Stoppt die Diskriminierung von LRS-Kindern in NRW – Bildungsgerechtigkeit jetzt!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Petra Varoquier-Pogrzelski und 18 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

In NRW sind bis zu 250.000 Schülerinnen und Schüler von Lese-Rechtschreib-Störung (LRS/Legasthenie) betroffen – doch ein veralteter Erlass von 1991 schützt sie kaum, Schulen ignorieren geltendes Recht, und Bezirksregierungen stützen das Versagen statt es zu korrigieren. Das Bundesverfassungsgericht hat 2023 Legasthenie als Behinderung anerkannt – NRW handelt nicht.

 

 NRW: Schluss mit der Bildungsungerechtigkeit bei Legasthenie! Verbindliche Nachteilsausgleiche und Verbandsklagerecht für LRS-Betroffene jetzt!

 

Wir fordern verbindlichen gesetzlichen Schutz vor der Regierung in NRW die scheinbar Systematisch lieber diskriminiert als zu Helfen und das zu tun was ihre Aufgabe wäre! Notenschutz für alle Betroffenen bis zum Schulabschluss und eine unabhängige Beschwerdestelle für betroffene Familien.   

Hier ist der vollständige, erweiterte Text – alles in einem Block zum Kopieren:

 
🗒️ NRW: Schluss mit der Bildungsungerechtigkeit bei Legasthenie! Verbindliche Nachteilsausgleiche und Verbandsklagerecht für LRS-Betroffene jetzt!

 
Stell dir vor: Dein Kind ist klug, kreativ und motiviert. Es gibt sich jeden Tag Mühe in der Schule. Aber es hat Legasthenie – eine neurologische Besonderheit, keine Faulheit, keine Dummheit. Fachleute haben das schwarz auf weiß bestätigt. Und trotzdem verweigert die Schule den Nachteilsausgleich.

Keine verlängerte Schreibzeit. Keine Vorlesesoftware. Keine Chance auf Chancengleichheit.

Was bleibt den Eltern? Ein langer, teurer, kräftezehrender Rechtsweg – allein gegen eine Bürokratie, die sich wehrt. Therapeuten, die helfen wollen, geraten unter Druck. Gutachter, die ehrliche Diagnosen stellen, werden eingeschüchtert. Das System schützt sich selbst – nicht die Kinder.

Das ist kein Einzelfall. Das ist Alltag in Nordrhein-Westfalen.

 
Die Dimension des Versagens – Zahlen, die aufwachrütteln müssen:

Schätzungen zufolge sind in Deutschland zwischen drei und zehn Millionen Menschen von Legasthenie betroffen – im Schnitt zwei Kinder pro Schulklasse. Die Angaben schwanken zwischen fünf und 17 Prozent aller Schüler. In Familien, wo Legasthenie bereits ein Thema ist, leidet die Hälfte der Kinder ebenfalls darunter. News4teachersMedizin Aspekte

Rechnet man pro betroffenem Kind zwei Elternteile hinzu, die mitleiden, mitkämpfen, mitscheitern – dann sprechen wir in Deutschland von bis zu 30 Millionen direkt oder indirekt betroffenen Menschen. Familien, die zermürbt werden. Eltern, die sich verschulden für Therapien, die die Schule verweigert. Geschwister, die zurückstecken müssen. Großeltern, die hilflos zusehen.

Vermutlich ist die Dunkelziffer deutlich höher, da sich nicht jeder Betroffene in Behandlung begibt oder das Problem vor Ärzten verschweigt – und es daher nie zu einer Diagnose kommt. Medizin Aspekte

Das bedeutet: Die offiziellen Zahlen sind die Spitze des Eisbergs. Darunter liegen Hunderttausende Kinder, die als "faul", "unmotiviert" oder "schwierig" abgestempelt werden – weil niemand genau hinschaut. Oder weil das System kein Interesse daran hat, genau hinzuschauen.

Und was passiert, wenn das System versagt?

