
MITTEN IN DEUTSCHLAND - UND KEINE BESSERUNG IN SICHT.
13. August 2019 in Garmisch-Partenkirchen: Eine 24-jährige Frau will am späten Abend nach einem Bierzeltbesuch alleine in einem Großraumtaxi nach Hause fahren. Der Fahrer fährt los, hält an und vergewaltigt sie im Wagen. Die Verletzte schafft es, zu flüchten und Hilfe zu bekommen. (Bayern)
14. August 2019 in Gröpelingen: Im Verlauf eines Streits wird eine 28-jährige Frau von ihrem Lebensgefährten attackiert und verletzt. Der Aggressor greift sie mit einer Eisenstange an, schlägt ihren Kopf mehrfach gegen eine Tür und würgt sie zudem. Die Verletzte muss in ein Krankenhaus versorgt werden. (Bremen)
14. August 2019 in Münster: Bei einem Hotelbrand wird eine 42-jährige Frau am Wochenende lebensgefährlich verletzt. Zwischenzeitlich ist der Leiter des Hotels unter dringendem Tatverdacht, seine Ex-Frau mit der Brandstiftung töten zu wollen, verhaftet worden. Die Frau befindet sich nach wie vor in einer Spezialklinik für Brandopfer und ist nicht vernehmungsfähig. (Nordrhein-Westfalen)
14. August 2019 in Dalberg: Im Verlauf eines Prozesses widerlegt ein Gutachter über die Tatortbegehung die Behauptung des angeklagten Jägers, er habe die 68-jährige Lisette W. am 18.11.2018 versehentlich erschossen. Der angebliche Unfall wird vielmehr wie folgt beleuchtet: „(…) Wir gehen davon aus, dass mindestens zwei Schüsse in die Richtung abgegeben wurden“. (Rheinland-Pfalz)
15. August 2019 in Schongau: Zeitverzögert wird publik, dass ein Vater bereits am 10.08.2019 seine 17-jährige Tochter, mit einem Küchenmesser bedrohend, verfolgt. Die junge Frau kann sich in ihr Zimmer flüchten und die Polizei zu Hilfe rufen. Den Einsatzkräften gegenüber äußert der Aggressor, es handele sich um "eine Art Erziehungsmethode". (Bayern)
15. August 2019 in Möhnesee: Im Verlauf eines Streits wird eine Frau von einem Verwandten mit einem Messer bedroht, nachdem sie ihn der Wohnung verwiesen hatte. Trotz der Bedrohung schafft sie es, aus dem Mehrfamilienhaus zu flüchten und die Polizei zu alarmieren. (Nordrhein-Westfalen)
15. August 2019 in Bergkamen: Am 11.08.2019 wird eine 21-jährige Frau angegriffen und vergewaltigt. Bereits am 09.08.2019 wird ein 16-jähriges Mädchen vergewaltigt. Beide Taten werden einem aktenkundigen Wiederholungtäter zugeordnet, eine Großfahndung wird eingeleitet. (Nordrhein-Westfalen)
15. August 2019 in Wiesbaden: Im Verlauf eines Streits wird eine Frau von ihrem Ehemann durch Messerstiche verletzt. Sie muss stationär im Krankenhaus versorgt werden. (Hessen)
15. August 2019 in Essen: Eine 56-jährige Frau wird von einem Bekannten „durch mehrere Stichverletzungen schwer verletzt“ so die Pressemeldung. (Nordrhein-Westfalen)
16. August 2019 in Mannheim: Eine junge Frau wird erstochen in einer Wohnung aufgefunden. Unter dringendem Tatverdacht? Der Exfreund. Dieser hatte erfolglos versucht, sich zu suizidieren. (Baden-Württemberg)
17. August 2019 in Iserlohn: Vor den Augen mehrerer Zeug*innen ersticht ein Mann seine 32-jährige, von ihn getrennt lebende Ehefrau, sowie ihren Lebensgefährten. Währenddessen liegt die zwei Monate alte, gemeinsame Tochter im nahe geparkten Auto. (Nordrhein-Westfalen)
IMMER NOCH:
Seit Montag, 14. Januar 2019 werden die 20-jährige Bisrat T. H. und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson K. H. in Wabern vermisst.
Seit Montag, 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca Reusch in Berlin vermisst.
Seit Sonntag, 23. Juni 2019 wird die 35-jährige Anna Smaczny aus Gelsenkirchen vermisst.
Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die 38-jährige Shahnaz Parven in Stuttgart vermisst.
Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die erst acht Jahre alte Aleksandra T. aus Sigmaringen vermisst.
Seit Samstag, 13. Juli 2019 werden die 16-jährige Tatjana und ihre 41-jährige Mutter Maria in München vermisst.
Seit Sonntag, 14. Juli 2019 wird die 24-jährige Nadine G. mit ihrem fünf Wochen alten Säugling in Nürnberg vermisst.
Seit Montag, 15. Juli 2019 wird die 15-jährige Ha Anh N. in Heidelberg vermisst.
Seit Donnerstag, 18. Juli 2019 wird die 75-jährige Jutta Sajelian aus Eltville vermisst.
Seit Dienstag, 06. August 2019 wird die 14-jährige Leonie Pulverich aus Dieburg vermisst.
@BMFSFJ #giffey @BMJV #lambrecht @BMI #seehofer @BMG #spahn:
102 grausam getötete Mädchen und Frauen in 2019 (Mindestens!)
Ein nationaler Aktionsplan mit effizienten Maßnahmen (präventiv, aktiv, caritativ, judikativ, korrektiv und kollektiv) zum Schutz betroffener Mädchen und Frauen, sowie die Freigabe der dafür erforderlichen und überlebensnotwendigen Budgets sind überfällig, um dem Titel Rechts- und Sozialstaat wieder mit (Menschen-)Würde zu entsprechen.
(*) Stand 16.08.2019
Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:
Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.
Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.
#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.
Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.
Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.
Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.