Stoppt den Werbeübergiff


Stoppt den Werbeübergiff
Das Problem
Manifest gegen Werbeübergriff
Für ein freies, selbstbestimmtes Leben ohne ständige Manipulation
„Wir wollten Informationen – wir bekamen Werbung.
Wir wollten Verbindung – wir bekamen Überwachung.
Wir wollten Freiheit – wir bekamen Plattformen, die uns verkaufen.“
I. EINLEITUNG – DIE WERBEWELT, DIE UNS UMGIBT
Wir leben in einer Welt, in der Werbung nicht mehr nur in Zeitschriften oder im Fernsehen erscheint.
Sie ist überall.
In unseren Apps, Spielen, Videos, Navigationssystemen
Auf unseren Haushaltsgeräten, Displays, Smart-TVs, Kühlschränken
In Schulen, auf Busstationen, in Wartezimmern
In Form von Pop-Ups, Bannern, Influencer-Empfehlungen, Sponsored Content
Was einst „reine Information“ war, ist heute ein dichtes Netz aus kommerzieller Beeinflussung, das sich tief in unseren Alltag eingeschlichen hat.
Diese Dauerpräsenz ist nicht harmlos – sie verändert unser Denken, unser Verhalten, unsere Gesellschaft.
II. WAS WIRKLICH HINTER DER WERBEFLUT STECKT
1. Werbung ist Zeitdiebstahl
Viele Dienste zwingen uns, Werbung zu sehen, obwohl wir für unsere Zeit nichts zurückbekommen.
Das Prinzip: Aufmerksamkeit verkaufen, nicht Inhalte liefern.
Streamingdienste, Spiele, Smart-TVs – sie alle „monetarisieren“ unsere Lebenszeit.
2. Werbung ist Überwachung
Die meisten Werbeanzeigen sind nicht allgemein, sondern auf uns zugeschnitten – basierend auf Daten, die ohne echte Zustimmung gesammelt wurden.
Ort, Klickverhalten, Gespräche, Vorlieben – alles wird getrackt, analysiert, verkauft.
Werbungsplattformen wissen mehr über uns als wir selbst – und nutzen dieses Wissen, um unser Verhalten zu steuern.
3. Werbung ist Manipulation
Werbung will nicht nur „informieren“, sondern verführen, emotionalisieren, verzerren.
Sie erzeugt künstliche Bedürfnisse, Unsicherheiten und Konsumdruck.
Besonders gefährlich ist das bei Kindern, Jugendlichen und verletzlichen Gruppen.
4. Werbung ist strukturell unvermeidlich
Viele Dienste bieten keine realen Alternativen: „Zahle mit Geld oder mit deinen Daten.“
Auf Smart-Geräten lässt sich Werbung oft nicht deaktivieren.
Selbst im öffentlichen Raum gibt es kaum noch werbefreie Zonen.
III. WARUM DIES EIN GESAMTGESELLSCHAFTLICHES PROBLEM IST
1. Werbung untergräbt unsere Autonomie
Wenn unsere Entscheidungen durch gezielte Reize beeinflusst werden, verlieren wir ein Stück unserer Selbstbestimmung.
2. Werbung belastet unsere mentale Gesundheit
Ständige Reize, Unterbrechungen, Konsumdruck und FOMO (Fear of Missing Out) führen zu Überlastung, Unruhe und Konzentrationsproblemen.
3. Werbung trifft die Schwächsten
Kinder und Jugendliche haben kaum eine Chance, sich gegen manipulative Werbung zu wehren. Sie werden systematisch als Konsumenten von morgen aufgebaut.
4. Werbung beeinflusst unsere politische Meinungsbildung
Die Logik der Plattformen macht auch vor Wahlkampf und Propaganda nicht halt. Werbung ist Teil der Meinungsmanipulation geworden.
5. Werbung fördert zerstörerischen Konsum
Ständige Kaufanreize führen zu mehr Müll, mehr Ressourcenverbrauch, mehr Umweltbelastung. Werbung steht im Widerspruch zu echter Nachhaltigkeit.
IV. WAS WIR FORDERN – EIN NEUES VERHÄLTNIS ZWISCHEN MENSCH UND INFORMATION
Wir fordern eine radikale Umgestaltung der Werberegeln – zum Schutz unserer Zeit, unserer Daten und unserer Freiheit.