Etwa 40 Prozent der betroffenen Kinder erkranken psychisch – durch Ausgrenzung, Stigmatisierung und das tägliche Scheitern ohne Unterstützung. Studien zeigen, dass etwa 60–70 Prozent der erwachsenen Legastheniker psychische Schäden davongetragen haben – Depressionen, Versagensängste, dauerhaft geringes Selbstwertgefühl. University of Würzburg Legasthenie Coaching

Ohne Fördermaßnahmen geraten betroffene Kinder oft in eine Abwärtsspirale aus niedrigem Bildungsniveau und schlechten Beschäftigungsaussichten – mit negativen Folgen bis ins Erwachsenenalter. Im Schnitt erzielen Menschen mit Legasthenie einen niedrigeren Schulabschluss. Im Berufsleben erreichen sie im Verhältnis zu ihren kognitiven Fähigkeiten ein deutlich geringeres Berufsausbildungsniveau. Gelbe Liste

Das sind keine abstrakten Zahlen. Das sind zerstörte Lebensläufe. Das sind Kinder, die als dumm abgestempelt wurden, weil ihr Gehirn anders arbeitet – nicht schlechter, nur anders.

 
Wie das System sich selbst schützt – und dabei Menschen zerstört:

Was viele nicht wissen: Das System ist nicht nur untätig. Es ist aktiv wehrend.

Wenn Eltern kämpfen, werden sie zermürbt. Verfahren dauern Jahre. Behörden fordern Gutachten – und zweifeln sie dann an. Schulen verlieren Unterlagen. Fristen verstreichen. Zuständigkeiten werden hin- und hergeschoben. Widersprüche werden abgelehnt, Klagen gar nicht erst zugelassen.

Therapeuten, die betroffene Kinder unterstützen und unbequeme Diagnosen stellen, berichten von dienstlichen Druck, von Einschüchterungen, von dem stillen Signal: Wer zu deutlich hilft, schadet sich selbst. Gutachter, die klar dokumentieren, werden in Folgeverfahren angezweifelt oder übergangen. Das Ziel ist nicht Wahrheitsfindung – das Ziel ist Erschöpfung.

Die Familie, die nicht mehr kann, gibt auf. Das System nennt das: Rechtsfrieden.

Und die Dunkelziffer der Resignierten? Sie ist riesig. Die meisten Familien kämpfen nicht. Nicht weil sie kein Recht haben – sondern weil sie wissen, was dieser Kampf kostet: Geld, Nerven, Zeit, Gesundheit, Ehe, Beruf. Viele Eltern berichten von eigenen Depressionen, Burn-out, Beziehungskrisen, die direkt aus dem jahrelangen Kampf gegen Schulen und Behörden entstanden sind. Der Schaden trifft nicht nur das Kind. Er trifft die ganze Familie – und pflanzt sich fort.

Eltern mit hohem Ausbildungsniveau haben eher Zugang zu Fördermaßnahmen und schaffen es meist besser, das Kind individuell zu unterstützen. Nicht jede Familie mit geringem Einkommen kann sich die Fördermaßnahmen leisten. Das System sortiert also: Wer reich genug ist, kämpft sich durch. Wer es nicht ist, verliert – und schweigt. Medizin Aspekte

Das ist keine Bildungspolitik. Das ist Klassenjustiz.

 
Was das System mit Menschen macht – und wohin das führt:

Menschen, die dieses System kennenlernen, verlieren etwas, das sich nicht so leicht benennen lässt: das Vertrauen in den Rechtsstaat.

Sie erleben, wie Gesetze existieren, aber nicht gelten. Wie Rechte auf dem Papier stehen, aber nicht durchsetzbar sind. Wie Behörden lügen, verzögern, vertuschen – und niemanden dafür zur Rechenschaft zieht. Sie erleben, dass Recht nicht bekommt, wer Recht hat, sondern wer es sich leisten kann.

Was macht das mit einem Menschen?

Es erzeugt Ohnmacht. Die lähmende Erkenntnis: Ich kann nichts tun. Das System ist stärker. Diese Ohnmacht ist kein privates Gefühl – sie ist eine politische Zeitbombe. Menschen, die den Staat als Feind erlebt haben, wählen Parteien, die ihn zerstören wollen. Die Demokratieforschung ist eindeutig: Systemvertrauen entsteht in der Schule – oder eben nicht. Wer als Kind erlebt, dass der Staat sein Leid ignoriert, wird als Erwachsener nicht an ihn glauben.

Es erzeugt Schweigen. Familien, die kämpften und verloren haben, reden nicht darüber. Scham. Erschöpfung. Die Angst, erneut angreifbar zu werden. Diese Stille schützt das System, nicht die Betroffenen.

Es erzeugt Wut. Berechtigte, tiefe, langanhaltende Wut auf Institutionen, die sich als Helfer inszenieren und als Verweigerer handeln. Diese Wut sucht sich Wege – nicht immer konstruktive.

Und es erzeugt Misstrauen gegenüber allen, die Macht haben. Ärzten. Lehrern. Richtern. Politikern. Denn all diese Menschen haben weggesehen – oder aktiv mitgemacht.

