Petition update

106 GEWALTSAM GETÖTETE FRAUEN IN 2019. @Giffey @Lambrecht @Seehofer @Spahn: ÖSTERREICH KÜMMERT SICH!

Professor Dr. Kristina Wolff
Germany

Aug 19, 2019 — 

FREITAG: MANNHEIM & BOTTROP - SAMSTAG: ISERLOHN & WITTLICH - SONNTAG: AHAUS.

3 TAGE, 5 FEMIZIDE. MITTEN IN DEUTSCHLAND. UND KEINE BESSERUNG IN SICHT.

15. August 2019 in Hoyerswerda: Im Zuge eines Streits wird eine 30-jährige Frau von ihrem Mann beschimpft, bedroht und schließlich mit einem Staubsaugerrohr attackiert und verletzt. Sie gibt an, Angst um ihr eigenes und um das Leben ihrer Kinder zu haben. (Sachsen)

16. August 219 in Bexbach: Vor einem Spielcasino schlägt ein Mann seine Ehefrau im geparkten Fahrzeug und bedroht sie mit einem Teppichmesser. Die Frau kann sich aus dem Auto befreien und in’s nahe Casino fliehen. (Saarland)

16. August 2019 in Bottrop: Eine Frau findet ihre 70-jährige Mutter und deren Mann tot in deren Wohnung auf. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen, denn durch die Auffindesituation gibt es Hinweise auf ein Kapitalverbrechen, so die Polizei. (Nordrhein-Westfalen)

17. August 2019 in Waiblingen: Eine 25-jährige Frau wird am Bahnhof von ihrem Ex-Freund geschlagen, getreten und verletzt: „Im weiteren Verlauf nahm der Täter unter weiterer Gewaltanwendung das Handy der Geschädigten an sich und flüchtete“, so die Polizei. Nach Abschluss der Vernehmung und einer richterlichen Haftprüfung ist der polizeibekannte Aggressor zwischenzeitlich wieder auf freiem Fuß. (Baden-Württemberg)

18. August 2019 in Rheda-Wiedenbrück: Am Rande des Schützenfestes wird eine 20-jährige Frau im Verlauf eines Streits von einem unbekannten Mann geschlagen. Sie gestürzt und verletzte sich. Nach dem Täter wird gesucht. (Nordrhein-Westfalen)

18. August 2019 in Hamm: Gleich drei 19-jährige Frauen werden von einem unbekannten Mann belästigt und geschlagen. Polizeiangaben zufolge verfolgt der Aggressor die drei Frauen und beleidigte sie. Auf ihre Bitte, er möge sie in Ruhe lassen, wirft der Täter sein Fahrrad zur Seite und schlägt zunächst einer der drei Frauen in‘s Gesicht. Die beiden anderen Frauen eilen zu Hilfe und werden ebenfalls in‘s Gesicht geschlagen. (Nordrhein-Westfalen)

18. August 2019 in Frankfurt: Eine 32-jährige Frau stürzt aus dem 3. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses und verletzt sich dabei so schwer, dass sie in einer Klinik versorgt werden muss. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Unter dringendem Tatverdacht? Der Ex-Lebenspartner. (Hessen)

18. August 2019 in Ahaus: In einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses wird eine 61-jährige Frau tot aufgefunden. Der ebenfalls tote Lebensgefährte steht unter dringendem Verdacht, sie mit Messerstichen getötet und sich im Anschluss suizidiert zu haben, so die zuständige Staatsanwaltschaft. (Nordrhein-Westfalen)

18. August 2019 in Wittlich: Eine 23-jährige verstirbt nach zweitägigem Überlebenskampf an schwersten Verletzungen. Der Staatsanwaltschaft Trier zufolge hat der Täter zunächst die Wohnung der Frau verlassen, kommt jedoch in der Nacht zum Samstag wieder zurück. Die Frau hat vorsorglich die Türe verriegelt und fordert ihn auf zu gehen. Der Aggressor allerdings tritt die Türe ein. Im Zuge des darauffolgenden Streits wird sie von ihrem Freund über die Terrassen-Brüstung gestoßen. Sie stürzt ca. neun Meter in die Tiefe und erleidet ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, das sie nicht überlebt, am Sonntag verstirbt sie. (Rheinland-Pfalz)

19. August 2019 in Düsseldorf: Nachdem er seine Frau attackiert und verletzt, suizidiert ein Mann sich selbst. (Nordrhein-Westfalen)

19. August 2019 in Düsseldorf: Spezialeinsatzkräfte der Polizei müssen eine 26-jährige Frau aus einer Wohnung befreien, nachdem ein Mann sie im Verlauf eines Streits mit einem Küchenmesser bedroht und sie am Verlassen der Wohnung hindert. (Nordrhein-Westfalen)

IMMER NOCH:

Seit Montag, 14. Januar 2019 werden die 20-jährige Bisrat T. H. und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson K. H. in Wabern vermisst.

Seit Montag, 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca Reusch in Berlin vermisst.

Seit Sonntag, 23. Juni 2019 wird die 35-jährige Anna Smaczny aus Gelsenkirchen vermisst.

Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die 38-jährige Shahnaz Parven in Stuttgart vermisst.

Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die erst acht Jahre alte Aleksandra T. aus Sigmaringen vermisst. 

Seit Samstag, 13. Juli 2019 werden die 16-jährige Tatjana und ihre 41-jährige Mutter Maria in München vermisst.

Seit Sonntag, 14. Juli 2019 wird die 24-jährige Nadine G. mit ihrem fünf Wochen alten Säugling in Nürnberg vermisst.

Seit Montag, 15. Juli 2019 wird die 15-jährige Ha Anh N. in Heidelberg vermisst.

Seit Donnerstag, 18. Juli 2019 wird die 75-jährige Jutta Sajelian aus Eltville vermisst.    

Seit Dienstag, 06. August 2019 wird die 14-jährige Leonie Pulverich aus Dieburg vermisst.                  

@BMFSFJ #giffey @BMJV #lambrecht @BMI #seehofer @BMG #spahn:

106 grausam getötete Mädchen und Frauen in 2019 - Mindestens! (*)

Ein nationaler Aktionsplan mit effizienten Maßnahmen (präventiv, aktiv, caritativ, judikativ, korrektiv und kollektiv) zum Schutz betroffener Mädchen und Frauen, sowie die Freigabe der dafür erforderlichen und überlebensnotwendigen Budgets sind überfällig, um dem Titel Rechts- und Sozialstaat wieder mit (Menschen-)Würde zu entsprechen.

Österreich macht's vor: https://www.derstandard.at/story/2000107396685/frauenministerin-stilling-draengt-auf-mehr-geld-fuer-gewaltschutz

(*) Stand 18.08.2019

 

Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:

Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.

Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.

#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.

Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.

Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.

Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.


Keep fighting for people power!

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