Stoppt Gewalt im Namen der Tradition – Verbannt Klaasohm auf Borkum!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Janek Buchhold und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Männer dürfen Tradition nicht als Ausrede für Gewalt missbrauchen!

Es wirkt wie ein mittelalterlicher Albtraum: eine sogenannte Tradition, bei der Frauen und Mädchen mit Kuhhörnern verprügelt werden, soll auf der deutschen Insel Borkum immer noch existieren. Unter dem Namen ,,Klaasohm‘‘, wird diese brutale Praxis als Brauch verharmlost – doch sie ist nichts anderes als eine zutiefst frauenfeindliche Handlung, die Gewalt ausübt, fördert und sowohl Borkumerinnen, Touristinnen, als auch Reporterrinnen traumatisiert. Diese gewaltsame Praxis ist tief in einer frauenfeindlichen Geschichte aus dem 18. Jahrhundert verwurzelt, die darauf abzielt, Frauen zu unterdrücken und symbolisch und körperlich zu brechen.

 

Dieser „Brauch“, welcher jährlich am Nikolausabend stattfindet, ist nicht nur ein Relikt aus der Vergangenheit, sondern eine offene Förderung von Gewalt gegen Frauen, die jungen Männern und sogar Jungen buchstäblich beibringt, dass Gewalt an Frauen akzeptabel und gerechtfertigt sei und diese normalisiert. Besonders alarmierend ist, dass diese die Gewalt als Bestandteil ihrer Identität und Gemeinschaft erleben.

 

Bereits in der Vergangenheit gab es unzählige Anzeigen gegen diese Praxis. Doch die Behörden haben bisher nicht konsequent gehandelt und diese Anzeigen ignoriert und verschwiegen. Das darf nicht so bleiben!
Befürworter dieser Tradition behaupten häufig, dass Außenstehende diese „Inseltradition“ nicht verstehen könnten, da sie eine rein lokale Angelegenheit sei und außerhalb Borkums keine Konsequenzen habe. Doch das ist falsch. Gewalt – ob innerhalb einer Tradition oder im privaten Raum – ist niemals isoliert und hat immer weitreichende gesellschaftliche Folgen. Sie fördert ein Klima, in dem Gewalt akzeptabel erscheint, normalisiert diese und prägt das Verhalten und Denken zukünftiger Generationen.

 

Ein weiteres Argument, das oft vorgebracht wird, ist, dass sich die Frauen „freiwillig“ an dieser Tradition beteiligen würden. Doch das könnte nicht weiter von der Realität entfernt sein: zahlreiche Anzeigen berichten von Borkumerinnen und auch Reporterinnen, die trotz ihres ausdrücklichen Wiederstands verprügelt wurden. Bereits vorher versammeln sich Männer, um ,,Jagdtrupps‘‘ zu bilden. Frauen und Mädchen, die sich diesem ,,Brauch‘‘ verweigern wollen, werden von ihnen gejagt. Sie werden mit Kuhhörnern, Holzstäben oder ähnlichen Werkzeugen brutal geschlagen, nachdem sie in der Luft ,,aufgespannt‘‘ werden.

Die Männer marschieren in Gruppen mit lautem Geschrei und rhythmischem Gebrüll auf die Frauen zu, um sie zu verprügeln. Dieses aggressive Auftreten in Gruppen schafft eine bedrohliche Atmosphäre, die den Druck auf die Frauen, sich zu fügen, noch verstärkt und macht es für die Frauen unmöglich, dem zu entfliehen.


Das ist kein harmloser Brauch, sondern ein barbarischer Akt der Gewalt, Einschüchterung und Missbrauch. Unter solchen Bedingungen von Freiwilligkeit zu sprechen ist absurd. In eng verbundenen Gemeinschaften wie auf Borkum ist sozialer Druck und Gruppenzwang so stark, dass ein ,,Nein‘‘ schlichtweg nicht möglich ist. Dies entzieht dem Argument der Freiwilligkeit die gesamte Glaubwürdigkeit.