 
Was das für den Rechtsstaat und die Glaubwürdigkeit der Regierung bedeutet:

Eine Regierung, die Gesetze macht, die nicht eingehalten werden – und das weiß – hat ihre Legitimität verspielt.

Art. 3 Grundgesetz gilt seit 1949. Art. 24 der UN-Behindertenrechtskonvention gilt seit 2009. NRW hat beide ratifiziert, beide unterschrieben, beide ignoriert – im Fall von Legasthenie seit Jahrzehnten systematisch.

Das ist kein Versehen. Das ist politisches Versagen mit Ansage.

Wenn ein Ministerium weiß, dass täglich Kinder diskriminiert werden, und trotzdem keine verbindliche Regelung schafft – dann schützt es nicht Kinder. Es schützt Schulen vor Klagen. Es schützt Behörden vor Arbeit. Es schützt ein System vor Verantwortung.

Das ist der Verrat des Sozialstaats an denen, die ihn am meisten brauchen.

Die Folgen für die Demokratie sind nicht abstrakt – sie sind messbar: sinkendes Wahlvertrauen, wachsende Distanz zur Politik, steigende Radikalisierung unter Menschen, die sich vom System verraten fühlen. Wer Familien mit kranken Kindern jahrelang gegen Windmühlen kämpfen lässt, wer Helfer bestraft und Verweigerer schützt, wer Recht beugt durch Verzögerung und Zermürbung – der sägt an dem Ast, auf dem wir alle sitzen.

Ein Staat, der seine Schwächsten nicht schützt, verdient nicht das Vertrauen seiner Bürgerinnen und Bürger.

 
Was wir fordern – 3 konkrete Maßnahmen:

✅ Forderung 1: Verbindlicher Nachteilsausgleich per Gesetz Wer eine anerkannte LRS-Diagnose hat, muss in NRW automatisch Anspruch auf Nachteilsausgleich haben – ohne Bittstellung, ohne Ermessen der Schule, ohne jahrelangen Kampf. Das Schulgesetz NRW muss entsprechend geändert werden.

✅ Forderung 2: Konsequenzen bei Verweigerung Schulen, die rechtlich vorgeschriebene Nachteilsausgleiche verweigern, müssen zur Verantwortung gezogen werden können – durch eine Landesbeschwerdestelle und durch Schadensersatzansprüche gegen das Land NRW. Wer Kinder systematisch benachteiligt, darf nicht folgenlos davonkommen.

✅ Forderung 3: Verbandsklagerecht für LRS-Verbände (Kernforderung) Anerkannte LRS-Organisationen sollen das Recht bekommen, stellvertretend für alle Betroffenen zu klagen – wie Umweltverbände es im Naturschutzrecht können. Nicht jede Familie soll allein kämpfen müssen.

Das bedeutet konkret:

LRS-Verbände können vor Verwaltungsgericht klagen, ohne für jeden Betroffenen eine Einzelvollmacht zu benötigen
Musterprozesse, deren Wirkung allen ähnlich betroffenen Kindern zugute kommt
Kostenbefreiung für Verbandsklagen – damit auch einkommensschwache Familien Zugang zu Recht haben
Gesetzlicher Schutz für Therapeuten und Gutachter, die Kinder unterstützen – vor beruflichen Repressalien
 
Wer steht hinter dieser Petition?

Betroffene Familien, Vereinsvertreterinnen und -vertreter aus dem Kinder- und Jugendsport sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger aus NRW. Wir haben die Situation von innen erlebt. Wir wissen, wie ein wehrhaftes System Menschen zerreibt – Eltern, Kinder, Therapeuten und alle, die das Richtige tun wollen.

Wir schützen alle Beteiligten und nennen keine Namen. Die Belege liegen vor und werden dem Petitionsausschuss des Landtags NRW vertraulich übermittelt.

 
👇 Unterzeichne jetzt – für jedes Kind in NRW, dem das Recht auf Chancengleichheit verweigert wird.

Teile diese Petition – jede Stimme zählt. Denn Recht bekommt nur, wer gehört wird.

