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Stoppt den Lukov Neo-Nazi Aufmarsch in Sofia, Bulgarien!

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Die globale jüdische Gemeinschaft ruft gemeinsam mit der Shalom Organisation bulgarischer Juden nationale und regionale Instanzen dazu auf, den geplanten “Lukov-Marsch” in der bulgarischen Hauptstadt Sofia im Februar 2018 zu verbieten.

Der “Lukov Marsch” wird von extrem-rechten Gruppen zu Ehren von Hristo Lukov organisiert. Lukov war während des zweiten Weltkriegs der Leiter der Union bulgarischer National-Legionen. Das waren Nazibefürworter, die unter anderem das Nationale Verteidigungsgesetz unterstützte, das 1941 in Bulgarien in Kraft getreten ist.

Es handelt sich dabei um ein an den Nürnberger Gesetzen orientiertes Gesetz, dass Juden in Bulgarien Grundrechte entzog. Dieses Gesetz ist nicht verfassungskonform und läuft entgegen der langen Tradition ethnischer Toleranz. Es war Teil staatlicher Politik, durch die Juden nicht nur erniedrigt wurden, sondern es ihnen auf finanzieller und ökonomischer Ebene unmöglich gemacht wurde für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Eine Strafsteuer gegen Juden wurde erlassen und männliche Juden wurden zu Zwangsarbeit in Lagern gezwungen. All diese unmenschlichen und grausamen Maßnahmen wurden von Lukov, der zu dieser Zeit großen Einfluss auf die Regierung hatte, enthusiastisch unterstützt.

Der Antisemitismus für den Lukov und die Menschen, die so etwas unterstützen stehen, sind die Antithese zu dem großartigen Moment in der bulgarischen Geschichte, als die Bulgarische Orthodoxe Kirche gemeinsam mit politischen Kräften und die Mehrheit der Gesellschaft eine Gegenbewegung startete, die erfolgreich die Deportation bulgarischer Juden verhinderte. Dennoch wurden zur selben Zeit unter dem Regime, dass Lukov unterstützte 11.343 Juden aus Gebieten im nördlichen Griechenland und ehm. Jugoslavien in das Konzentrationslager Treblinka deportiert.

Im ersten Halbjahr 2018 wird Bulgarien die Ratspräsidentschaft im Rat der Europäischen Union übernehmen. In dieser Position hat Bulgarien eine Vorbildrolle und muss die geteilten europäischen Werte vertreten, die eben auch Toleranz und das Ablehnen von Extremismus und Antisemitismus umfassen.

Es wäre die falsche Botschaft, wenn das Land an der Spitze der EU einen Aufmarsch von fackelschwingenden, schwarz angezogenen Unterstützern eines Mannes und einer Ideologie zulässt, die die dunkelste Stunde des 20. Jahrhunderts verkörpert.

Heute im 21. Jahrhunderts finden Antisemitismus und Intoleranz wieder mehr Gehör in Europa. Dieser Kontinent und die Länder und Hauptstädte können und dürfen dafür keine Bühne sein.

Das Vorgehen der Behörden gegen den “Lukov Marsch” muss weiter gehen, als der Rückzug der Erlaubnis für das Ereignis, während tatsächlich zuzulassen, dass es stattfindet. Es darf auf den Straßen europäischer Hauptstädte keinen Raum für eine Aufmarsch geben, der einen Mann und eine Geschichte ehrt, die zu den finstersten Europas zählt.

Im Kontext der bulgarischen und der europäischen Geschichte, wäre die Gestattung des “Lukov Marsch” eine Abscheulichkeit.



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