Atualização do abaixo-assinadoStraffreiheit für Seenotrettung!Breaking News im Fall IUVENTA
Lea & Iuventa10Alemanha
12 de fev. de 2020

Liebe Supporter!

Während wir seit Monaten auf Nachrichten von der italienischen Staatsanwaltschaft warten, wann unser Prozess beginnt, gibt es zu Jahresbeginn tolle News aus Berlin:

Wir freuen uns wahnsinnig, dass wir in diesem Jahr den Menschenrechtspreis von Amnesty verliehen bekommen. Mit diesem Preis zeichnet die deutsche Amnesty-Sektion Persönlichkeiten und Organisationen aus, die sich unter schwierigen Bedingungen für die Menschenrechte einsetzen.

Menschenrechtsverteidiger*innen werden weltweit bedroht, angegriffen und kriminalisiert. In Europa ergreifen die Regierungen repressive Maßnahmen gegen Menschen auf der Flucht und Aktivist*innen. Für Amnesty International sind die iuventa10 Vorbilder für menschenrechtliches Engagement, das unterstützt und geschützt werden muss und nicht kriminalisiert.

„Die Iuventa-Crew steht für all die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die sich auf dem Wasser und auf dem Land für das Überleben von Schutzsuchenden einsetzen. Amnesty International zeichnet sie daher stellvertretend für all diese Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger mit dem Amnesty Menschenrechtspreis 2020 aus“, sagt Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International Deutschland. Sie alle verdienen Anerkennung, Unterstützung und Schutz – statt Anfeindungen, Bedrohungen oder – wie in diesem Fall – politisch motivierter Verfolgung durch Behörden.“
 
 Gemeinsam mit Amnesty fordern wir: Die italienische Staatsanwaltschaft muss das Verfahren sofort und ohne Auflagen einstellen. Während die EU dieser Kriminalisierung Vorschub leistet, und mehreren europäischen Regierungen Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten juristisch drangsalieren und einzuschüchtern, fordert Amnesty von der EU-Kommission: “Wer Menschen aus Seenot rettet, wer Hungernden Essen gibt, wer Menschen vor dem Tod bewahrt, darf dafür nicht verfolgt werden.“

https://twitter.com/amnesty_de/status/1227167872729772033

„Der Amnesty Menschenrechtspreis ist ein klares Bekenntnis“, sagt unser ehemaliger Einsatzleiter Sascha. „Nicht nur zu uns zehn, sondern zu all denjenigen die sich organisieren: zusammen mit Freund*innen, Nachbar*innen und Arbeitskolleg*innen, auf den Straßen oder in sozialen Zentren, um der Doktrin der Abschottung und Marginalisierung die gelebte Solidarität zwischen den Menschen entgegenzusetzen.“

Die iuventa10 möchten den Preis mit allen teilen, die zur Zielscheibe der zunehmenden Kriminalisierung werden, aber vor allem mit jenen, die ohne europäischen Pass mit den gleichen Anschuldigungen konfrontiert sind. Auf unserer neuen Website iuventa10.org findet ihr Geschichten von Menschen auf der Flucht, die genau wie wir vor Gericht stehen – nur haben sie keine guten Anwälte, kein Freundesnetzwerk, keine Aufmerksamkeit in den Medien. 
 
Danke für Euren Support in diesen schwierigen Zeiten. Uns freut es am meisten, wenn wir unser Netzwerk auch als gelebte Solidarität mit Migrant*innen teilen können! 

Fight for Solidarity!


Eure Lea

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