 
Adressaten: Petitionsausschuss des Landtags NRW · Ministerium für Schule und Bildung NRW · Alle Fraktionen des Landtags NRW · Schulaufsichtsbehörden in NRW

#LRSgerechtigkeit #Legasthenie #NRW #Nachteilsausgleich #Bildungsgerechtigkeit #Verbandsklage #Rechtsstaat #Systemversagen

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Stefan DrahPetitionsstarter*in

35

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Petra Varoquier-Pogrzelski und 18 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

In NRW sind bis zu 250.000 Schülerinnen und Schüler von Lese-Rechtschreib-Störung (LRS/Legasthenie) betroffen – doch ein veralteter Erlass von 1991 schützt sie kaum, Schulen ignorieren geltendes Recht, und Bezirksregierungen stützen das Versagen statt es zu korrigieren. Das Bundesverfassungsgericht hat 2023 Legasthenie als Behinderung anerkannt – NRW handelt nicht.

 

 NRW: Schluss mit der Bildungsungerechtigkeit bei Legasthenie! Verbindliche Nachteilsausgleiche und Verbandsklagerecht für LRS-Betroffene jetzt!

 

Wir fordern verbindlichen gesetzlichen Schutz vor der Regierung in NRW die scheinbar Systematisch lieber diskriminiert als zu Helfen und das zu tun was ihre Aufgabe wäre! Notenschutz für alle Betroffenen bis zum Schulabschluss und eine unabhängige Beschwerdestelle für betroffene Familien.   

Hier ist der vollständige, erweiterte Text – alles in einem Block zum Kopieren:

 
🗒️ NRW: Schluss mit der Bildungsungerechtigkeit bei Legasthenie! Verbindliche Nachteilsausgleiche und Verbandsklagerecht für LRS-Betroffene jetzt!

 
Stell dir vor: Dein Kind ist klug, kreativ und motiviert. Es gibt sich jeden Tag Mühe in der Schule. Aber es hat Legasthenie – eine neurologische Besonderheit, keine Faulheit, keine Dummheit. Fachleute haben das schwarz auf weiß bestätigt. Und trotzdem verweigert die Schule den Nachteilsausgleich.

Keine verlängerte Schreibzeit. Keine Vorlesesoftware. Keine Chance auf Chancengleichheit.

Was bleibt den Eltern? Ein langer, teurer, kräftezehrender Rechtsweg – allein gegen eine Bürokratie, die sich wehrt. Therapeuten, die helfen wollen, geraten unter Druck. Gutachter, die ehrliche Diagnosen stellen, werden eingeschüchtert. Das System schützt sich selbst – nicht die Kinder.

Das ist kein Einzelfall. Das ist Alltag in Nordrhein-Westfalen.

 
Die Dimension des Versagens – Zahlen, die aufwachrütteln müssen:

Schätzungen zufolge sind in Deutschland zwischen drei und zehn Millionen Menschen von Legasthenie betroffen – im Schnitt zwei Kinder pro Schulklasse. Die Angaben schwanken zwischen fünf und 17 Prozent aller Schüler. In Familien, wo Legasthenie bereits ein Thema ist, leidet die Hälfte der Kinder ebenfalls darunter. News4teachersMedizin Aspekte

Rechnet man pro betroffenem Kind zwei Elternteile hinzu, die mitleiden, mitkämpfen, mitscheitern – dann sprechen wir in Deutschland von bis zu 30 Millionen direkt oder indirekt betroffenen Menschen. Familien, die zermürbt werden. Eltern, die sich verschulden für Therapien, die die Schule verweigert. Geschwister, die zurückstecken müssen. Großeltern, die hilflos zusehen.

Vermutlich ist die Dunkelziffer deutlich höher, da sich nicht jeder Betroffene in Behandlung begibt oder das Problem vor Ärzten verschweigt – und es daher nie zu einer Diagnose kommt. Medizin Aspekte

Das bedeutet: Die offiziellen Zahlen sind die Spitze des Eisbergs. Darunter liegen Hunderttausende Kinder, die als "faul", "unmotiviert" oder "schwierig" abgestempelt werden – weil niemand genau hinschaut. Oder weil das System kein Interesse daran hat, genau hinzuschauen.

Und was passiert, wenn das System versagt?

Etwa 40 Prozent der betroffenen Kinder erkranken psychisch – durch Ausgrenzung, Stigmatisierung und das tägliche Scheitern ohne Unterstützung. Studien zeigen, dass etwa 60–70 Prozent der erwachsenen Legastheniker psychische Schäden davongetragen haben – Depressionen, Versagensängste, dauerhaft geringes Selbstwertgefühl. University of Würzburg Legasthenie Coaching

Ohne Fördermaßnahmen geraten betroffene Kinder oft in eine Abwärtsspirale aus niedrigem Bildungsniveau und schlechten Beschäftigungsaussichten – mit negativen Folgen bis ins Erwachsenenalter. Im Schnitt erzielen Menschen mit Legasthenie einen niedrigeren Schulabschluss. Im Berufsleben erreichen sie im Verhältnis zu ihren kognitiven Fähigkeiten ein deutlich geringeres Berufsausbildungsniveau. Gelbe Liste

Das sind keine abstrakten Zahlen. Das sind zerstörte Lebensläufe. Das sind Kinder, die als dumm abgestempelt wurden, weil ihr Gehirn anders arbeitet – nicht schlechter, nur anders.

