Petition updateStoppt den Verkauf, die Vermietung der Lutherkirche an der Lipperheidstraße!

Einladung zur 3. Mahnwache für den Erhalt der Lutherkirche in Gemeindehand

Herbert SchwankeGermany
Jun 24, 2026

Für den Verbleib der Luther-Kirche in Gemeindehand, als zentraler Ort im Stadtteil!

Dritte Mahnwache am 3., Juli 2026 von 17.00 bis 18.30 Uhr  an der Lutherkirche Lipperheid-Straße 55

 

-Mit Informationen zum Stand der Dinge

-Fragen und Ideen

-Überlegungen zu einer offenen Bürgerversammlung

-Kleiner Life-Musik

-Kalte und warme Getränke

-Kinderaktion mit Straßenmalkreide und Seifenblasen

-

Was braucht die Kirche für Relevanz und ihr Überleben?

Was brauchen die Menschen in diesen hoffnungsarmen und angstauslösenden Zeiten?

Die Kirche braucht nicht die Xte Kletterhalle oder sakral angehauchte Event-Lokation!

Zumal das Wettrennen um die Vermarktung der stetig steigenden Zahl an aufgegebenen Kirchen bereits im vollen Gange ist.

Das Geschrei in den sozialen Medien, aber zunehmend auch in der echten Wirklichkeit, die permanente Ablenkung und das abdriften in KI-gesteuerte Welten entfernt die Menschen voneinander und der Welt. Recht hat der, der seine Meinung am lautesten und aggressivsten herausposaunt.

Wir sind sicher, die Menschen brauchen Orte die sie zueinander führen, die respektvollen Umgang befördern.

Kriege, Klimawandel, Gewalt und Katastrophen sind erlebte Realität und Ablenkung oder wegschauen verändert da sicher nichts ins Positive.

Eine Kirche die wegschaut, oder nur noch in sich hinein, die ihren Abbau förmlich zelebriert und nur noch im Verschwinden medial wahrgenommen wird, macht sich selbst überflüssig.

Es ist absoluter Unsinn, wenn von Leitenden in der Kirche behauptet wird, es sollte doch in Menschen Investiert werden und nicht in Steinen!

Die Menschen brauchen ein Zuhause, das ist ein Ort, ein Gebäude, eine Kirche, in dem sie sich wohlfühlen, Gemeinschaft erleben aber auch an Erkenntnis gewinnen und dann gestärkt die Welt mitgestalten wollen.

In der Sophien-Kirchengemeinde gibt es diesen Ort, der heute schon ganz unterschiedliche Formen des Miteinanders ermöglicht, von Party bis Informationsveranstaltungen und Gottesdienste, aber auch Ruhe und Entspannung, gerade auch im Außenbereich. Und das ist nicht die Christuskirche! Das ist die Lutherkirche!

In der Emmaus-Kirchengemeinde soll jetzt eine Kirche multifunktional umgebaut, und damit erhalten werden. Und in der Sophien-Kirchengemeinde wird „DIE“ Multifunktionale Lutherkirche verkauft??

Wir möchten, bildlich gesprochen, nicht die immer noch vorhandenen starken Wurzeln der Lutherkirche kappen, sondern neue Wurzeln bilden. Über den Kirchzaun hinaus ins Viertel und die Stadtgesellschaft. Für möglichst viele die Tore und die Kirchtüren öffnen, gerade auch für die, die mit Kirche schon länger nichts mehr anfangen können.

Es ist doch eigentlich ganz einfach, auch wenn nicht alle Kirchen zu halten sind,so muss doch wohl die Kirche mit dem größten Raum für Möglichkeiten bleiben!

Diese Möglichkeiten sollten von Hoffnung geleitete Presbyterinnen nicht nur sehen, sondern auch nutzen wollen. Zuerst, mit Blick auf die Menschen, Ideen entwickeln wie zukünftig Kirche gestaltet werden sollte die noch eine Bedeutung für die Menschen hat und erst dann zu schauen mit welchem Gebäude eine Umsetzung gut möglich wäre. So ist aber nicht vorgegangen worden. In der Sophienkirchengemeinde stand offensichtlich nicht die Vorstellung einer zukünftigen Arbeit im Mittelpunkt sondern das Ziel die Christuskirche zu halten.

Die Kirche verdorrt, weil sie nur noch im eigenen engen Bereich wurzelt.Sie traut sich selbst und schon gar nicht den Menschen außerhalb der eigenen Blase noch etwas zu.

Statt immer nur die abtrünnigen Schäfchen anzuklagen, wie gerade wieder in der WAZ durch Bischoff Overbeck geschehen, und diese für die Schließung von Kirchen verantwortlich zu machen, muss dringend die eigene Verantwortung für die größer werdende Kluft zwischen Kirche und den Bürger*innen gesehen werden.

Vieleicht haben sich ja gar nicht so sehr die Menschen von der Kirche entfernt, sondern die Kirche von den Menschen.

So wichtig wie mündige Bürger für das Überleben der Demokratie sind, so wichtig sind auch kritische engagierte Christen für das Überleben von Kirche.

 

 

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