A. Recht auf werbefreie Räume
Keine Werbung auf essenziellen Geräten: Kühlschränke, Waschmaschinen, Navigationssysteme
Keine Werbung in Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen
Öffentliche Räume müssen öffentlich bleiben – keine kommerzielle Dauerbestrahlung
B. Kontrolle über unsere Daten
Verbot personalisierter Werbung ohne freiwillige, verständliche Zustimmung
Keine „Zwangseinwilligung“ durch Cookie-Banner oder AGBs
Jeder Mensch muss entscheiden können, ob und wie seine Daten verwendet werden
C. Begrenzung und Transparenz
Klare Höchstgrenzen für Werbezeit und -dichte auf Plattformen
Offenlegungspflicht: Wer steckt hinter einer Anzeige? Warum wird sie mir gezeigt?
Sanktionen bei Täuschung, Übertreibung, versteckter Werbung
D. Werbebudget-Offenlegung und Plattformregulierung
Große Plattformen sollen ihre Werbeeinnahmen offenlegen
Regulierung auf EU-Ebene: gleiche Spielregeln für alle
Einführung einer unabhängigen Werbeaufsicht (vergleichbar mit Medien- oder Datenschutzbehörden)
E. Förderung werbefreier Alternativen
Unterstützung öffentlicher und gemeinnütziger Medien ohne Werbedruck
Subventionierung von Bildungsangeboten und Open-Source-Diensten, die ohne Werbung arbeiten
V. WOFÜR WIR EINSTEHEN
Wir sagen nicht, dass Werbung grundsätzlich schlecht ist.
Aber Werbung darf nicht über dem Menschen stehen.
Wir stehen für:
Bewusste Entscheidungen statt Verhaltenssteuerung
Privatsphäre statt Totalüberwachung
Zeitwohlstand statt Dauerunterbrechung
Nachhaltigen Konsum statt künstlichem Mangelgefühl
Mentale Gesundheit statt Reizüberflutung
VI. UNSER AUFRUF
Wir fordern die Politik auf:
Endlich wirksame Gesetze zu erlassen, die Konsumenten vor Werbeübergriffen schützen
Digitale Räume als öffentliche Räume zu behandeln – und sie genauso zu regulieren
Wir fordern Unternehmen auf:
Freiwillig Verantwortung zu übernehmen
Aufdringliche, manipulative Werbung zu beenden
Nutzern Kontrolle über ihre Daten und Inhalte zurückzugeben
Wir fordern die Gesellschaft auf:
Laut zu werden
Sich zu organisieren
Nicht mehr zu schweigen
VII. VOM WAHLMODELL ZUM ZWANGSMODELL
Warum „Zahle oder Werbung“ längst ein Mythos ist
Was einst als fairer Tausch galt – kostenlose Nutzung gegen Werbung – hat sich in ein unausweichliches Doppelzahlungssystem verwandelt:
„Zahle mit Geld ODER mit deinen Daten“ war der alte Deal.
Heute gilt: „Zahle MIT Geld, gib deine Daten – und sieh trotzdem Werbung.“
Immer mehr digitale Dienste führen sogenannte Hybridmodelle ein:
Streamingdienste wie Amazon Prime oder Netflix zeigen Werbung trotz Abo-Gebühren.
Musikplattformen wie Spotify platzieren Werbung sogar in Premium-Modellen.
Apps und Spiele enthalten Werbung, obwohl man sie gekauft hat.
Smartgeräte wie Fernseher und Haushaltsgeräte blenden Eigenwerbung ein – ohne Deaktivierungsmöglichkeit.
Der Konsument wird dabei dreifach belastet:
Mit Geld – für den Zugang
Mit Aufmerksamkeit – durch Werbung
Mit Daten – zur Verhaltensanalyse und Monetarisierung
Dieses System ist nicht fair. Es ist eine Täuschung.
Wir fordern:
Verbot hybrider Zwangsmodelle
→ Bezahlangebote müssen werbefrei sein – Punkt.
Recht auf echte Wahlfreiheit
→ Wer Werbung ablehnt, darf den Dienst nicht verlieren.
Klare gesetzliche Standards für Abo-Dienste
→ Wer Werbung zeigt, muss offenlegen, wie viel und warum.
Keine Datennutzung durch die Hintertür
→ Bezahlung darf nicht zur stillen Zustimmung für Tracking werden.
VIII. UNSER SCHLUSSWORT
Wir sind nicht Zielgruppen. Wir sind Menschen.
Wir sind nicht „User“ – wir sind Bürgerinnen und Bürger.
Unsere Daten, unsere Zeit, unsere Aufmerksamkeit – gehören uns.
WER WIR SIND
Dieses Manifest wird getragen von Menschen, die sich für digitale Selbstbestimmung, Datenschutz, Konsumentenschutz, Nachhaltigkeit und eine humane Informationsgesellschaft einsetzen.