 
Wie das System sich selbst schützt – und dabei Menschen zerstört:

Was viele nicht wissen: Das System ist nicht nur untätig. Es ist aktiv wehrend.

Wenn Eltern kämpfen, werden sie zermürbt. Verfahren dauern Jahre. Behörden fordern Gutachten – und zweifeln sie dann an. Schulen verlieren Unterlagen. Fristen verstreichen. Zuständigkeiten werden hin- und hergeschoben. Widersprüche werden abgelehnt, Klagen gar nicht erst zugelassen.

Therapeuten, die betroffene Kinder unterstützen und unbequeme Diagnosen stellen, berichten von dienstlichen Druck, von Einschüchterungen, von dem stillen Signal: Wer zu deutlich hilft, schadet sich selbst. Gutachter, die klar dokumentieren, werden in Folgeverfahren angezweifelt oder übergangen. Das Ziel ist nicht Wahrheitsfindung – das Ziel ist Erschöpfung.

Die Familie, die nicht mehr kann, gibt auf. Das System nennt das: Rechtsfrieden.

Und die Dunkelziffer der Resignierten? Sie ist riesig. Die meisten Familien kämpfen nicht. Nicht weil sie kein Recht haben – sondern weil sie wissen, was dieser Kampf kostet: Geld, Nerven, Zeit, Gesundheit, Ehe, Beruf. Viele Eltern berichten von eigenen Depressionen, Burn-out, Beziehungskrisen, die direkt aus dem jahrelangen Kampf gegen Schulen und Behörden entstanden sind. Der Schaden trifft nicht nur das Kind. Er trifft die ganze Familie – und pflanzt sich fort.

Eltern mit hohem Ausbildungsniveau haben eher Zugang zu Fördermaßnahmen und schaffen es meist besser, das Kind individuell zu unterstützen. Nicht jede Familie mit geringem Einkommen kann sich die Fördermaßnahmen leisten. Das System sortiert also: Wer reich genug ist, kämpft sich durch. Wer es nicht ist, verliert – und schweigt. Medizin Aspekte

Das ist keine Bildungspolitik. Das ist Klassenjustiz.

 
Was das System mit Menschen macht – und wohin das führt:

Menschen, die dieses System kennenlernen, verlieren etwas, das sich nicht so leicht benennen lässt: das Vertrauen in den Rechtsstaat.

Sie erleben, wie Gesetze existieren, aber nicht gelten. Wie Rechte auf dem Papier stehen, aber nicht durchsetzbar sind. Wie Behörden lügen, verzögern, vertuschen – und niemanden dafür zur Rechenschaft zieht. Sie erleben, dass Recht nicht bekommt, wer Recht hat, sondern wer es sich leisten kann.

Was macht das mit einem Menschen?

Es erzeugt Ohnmacht. Die lähmende Erkenntnis: Ich kann nichts tun. Das System ist stärker. Diese Ohnmacht ist kein privates Gefühl – sie ist eine politische Zeitbombe. Menschen, die den Staat als Feind erlebt haben, wählen Parteien, die ihn zerstören wollen. Die Demokratieforschung ist eindeutig: Systemvertrauen entsteht in der Schule – oder eben nicht. Wer als Kind erlebt, dass der Staat sein Leid ignoriert, wird als Erwachsener nicht an ihn glauben.

Es erzeugt Schweigen. Familien, die kämpften und verloren haben, reden nicht darüber. Scham. Erschöpfung. Die Angst, erneut angreifbar zu werden. Diese Stille schützt das System, nicht die Betroffenen.

Es erzeugt Wut. Berechtigte, tiefe, langanhaltende Wut auf Institutionen, die sich als Helfer inszenieren und als Verweigerer handeln. Diese Wut sucht sich Wege – nicht immer konstruktive.

Und es erzeugt Misstrauen gegenüber allen, die Macht haben. Ärzten. Lehrern. Richtern. Politikern. Denn all diese Menschen haben weggesehen – oder aktiv mitgemacht.

