
Liebe Unterstützer:innen! Seit Jahren wird um ein Verbot des umwelt- und gesundheitsschädigenden Pflanzengifts Glyphosat gerungen. Nach monatelangem Streit zwischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium wurden im Insektenschutzgesetz weitere Regelungen mit dem Umgang dieses umstrittenen Totalherbizids festgesetzt. Aber das im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziel der aktuellen Regierung, „die Anwendung so schnell wie möglich grundsätzlich zu beenden“ wurde weit verfehlt! Helft uns jetzt mit eurer Bienen-Patenschaft für ein sofortiges Verbot zu kämpfen!
Allein das für Juli/August 2021 angekündigte Glyphosat-Verbot für den Haus- und Gartengebrauch bietet viele Schlupflöcher. Vom Verbot ausgenommen sind glyphosathaltige Mittel, die zum Inkrafttreten der Verordnung für diese Anwendungsbereiche bereits zugelassen waren – aktuell über 40 verschiedene glyphosathaltige Mittel! Und auch für die Landwirtschaft sieht das Insektenschutzgesetz zahlreiche Ausnahmeregelungen vor. De Facto ist mit einem flächendeckenden Glyphosat-Verbot nicht vor 2024 zu rechnen, sofern die EU das Ackergift in 2022 nicht um weitere 15 Jahre verlängert. So weit darf es nicht kommen! Wir fordern den sofortigen, flächendeckenden Glyphosat-Ausstieg – aus folgenden Gründen:
- Förderung der Artenvielfalt und damit von Nahrungs- und Lebensräumen von Insekten und Vögeln
- Schutz des Bodens
- Schutz des Grund- und Trinkwassers
- Verhinderung unkontrollierbarer Verbreitung von Glyphosat über den Luftweg
- Schutz unserer Lebensmittel
- Schutz der menschlichen Gesundheit: Kritische Studien belegen gravierende gesundheitliche Risiken von Glyphosat schon bei geringen Konzentrationen. Die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation stuft das Mittel als „wahrscheinlich krebserregend bei Menschen“ ein.
Wenn wir mit unserer Europäischen Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“ Erfolg haben, könnten wir auf EU-Ebene starken Druck ausüben, um ein Glyphosat-Verbot endlich durchzusetzen und 15 weitere Jahre Glyphosat verhindern. Der Einsatz von synthetischen Pestiziden könnte grundsätzlich um 80% bis 2030 reduziert werden. Und Bäuerinnen und Bauern könnten beim Umstieg auf eine naturverträgliche Landwirtschaft endlich angemessene fachliche und finanzielle Unterstützung bekommen. Doch dafür fehlen unserer Initiative noch 360.000 Stimmen! Wenn wir es nicht schaffen, die 1 Millionen Unterschriften bis Ende September zu erreichen, wäre das ein herber Rückschlag für den Bienenschutz. Wenn wir erfolgreich sind, stehen die Chancen gut, dass die EU-Kommission die Forderungen unserer Bürgerinitiative gesetzlich verankert. Deshalb macht jetzt mit! Es sind nur noch 65 Tage bis zur Deadline!
Ganz herzlichen Dank euch allen!
Eure Deutsche Umwelthilfe