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Das Problem
Manifest gegen Werbeübergriff
Für ein freies, selbstbestimmtes Leben ohne ständige Manipulation
„Wir wollten Informationen – wir bekamen Werbung.
Wir wollten Verbindung – wir bekamen Überwachung.
Wir wollten Freiheit – wir bekamen Plattformen, die uns verkaufen.“
I. EINLEITUNG – DIE WERBEWELT, DIE UNS UMGIBT
Wir leben in einer Welt, in der Werbung nicht mehr nur in Zeitschriften oder im Fernsehen erscheint.
Sie ist überall.
In unseren Apps, Spielen, Videos, Navigationssystemen
Auf unseren Haushaltsgeräten, Displays, Smart-TVs, Kühlschränken
In Schulen, auf Busstationen, in Wartezimmern
In Form von Pop-Ups, Bannern, Influencer-Empfehlungen, Sponsored Content
Was einst „reine Information“ war, ist heute ein dichtes Netz aus kommerzieller Beeinflussung, das sich tief in unseren Alltag eingeschlichen hat.
Diese Dauerpräsenz ist nicht harmlos – sie verändert unser Denken, unser Verhalten, unsere Gesellschaft.
II. WAS WIRKLICH HINTER DER WERBEFLUT STECKT
1. Werbung ist Zeitdiebstahl
Viele Dienste zwingen uns, Werbung zu sehen, obwohl wir für unsere Zeit nichts zurückbekommen.
Das Prinzip: Aufmerksamkeit verkaufen, nicht Inhalte liefern.
Streamingdienste, Spiele, Smart-TVs – sie alle „monetarisieren“ unsere Lebenszeit.
2. Werbung ist Überwachung
Die meisten Werbeanzeigen sind nicht allgemein, sondern auf uns zugeschnitten – basierend auf Daten, die ohne echte Zustimmung gesammelt wurden.
Ort, Klickverhalten, Gespräche, Vorlieben – alles wird getrackt, analysiert, verkauft.
Werbungsplattformen wissen mehr über uns als wir selbst – und nutzen dieses Wissen, um unser Verhalten zu steuern.
3. Werbung ist Manipulation
Werbung will nicht nur „informieren“, sondern verführen, emotionalisieren, verzerren.
Sie erzeugt künstliche Bedürfnisse, Unsicherheiten und Konsumdruck.
Besonders gefährlich ist das bei Kindern, Jugendlichen und verletzlichen Gruppen.
4. Werbung ist strukturell unvermeidlich
Viele Dienste bieten keine realen Alternativen: „Zahle mit Geld oder mit deinen Daten.“
Auf Smart-Geräten lässt sich Werbung oft nicht deaktivieren.
Selbst im öffentlichen Raum gibt es kaum noch werbefreie Zonen.
III. WARUM DIES EIN GESAMTGESELLSCHAFTLICHES PROBLEM IST
1. Werbung untergräbt unsere Autonomie
Wenn unsere Entscheidungen durch gezielte Reize beeinflusst werden, verlieren wir ein Stück unserer Selbstbestimmung.
2. Werbung belastet unsere mentale Gesundheit
Ständige Reize, Unterbrechungen, Konsumdruck und FOMO (Fear of Missing Out) führen zu Überlastung, Unruhe und Konzentrationsproblemen.
3. Werbung trifft die Schwächsten
Kinder und Jugendliche haben kaum eine Chance, sich gegen manipulative Werbung zu wehren. Sie werden systematisch als Konsumenten von morgen aufgebaut.
4. Werbung beeinflusst unsere politische Meinungsbildung
Die Logik der Plattformen macht auch vor Wahlkampf und Propaganda nicht halt. Werbung ist Teil der Meinungsmanipulation geworden.
5. Werbung fördert zerstörerischen Konsum
Ständige Kaufanreize führen zu mehr Müll, mehr Ressourcenverbrauch, mehr Umweltbelastung. Werbung steht im Widerspruch zu echter Nachhaltigkeit.
IV. WAS WIR FORDERN – EIN NEUES VERHÄLTNIS ZWISCHEN MENSCH UND INFORMATION
Wir fordern eine radikale Umgestaltung der Werberegeln – zum Schutz unserer Zeit, unserer Daten und unserer Freiheit.