 
Was das für den Rechtsstaat und die Glaubwürdigkeit der Regierung bedeutet:

Eine Regierung, die Gesetze macht, die nicht eingehalten werden – und das weiß – hat ihre Legitimität verspielt.

Art. 3 Grundgesetz gilt seit 1949. Art. 24 der UN-Behindertenrechtskonvention gilt seit 2009. NRW hat beide ratifiziert, beide unterschrieben, beide ignoriert – im Fall von Legasthenie seit Jahrzehnten systematisch.

Das ist kein Versehen. Das ist politisches Versagen mit Ansage.

Wenn ein Ministerium weiß, dass täglich Kinder diskriminiert werden, und trotzdem keine verbindliche Regelung schafft – dann schützt es nicht Kinder. Es schützt Schulen vor Klagen. Es schützt Behörden vor Arbeit. Es schützt ein System vor Verantwortung.

Das ist der Verrat des Sozialstaats an denen, die ihn am meisten brauchen.

Die Folgen für die Demokratie sind nicht abstrakt – sie sind messbar: sinkendes Wahlvertrauen, wachsende Distanz zur Politik, steigende Radikalisierung unter Menschen, die sich vom System verraten fühlen. Wer Familien mit kranken Kindern jahrelang gegen Windmühlen kämpfen lässt, wer Helfer bestraft und Verweigerer schützt, wer Recht beugt durch Verzögerung und Zermürbung – der sägt an dem Ast, auf dem wir alle sitzen.

Ein Staat, der seine Schwächsten nicht schützt, verdient nicht das Vertrauen seiner Bürgerinnen und Bürger.

 
Was wir fordern – 3 konkrete Maßnahmen:

✅ Forderung 1: Verbindlicher Nachteilsausgleich per Gesetz Wer eine anerkannte LRS-Diagnose hat, muss in NRW automatisch Anspruch auf Nachteilsausgleich haben – ohne Bittstellung, ohne Ermessen der Schule, ohne jahrelangen Kampf. Das Schulgesetz NRW muss entsprechend geändert werden.

✅ Forderung 2: Konsequenzen bei Verweigerung Schulen, die rechtlich vorgeschriebene Nachteilsausgleiche verweigern, müssen zur Verantwortung gezogen werden können – durch eine Landesbeschwerdestelle und durch Schadensersatzansprüche gegen das Land NRW. Wer Kinder systematisch benachteiligt, darf nicht folgenlos davonkommen.

✅ Forderung 3: Verbandsklagerecht für LRS-Verbände (Kernforderung) Anerkannte LRS-Organisationen sollen das Recht bekommen, stellvertretend für alle Betroffenen zu klagen – wie Umweltverbände es im Naturschutzrecht können. Nicht jede Familie soll allein kämpfen müssen.

Das bedeutet konkret:

LRS-Verbände können vor Verwaltungsgericht klagen, ohne für jeden Betroffenen eine Einzelvollmacht zu benötigen
Musterprozesse, deren Wirkung allen ähnlich betroffenen Kindern zugute kommt
Kostenbefreiung für Verbandsklagen – damit auch einkommensschwache Familien Zugang zu Recht haben
Gesetzlicher Schutz für Therapeuten und Gutachter, die Kinder unterstützen – vor beruflichen Repressalien
 
Wer steht hinter dieser Petition?

Betroffene Familien, Vereinsvertreterinnen und -vertreter aus dem Kinder- und Jugendsport sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger aus NRW. Wir haben die Situation von innen erlebt. Wir wissen, wie ein wehrhaftes System Menschen zerreibt – Eltern, Kinder, Therapeuten und alle, die das Richtige tun wollen.

Wir schützen alle Beteiligten und nennen keine Namen. Die Belege liegen vor und werden dem Petitionsausschuss des Landtags NRW vertraulich übermittelt.

 
👇 Unterzeichne jetzt – für jedes Kind in NRW, dem das Recht auf Chancengleichheit verweigert wird.

Teile diese Petition – jede Stimme zählt. Denn Recht bekommt nur, wer gehört wird.

 
Adressaten: Petitionsausschuss des Landtags NRW · Ministerium für Schule und Bildung NRW · Alle Fraktionen des Landtags NRW · Schulaufsichtsbehörden in NRW

#LRSgerechtigkeit #Legasthenie #NRW #Nachteilsausgleich #Bildungsgerechtigkeit #Verbandsklage #Rechtsstaat #Systemversagen

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Stefan DrahPetitionsstarter*in

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