Befürworter behaupten außerdem, dass es bei Klaasohm vor allem um Gemeinschaft und Zusammenhalt gehe – nicht um Gewalt. Doch wie kann Gewalt gegen Frauen jemals ein Symbol für Gemeinschaft sein? Eine Tradition, die auf Erniedrigung und körperlichem Schaden basiert, hat nichts mit echtem Zusammenhalt zu tun. Frauen berichten immer wieder von Wunden und blauen Flecken, sowie körperlichen und psychischen Traumata, welche das Leben der Frauen für immer beeinflussen. Gemeinschaft bedeutet Respekt und Gleichberechtigung – nicht die Verherrlichung von Gewalt.

Diese Praxis ist kein ,,Spaß‘‘ und keine ,,Feierlichkeit‘‘.

Diese vermeintlichen Rechtfertigungen zeigen, wie tief die Verharmlosung von Gewalt in Teilen unserer Gesellschaft verwurzelt ist. Das können und dürfen wir nicht hinnehmen!

Dies schadet nicht nur direkten Betroffenen, sondern sendet ein gefährliches Signal an die Gesellschaft: dass Gewalt an Frauen durch Männer als Teil deutscher Kultur akzeptiert wird.

Setzen sie ein Zeichen mit Ihrer Unterschrift: Stoppen wir diese frauenverachtende Praxis – jetzt! Tradition darf niemals ein Freibrief für Gewalt sein!

Wir fordern:

1. Die sofortige Abschaffung und rechtliche Verfolgung der Praxis Klaasohm.

Es ist Zeit, diese gewaltsame ,,Tradition‘‘, welche weltweit als barbarisch und inakzeptabel wahrgenommen wird, zu beenden und ein deutliches Zeichen gegen Gewalt von Männern an Frauen zu setzen.

2. Eine klare Positionierung der Verantwortlichen auf Borkum und in der Politik gegen frauenfeindliche Bräuche.

3. Unterstützung und Schutz für Betroffene;

 Gewalt gegen Frauen muss als Straftat und gesellschaftliches Tabu angesehen werden.

4. Die Einführung alternativer, gewaltfreier Traditionen auf Borkum, die echten Gemeinschaftssinn fördern.

5. Aufklärung und Sensibilisierung für Respekt und Gleichberechtigung;

Die Vorstellung, dass diese Form der Gewalt Teil einer ,,Inselkultur’‘ ist, muss dringend hinterfragt werden. Es muss ein Bewusstsein für die Gewalt und die negativen Auswirkungen dieser Praxis geschaffen werden.

6. Mehr landesweite und internationale Aufmerksamkeit auf das Thema und Gewalt an Frauen

Richtet sich eine Gesellschaft nach Menschenrechten, kann es keinen Platz für Traditionen geben, die Gewalt fördern oder rechtfertigen. Gewalt gegen Frauen – sei es in welcher Form auch immer – hat in unser Gesellschaft nichts verloren.

Setzen Sie sich mit Ihrer Unterschrift dafür ein, dass Borkum und Deutschland ein Zeichen setzen: Tradition darf niemals über den Grundrechten stehen!“

- Unterschreiben Sie diese Petition und teilen sie diese in den sozialen Medien -

Adressaten der Petition:

1. Bürgermeister der Insel Borkum:

      • Jürgen Akkermann, Bürgermeister von Borkum

Stadtverwaltung Borkum, Poststraße 1, 26757 Borkum, E-Mail: info@stadt-borkum.de


2. Verein Borkumer Jungens e.V. (Organisator von Klaasohm)


 3. Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung:

      • E-Mail: poststelle@ms.niedersachsen.de


4. Ostfriesische Staatsanwaltschaft:

      • Staatsanwaltschaft Aurich (zuständig für Ostfriesland)

Fockenbollwerkstraße 9, 26603 Aurich, E-Mail: poststelle@sta-aurich.niedersachsen.de

 5. Deutsche Gesellschaft für Rechtspsychologie e.V.

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Amelie MaesPetitionsstarter*in

5.286

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Janek Buchhold und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Männer dürfen Tradition nicht als Ausrede für Gewalt missbrauchen!