A. Recht auf werbefreie Räume
Keine Werbung auf essenziellen Geräten: Kühlschränke, Waschmaschinen, Navigationssysteme
Keine Werbung in Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen
Öffentliche Räume müssen öffentlich bleiben – keine kommerzielle Dauerbestrahlung
B. Kontrolle über unsere Daten
Verbot personalisierter Werbung ohne freiwillige, verständliche Zustimmung
Keine „Zwangseinwilligung“ durch Cookie-Banner oder AGBs
Jeder Mensch muss entscheiden können, ob und wie seine Daten verwendet werden
C. Begrenzung und Transparenz
Klare Höchstgrenzen für Werbezeit und -dichte auf Plattformen
Offenlegungspflicht: Wer steckt hinter einer Anzeige? Warum wird sie mir gezeigt?
Sanktionen bei Täuschung, Übertreibung, versteckter Werbung
D. Werbebudget-Offenlegung und Plattformregulierung
Große Plattformen sollen ihre Werbeeinnahmen offenlegen
Regulierung auf EU-Ebene: gleiche Spielregeln für alle
Einführung einer unabhängigen Werbeaufsicht (vergleichbar mit Medien- oder Datenschutzbehörden)
E. Förderung werbefreier Alternativen
Unterstützung öffentlicher und gemeinnütziger Medien ohne Werbedruck
Subventionierung von Bildungsangeboten und Open-Source-Diensten, die ohne Werbung arbeiten
V. WOFÜR WIR EINSTEHEN
Wir sagen nicht, dass Werbung grundsätzlich schlecht ist.
Aber Werbung darf nicht über dem Menschen stehen.
Wir stehen für:
Bewusste Entscheidungen statt Verhaltenssteuerung
Privatsphäre statt Totalüberwachung
Zeitwohlstand statt Dauerunterbrechung
Nachhaltigen Konsum statt künstlichem Mangelgefühl
Mentale Gesundheit statt Reizüberflutung
VI. UNSER AUFRUF
Wir fordern die Politik auf:
Endlich wirksame Gesetze zu erlassen, die Konsumenten vor Werbeübergriffen schützen
Digitale Räume als öffentliche Räume zu behandeln – und sie genauso zu regulieren
Wir fordern Unternehmen auf:
Freiwillig Verantwortung zu übernehmen
Aufdringliche, manipulative Werbung zu beenden
Nutzern Kontrolle über ihre Daten und Inhalte zurückzugeben
Wir fordern die Gesellschaft auf:
Laut zu werden
Sich zu organisieren
Nicht mehr zu schweigen
VII. VOM WAHLMODELL ZUM ZWANGSMODELL
Warum „Zahle oder Werbung“ längst ein Mythos ist
Was einst als fairer Tausch galt – kostenlose Nutzung gegen Werbung – hat sich in ein unausweichliches Doppelzahlungssystem verwandelt:
„Zahle mit Geld ODER mit deinen Daten“ war der alte Deal.
Heute gilt: „Zahle MIT Geld, gib deine Daten – und sieh trotzdem Werbung.“
Immer mehr digitale Dienste führen sogenannte Hybridmodelle ein:
Streamingdienste wie Amazon Prime oder Netflix zeigen Werbung trotz Abo-Gebühren.
Musikplattformen wie Spotify platzieren Werbung sogar in Premium-Modellen.
Apps und Spiele enthalten Werbung, obwohl man sie gekauft hat.
Smartgeräte wie Fernseher und Haushaltsgeräte blenden Eigenwerbung ein – ohne Deaktivierungsmöglichkeit.
Der Konsument wird dabei dreifach belastet:
Mit Geld – für den Zugang
Mit Aufmerksamkeit – durch Werbung
Mit Daten – zur Verhaltensanalyse und Monetarisierung
Dieses System ist nicht fair. Es ist eine Täuschung.
Wir fordern:
Verbot hybrider Zwangsmodelle
→ Bezahlangebote müssen werbefrei sein – Punkt.
Recht auf echte Wahlfreiheit
→ Wer Werbung ablehnt, darf den Dienst nicht verlieren.
Klare gesetzliche Standards für Abo-Dienste
→ Wer Werbung zeigt, muss offenlegen, wie viel und warum.
Keine Datennutzung durch die Hintertür
→ Bezahlung darf nicht zur stillen Zustimmung für Tracking werden.
VIII. UNSER SCHLUSSWORT
Wir sind nicht Zielgruppen. Wir sind Menschen.
Wir sind nicht „User“ – wir sind Bürgerinnen und Bürger.
Unsere Daten, unsere Zeit, unsere Aufmerksamkeit – gehören uns.
WER WIR SIND
Dieses Manifest wird getragen von Menschen, die sich für digitale Selbstbestimmung, Datenschutz, Konsumentenschutz, Nachhaltigkeit und eine humane Informationsgesellschaft einsetzen.

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Petition am 7. Oktober 2025 erstellt