Stippachtal Sinn: Geschützte Tiere werden überfahren

Aktuelle Unterzeichner*innen:
marc schmidt und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Wir fordern ein dauerhaftes Schutzkonzept für das Stippachtal – und wir ruhen nicht, bis es eine Lösung gibt.

Das Stippachtal zwischen Sinn und Kölschhausen ist kein gewöhnlicher Feldweg. Es ist Heimat von Tieren, die europaweit streng geschützt sind – und die gerade sterben.

Jedes Jahr wandern im Frühling Hunderte Kröten, Feuersalamander und andere Amphibien durch das Stippachtal. Für sie ist dieser Weg überlebenswichtig. Für die Zauneidechse, die hier lebt, gilt das ganzjährig: Sie steht auf der Roten Liste und ist durch die EU-FFH-Richtlinie (Anhang IV) europarechtlich streng geschützt. Auch die Wildkatze ist im Stippachtal heimisch.

Was in diesem Jahr passiert ist, ist nicht hinnehmbar.

Die Untere Naturschutzbehörde des Lahn-Dill-Kreises hatte den Stippachweg bis Ende März gesperrt – zu Recht, denn während der Amphibienwanderung ist der Weg lebensgefährlich für die Tiere. Doch am 1. April 2026 wurde die Sperrung aufgehoben – obwohl die Behörde wusste, dass die Hauptwanderzeit im Stippachtal erst Anfang April beginnt. Die Gemeinde Sinn hatte dies der Behörde ausdrücklich mitgeteilt.

Das Ergebnis: Innerhalb kürzester Zeit wurden nach dokumentierten Zeugenaussagen Dutzende von Kröten und viele Feuersalamander überfahren. Lebend fotografierte Zauneidechsen belegen zudem, dass die Art aktiv im Stippachtal vorkommt und täglich gefährdet ist.

Das ist kein Versehen. Das ist behördliches Versagen.

Die Tötung besonders und streng geschützter Tiere verstößt gegen § 44 Bundesnaturschutzgesetz und gegen Artikel 12 der EU-FFH-Richtlinie. Verstöße gegen europäisches Artenschutzrecht können ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland auslösen.

 
Was ich bereits getan habe:

Ich habe als Bürger aus Sinn zwei formelle Beschwerden eingereicht:

✅ Fachaufsichtsbeschwerde an das Regierungspräsidium Gießen – mit der Forderung, der Unteren Naturschutzbehörde verbindliche Weisungen zu erteilen.

✅ Dienstaufsichtsbeschwerde an den Landrat des Lahn-Dill-Kreises – wegen pflichtwidrigen Handelns der zuständigen Bediensteten.

Beide Beschwerden wurden mit vollständiger rechtlicher Begründung, Fotodokumentation und Quellenbelegen eingereicht. Kopien gingen an das Regierungspräsidium Gießen, die Gemeinden Sinn und Ehringshausen, die Lokalredaktion Mittelhessen.de, NABU und BUND.

Das war der erste Schritt. Diese Petition ist der zweite.

 
Was wir fordern:

🔴 Sofort: Wiederherstellung der Sperrung des Stippachweges für den Rest der Amphibien-Wanderzeit 2026

🔴 Schriftliche Stellungnahme der Behörde zur Aufhebungsentscheidung vom 01.04.2026.

🔴 Ab 2027 – für mindestens drei Jahre: Verbindliche Verlängerung der Saisonalsperrung bis mindestens Ende April, phänologisch begründet und jährlich durch ein behördliches Monitoring überprüft. 

🔴 Ab 2027 – Aufstellung von Amphibienzäunen mit Sammeleimern.

🔴 Dauerhaft: Entwicklung eines nachhaltigen Schutzkonzepts für das Stippachtal, das die Habitatansprüche von Zauneidechse, Feuersalamander, Amphibien und Wildkatze dauerhaft sicherstellt.

 
Warum deine Unterschrift zählt:

Behörden ignorieren Einzelpersonen. Sie ignorieren keine 1.000 Bürgerinnen und Bürger aus der Region. Jede Unterschrift sendet ein Signal: Das Stippachtal hat eine Gemeinschaft, die es schützt – und die nicht aufgibt.

