
Liebe Unterstützer:innen, findet ihr trotz „Keine Werbung“-Aufkleber auf eurem Briefkasten immer wieder ungewollte Berge an adressierter und unadressierter Werbepost darin oder in eurem Hausflur? Dann könnt ihr diese Rechtsverstöße jetzt ganz einfach und schnell über den Appmelder an das Team von Letzte Werbung weitergeben. Es reicht ein Foto hochzuladen und 1 bis 2 Angaben zu machen. Zeigt uns wo das aktuelle System nicht funktioniert. Denn je mehr Menschen Verstöße über die App melden, desto deutlicher wird es, dass wir eine Opt-In-Lösung für Werbepost benötigen. Im Appmelder könnt ihr jede Art von Werbung im Briefkasten, ob Flyer, Anzeigenblätter, adressierte Werbepost und auch Ablagen im Hausflur melden. Die Unternehmen, die am dreistesten Werben, mahnt Letzte Werbung ab und klagt dagegen mit ihrer Partnerkanzlei.
Die Niederlande haben bereits im Jahr 2018 das Opt-In-System für Werbepost eingeführt und können dadurch laut eigenen Aussagen für Haushalte, in denen keine Werbemittel mehr ausgeliefert werden, jährliche 33 Kilo Papier pro Haushalt einsparen. Insgesamt werden in Amsterdam so 6.000 Tonnen Papier pro Jahr eingespart. Auch bei der Bevölkerung stößt das Opt-In-Modell mit 84% auf großen Zuspruch. Obwohl das Opt-In-System demnach eindeutig Abfall vermeidet und dadurch das Klima und die Umwelt schützt, versucht die Werbeindustrie immer wieder dieses System zu kippen. Erneut hat diese eine „Kassationsbeschwerde“ gegen das Amsterdamer Opt-In-System vorgebracht, um eine Feststellung der Rechtswidrigkeit des Opt-in-Systems und eine einstweilige Verfügung zu erreichen. Doch der oberste niederländische Gerichtshof hat erst kürzlich die Zulässigkeit des Amsterdamer Opt-In-Systems vor dem höchsten niederländischen Gericht bestätigt. Das System funktioniert und dahin wollen wir auch kommen. Nutzt den Appmelder und teilt dem Team von Letzter Werbung mit, wo es Verstöße gegen den „Keine Werbung“-Aufkleber gibt.
Vielen Dank.
Euer Sebastian Sielmann von Letzte Werbung e.V. und die Deutsche Umwelthilfe