition alleine nicht ausreicht, sondern noch viel mehr Druck nötig ist. Die Petition ist allerdings ein erster Anfang. 

 

Hintergrund

Der größte Teil des Semesterbeitrags geht an den Rhein –Main – Verkehrsverbund (RMV). Dieser Betrag  für das Semesterticket ist schon normalerweise viel zu hoch und trotzdem noch gleich geblieben. Aktuell macht sich das noch stärker bemerkbar. Denn zurzeit fahren wir Studierenden kaum mit dem öffentlichen Verkehr. Einige Studierende fahren fast gar nicht, weil es aufgrund von digitaler Lehre keinen Grund gibt in die Uni zu fahren, außer um Bücher auszuleihen. Es kann nicht sein, dass in dieser Situation die Kosten für das Semesterticket seit zwei Semestern gleichgeblieben sind und das, obwohl der RMV ein öffentlicher und städtischer Zusammenschluss ist. Schüler und Auszubildende haben mit dem 365 Euro-Ticket ein günstigeres Ticket für ganz Hessen und das ist auch gut so. Wir Studierenden möchten ebenfalls ein Jahresticket von 365 Euro in Hessen und das auch nach der Pandemie!

Ein weiterer großer Teil des Beitrags geht an das Studentenwerk. Das Studentenwerk wird aus staatlichen Zuschüssen und dem Beitrag von Studierenden finanziert. Wir Studierenden sollen immer noch den gleichen Betrag bezahlen, obwohl wir nicht in die Mensen können und viele Studis noch weniger Geld zur Verfügung haben. Als Gewerkschaftsjugend stellen wir uns auch gegen die Kündigungen  und das Auslaufenlassen  von Arbeitsverträgen von Beschäftigten des Studentenwerks. Es kann nicht sein, dass Beschäftigte entlassen werden, während das Studentenwerk gleichzeitig mit Staatshilfen bezuschusst wird!

Wir wissen, dass in unseren Semesterbeiträgen versteckte Studiengebühren schlummern. 50 Euro Verwaltungskosten, die von uns gezahlt werden, gehen an das Land Hessen und fließen zurück an die Goethe Uni oder an die Frankfurt University of Applied Sciences. 

Studierende werden im Stich gelassen. Uns fehlt es an staatlicher Unterstützung in dieser zugespitzten Zeit. Bei einer Rückerstattung des Semesterbeitrags dürfen wir im Moment das RMV-Netz nicht mehr nutzen. So werden Menschen mit weniger Geld aus der Öffentlichkeit verbannt. Der Härtefonds des AstAs ist zudem ausgeschöpft. Der BAföG-Satz ist besonders in Frankfurt, mit überdurchschnittlichen Miet- und Lebensunterhaltskosten zu gering. Zudem sind BAföG-Anträge mit einem sehr hohen bürokratischen Aufwand verbunden. So wird vielen BAföG-Berechtigten auch der Zugang verwehrt und viele Studierende haben monatelang keine finanzielle Grundlage. Die Soforthilfen waren in kurzer Zeit ausgeschöpft und für viele Studierende ein Witz.  Es kann nicht sein, dass wir hinten wegfallen, wenn gleichzeitig für die Wirtschaft und die großen Konzerne Milliarden bereitgestellt werden.  

Wir fordern auch die Hochschulen auf, sich zu positionieren, anstatt sich der Verantwortung zu entziehen und nur  Weihnachtsgrüße und Gesundheitswünsche auszurichten. Wir wollen praktische Unterstützung!

Diese Punkte und viele mehr nehmen wir zum Anlass, um aktuelle, aber auch überfällige Forderungen aufzustellen. 

Unsere Forderungen: 

  • Dauerhafte Senkung des Semesterbeitrags
  • Runter mit dem Beitrag für das RMV-Ticket 
  • Streichen des RMV-Beitrages im nächsten Semester um die Kosten der letzten Semester auszugleichen
  • 365-Euro-Jahresticket in ganz Hessen auch für Studis  
  • Bei Rückerstattung des Semesterbeitrags müssen Studis weiter im RMV-Netz fahren dürfen
  • Verwaltungskostenbeitrag streichen
  • Unbürokratische Corona-Hilfe für Studis 

Wir fordern allerdings nicht nur in der Corona-Pandemie geringere Kosten für Studierende. Nein, wir wollen grundsätzlich eine freie Bildung und ein zukünftig komplett kostenloses Studium, um allen Kindern und jungen Erwachsenen das Studieren zu ermöglichen! 

 

Für Nachfragen und Kontakt:

E-Mail: hochschulgruppe.frankfurt@dgb.eu

Instagram: dgbstudis_frankurt

Facebook: DGB.HSG.FFM