Es wirkt wie ein mittelalterlicher Albtraum: eine sogenannte Tradition, bei der Frauen und Mädchen mit Kuhhörnern verprügelt werden, soll auf der deutschen Insel Borkum immer noch existieren. Unter dem Namen ,,Klaasohm‘‘, wird diese brutale Praxis als Brauch verharmlost – doch sie ist nichts anderes als eine zutiefst frauenfeindliche Handlung, die Gewalt ausübt, fördert und sowohl Borkumerinnen, Touristinnen, als auch Reporterrinnen traumatisiert. Diese gewaltsame Praxis ist tief in einer frauenfeindlichen Geschichte aus dem 18. Jahrhundert verwurzelt, die darauf abzielt, Frauen zu unterdrücken und symbolisch und körperlich zu brechen.

 

Dieser „Brauch“, welcher jährlich am Nikolausabend stattfindet, ist nicht nur ein Relikt aus der Vergangenheit, sondern eine offene Förderung von Gewalt gegen Frauen, die jungen Männern und sogar Jungen buchstäblich beibringt, dass Gewalt an Frauen akzeptabel und gerechtfertigt sei und diese normalisiert. Besonders alarmierend ist, dass diese die Gewalt als Bestandteil ihrer Identität und Gemeinschaft erleben.

 

Bereits in der Vergangenheit gab es unzählige Anzeigen gegen diese Praxis. Doch die Behörden haben bisher nicht konsequent gehandelt und diese Anzeigen ignoriert und verschwiegen. Das darf nicht so bleiben!
Befürworter dieser Tradition behaupten häufig, dass Außenstehende diese „Inseltradition“ nicht verstehen könnten, da sie eine rein lokale Angelegenheit sei und außerhalb Borkums keine Konsequenzen habe. Doch das ist falsch. Gewalt – ob innerhalb einer Tradition oder im privaten Raum – ist niemals isoliert und hat immer weitreichende gesellschaftliche Folgen. Sie fördert ein Klima, in dem Gewalt akzeptabel erscheint, normalisiert diese und prägt das Verhalten und Denken zukünftiger Generationen.

 

Ein weiteres Argument, das oft vorgebracht wird, ist, dass sich die Frauen „freiwillig“ an dieser Tradition beteiligen würden. Doch das könnte nicht weiter von der Realität entfernt sein: zahlreiche Anzeigen berichten von Borkumerinnen und auch Reporterinnen, die trotz ihres ausdrücklichen Wiederstands verprügelt wurden. Bereits vorher versammeln sich Männer, um ,,Jagdtrupps‘‘ zu bilden. Frauen und Mädchen, die sich diesem ,,Brauch‘‘ verweigern wollen, werden von ihnen gejagt. Sie werden mit Kuhhörnern, Holzstäben oder ähnlichen Werkzeugen brutal geschlagen, nachdem sie in der Luft ,,aufgespannt‘‘ werden.

Die Männer marschieren in Gruppen mit lautem Geschrei und rhythmischem Gebrüll auf die Frauen zu, um sie zu verprügeln. Dieses aggressive Auftreten in Gruppen schafft eine bedrohliche Atmosphäre, die den Druck auf die Frauen, sich zu fügen, noch verstärkt und macht es für die Frauen unmöglich, dem zu entfliehen.


Das ist kein harmloser Brauch, sondern ein barbarischer Akt der Gewalt, Einschüchterung und Missbrauch. Unter solchen Bedingungen von Freiwilligkeit zu sprechen ist absurd. In eng verbundenen Gemeinschaften wie auf Borkum ist sozialer Druck und Gruppenzwang so stark, dass ein ,,Nein‘‘ schlichtweg nicht möglich ist. Dies entzieht dem Argument der Freiwilligkeit die gesamte Glaubwürdigkeit.

