Stippbachtal Sinn: Geschützte Tiere werden überfahren

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Das Problem

Wir fordern ein dauerhaftes Schutzkonzept für das Stippbachtal – und wir ruhen nicht, bis es eine Lösung gibt.

Das Stippbachtal zwischen Sinn und Kölschhausen ist kein gewöhnlicher Feldweg. Es ist Heimat von Tieren, die europaweit streng geschützt sind – und die gerade sterben.

Jedes Jahr wandern im Frühling Hunderte Kröten, Feuersalamander und andere Amphibien durch das Stippbachtal. Für sie ist dieser Weg überlebenswichtig. Für die Zauneidechse, die hier lebt, gilt das ganzjährig: Sie steht auf der Roten Liste und ist durch die EU-FFH-Richtlinie (Anhang IV) europarechtlich streng geschützt. Auch die Wildkatze ist im Stippbachtal heimisch.

Was in diesem Jahr passiert ist, ist nicht hinnehmbar.

Die Untere Naturschutzbehörde des Lahn-Dill-Kreises hatte den Stippbachweg bis Ende März gesperrt – zu Recht, denn während der Amphibienwanderung ist der Weg lebensgefährlich für die Tiere. Doch am 1. April 2026 wurde die Sperrung aufgehoben. 

Das Ergebnis: Innerhalb kürzester Zeit wurden nach dokumentierten Zeugenaussagen Dutzende von Kröten und viele Feuersalamander überfahren. Lebend fotografierte Zauneidechsen belegen zudem, dass die Art aktiv im Stippbachtal vorkommt und täglich gefährdet ist.

Eine Wiedereinsetzung der Sperrung ab14.4. bis Ende April wurde erneut ohne Prüfung zum Ende April ausgesetzt. 

Das ist kein Versehen. Das ist behördliches Versagen.

Die Tötung besonders und streng geschützter Tiere verstößt gegen § 44 Bundesnaturschutzgesetz und gegen Artikel 12 der EU-FFH-Richtlinie. Verstöße gegen europäisches Artenschutzrecht können ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland auslösen.

Es wurden zwei formelle Beschwerden eingereicht:

📄 Fachaufsichtsbeschwerde an das Regierungspräsidium Gießen – mit der Forderung, der Unteren Naturschutzbehörde verbindliche Weisungen zu erteilen.

📄 Dienstaufsichtsbeschwerde an den Landrat des Lahn-Dill-Kreises – wegen pflichtwidrigen Handelns der zuständigen Bediensteten.

Beide Beschwerden wurden mit vollständiger rechtlicher Begründung, Fotodokumentation und Quellenbelegen eingereicht. Kopien gingen an das Regierungspräsidium Gießen, die Gemeinden Sinn und Ehringshausen, die Lokalredaktion Mittelhessen.de, NABU und BUND.

Das war der erste Schritt. Diese Petition ist der zweite.

 
Was wir fordern:

✅ Sofort: Wiederherstellung der Sperrung des Stippbachweges für den Rest der Amphibien-Wanderzeit 2026

✅ Schriftliche Stellungnahme der Behörde zur Aufhebungsentscheidung vom 01.04.2026.

✅ Ab 2027 – für mindestens drei Jahre: Verbindliche Verlängerung der Saisonalsperrung bis mindestens Ende April, phänologisch begründet und jährlich durch ein behördliches Monitoring überprüft. 

🔴 Konsequente Umsetzung der „Vereinbarung Stippbachtal“ und insbesonders der Sperrzeiten in der Nacht und am Wochenende durch die Gemeinden. Damit wäre  viele Probleme gelöst. 

🔴 Dauerhaft: Entwicklung eines nachhaltigen Schutzkonzepts für das Stippbachtal, das die Habitatansprüche von Zauneidechse, Feuersalamander, Amphibien und Wildkatze dauerhaft sicherstellt.

 ✅ Ziel erreicht 🔴 Ziel noch nicht erreicht


Warum deine Unterschrift zählt:

Behörden ignorieren Einzelpersonen. Sie ignorieren keine 2.000 Bürgerinnen und Bürger aus der Region. Jede Unterschrift sendet ein Signal: Das Stippbachtal hat eine Gemeinschaft, die es schützt – und die nicht aufgibt.

Wir ruhen nicht, bis es eine Lösung gibt.

Unterschreibe jetzt. Für die Zauneidechse. Für den Feuersalamander. Für die Kröten. Für das Stippbachtal.

Behörden und Politik müssen jetzt handeln!

Initiative Stippbachtal 

Die Entscheidungsträger*innen

Carsten Braun
Carsten Braun
Landrat Lahn-Dill Kreis
Regierungspräsidium Gießen – Obere Naturschutzbehörde, Abt. V
Regierungspräsidium Gießen – Obere Naturschutzbehörde, Abt. V
Untere Naturschutzbehörde Lahn-Dill-Kreis
Untere Naturschutzbehörde Lahn-Dill-Kreis

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