Befürworter behaupten außerdem, dass es bei Klaasohm vor allem um Gemeinschaft und Zusammenhalt gehe – nicht um Gewalt. Doch wie kann Gewalt gegen Frauen jemals ein Symbol für Gemeinschaft sein? Eine Tradition, die auf Erniedrigung und körperlichem Schaden basiert, hat nichts mit echtem Zusammenhalt zu tun. Frauen berichten immer wieder von Wunden und blauen Flecken, sowie körperlichen und psychischen Traumata, welche das Leben der Frauen für immer beeinflussen. Gemeinschaft bedeutet Respekt und Gleichberechtigung – nicht die Verherrlichung von Gewalt.

Diese Praxis ist kein ,,Spaß‘‘ und keine ,,Feierlichkeit‘‘.

Diese vermeintlichen Rechtfertigungen zeigen, wie tief die Verharmlosung von Gewalt in Teilen unserer Gesellschaft verwurzelt ist. Das können und dürfen wir nicht hinnehmen!

Dies schadet nicht nur direkten Betroffenen, sondern sendet ein gefährliches Signal an die Gesellschaft: dass Gewalt an Frauen durch Männer als Teil deutscher Kultur akzeptiert wird.

Setzen sie ein Zeichen mit Ihrer Unterschrift: Stoppen wir diese frauenverachtende Praxis – jetzt! Tradition darf niemals ein Freibrief für Gewalt sein!

Wir fordern:

1. Die sofortige Abschaffung und rechtliche Verfolgung der Praxis Klaasohm.

Es ist Zeit, diese gewaltsame ,,Tradition‘‘, welche weltweit als barbarisch und inakzeptabel wahrgenommen wird, zu beenden und ein deutliches Zeichen gegen Gewalt von Männern an Frauen zu setzen.

2. Eine klare Positionierung der Verantwortlichen auf Borkum und in der Politik gegen frauenfeindliche Bräuche.

3. Unterstützung und Schutz für Betroffene;

 Gewalt gegen Frauen muss als Straftat und gesellschaftliches Tabu angesehen werden.

4. Die Einführung alternativer, gewaltfreier Traditionen auf Borkum, die echten Gemeinschaftssinn fördern.

5. Aufklärung und Sensibilisierung für Respekt und Gleichberechtigung;

Die Vorstellung, dass diese Form der Gewalt Teil einer ,,Inselkultur’‘ ist, muss dringend hinterfragt werden. Es muss ein Bewusstsein für die Gewalt und die negativen Auswirkungen dieser Praxis geschaffen werden.

6. Mehr landesweite und internationale Aufmerksamkeit auf das Thema und Gewalt an Frauen

Richtet sich eine Gesellschaft nach Menschenrechten, kann es keinen Platz für Traditionen geben, die Gewalt fördern oder rechtfertigen. Gewalt gegen Frauen – sei es in welcher Form auch immer – hat in unser Gesellschaft nichts verloren.

Setzen Sie sich mit Ihrer Unterschrift dafür ein, dass Borkum und Deutschland ein Zeichen setzen: Tradition darf niemals über den Grundrechten stehen!“

- Unterschreiben Sie diese Petition und teilen sie diese in den sozialen Medien -

Adressaten der Petition:

1. Bürgermeister der Insel Borkum:

      • Jürgen Akkermann, Bürgermeister von Borkum

Stadtverwaltung Borkum, Poststraße 1, 26757 Borkum, E-Mail: info@stadt-borkum.de


2. Verein Borkumer Jungens e.V. (Organisator von Klaasohm)


 3. Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung:

      • E-Mail: poststelle@ms.niedersachsen.de


4. Ostfriesische Staatsanwaltschaft:

      • Staatsanwaltschaft Aurich (zuständig für Ostfriesland)

Fockenbollwerkstraße 9, 26603 Aurich, E-Mail: poststelle@sta-aurich.niedersachsen.de

 5. Deutsche Gesellschaft für Rechtspsychologie e.V.

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