Wir ruhen nicht, bis es eine Lösung gibt.

Unterschreibe jetzt. Für die Zauneidechse. Für den Feuersalamander. Für die Kröten. Für das Stippachtal.

Landrat und Regierungspräsidium müssen jetzt handeln!

 
Martin Sommer, Sinn (Lahn-Dill-Kreis) 

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Martin SommerPetitionsstarter*in

624

Aktuelle Unterzeichner*innen:
marc schmidt und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Wir fordern ein dauerhaftes Schutzkonzept für das Stippachtal – und wir ruhen nicht, bis es eine Lösung gibt.

Das Stippachtal zwischen Sinn und Kölschhausen ist kein gewöhnlicher Feldweg. Es ist Heimat von Tieren, die europaweit streng geschützt sind – und die gerade sterben.

Jedes Jahr wandern im Frühling Hunderte Kröten, Feuersalamander und andere Amphibien durch das Stippachtal. Für sie ist dieser Weg überlebenswichtig. Für die Zauneidechse, die hier lebt, gilt das ganzjährig: Sie steht auf der Roten Liste und ist durch die EU-FFH-Richtlinie (Anhang IV) europarechtlich streng geschützt. Auch die Wildkatze ist im Stippachtal heimisch.

Was in diesem Jahr passiert ist, ist nicht hinnehmbar.

Die Untere Naturschutzbehörde des Lahn-Dill-Kreises hatte den Stippachweg bis Ende März gesperrt – zu Recht, denn während der Amphibienwanderung ist der Weg lebensgefährlich für die Tiere. Doch am 1. April 2026 wurde die Sperrung aufgehoben – obwohl die Behörde wusste, dass die Hauptwanderzeit im Stippachtal erst Anfang April beginnt. Die Gemeinde Sinn hatte dies der Behörde ausdrücklich mitgeteilt.

Das Ergebnis: Innerhalb kürzester Zeit wurden nach dokumentierten Zeugenaussagen Dutzende von Kröten und viele Feuersalamander überfahren. Lebend fotografierte Zauneidechsen belegen zudem, dass die Art aktiv im Stippachtal vorkommt und täglich gefährdet ist.

Das ist kein Versehen. Das ist behördliches Versagen.

Die Tötung besonders und streng geschützter Tiere verstößt gegen § 44 Bundesnaturschutzgesetz und gegen Artikel 12 der EU-FFH-Richtlinie. Verstöße gegen europäisches Artenschutzrecht können ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland auslösen.

 
Was ich bereits getan habe:

Ich habe als Bürger aus Sinn zwei formelle Beschwerden eingereicht:

✅ Fachaufsichtsbeschwerde an das Regierungspräsidium Gießen – mit der Forderung, der Unteren Naturschutzbehörde verbindliche Weisungen zu erteilen.

✅ Dienstaufsichtsbeschwerde an den Landrat des Lahn-Dill-Kreises – wegen pflichtwidrigen Handelns der zuständigen Bediensteten.

Beide Beschwerden wurden mit vollständiger rechtlicher Begründung, Fotodokumentation und Quellenbelegen eingereicht. Kopien gingen an das Regierungspräsidium Gießen, die Gemeinden Sinn und Ehringshausen, die Lokalredaktion Mittelhessen.de, NABU und BUND.

Das war der erste Schritt. Diese Petition ist der zweite.

 
Was wir fordern:

🔴 Sofort: Wiederherstellung der Sperrung des Stippachweges für den Rest der Amphibien-Wanderzeit 2026

🔴 Schriftliche Stellungnahme der Behörde zur Aufhebungsentscheidung vom 01.04.2026.

🔴 Ab 2027 – für mindestens drei Jahre: Verbindliche Verlängerung der Saisonalsperrung bis mindestens Ende April, phänologisch begründet und jährlich durch ein behördliches Monitoring überprüft. 

🔴 Ab 2027 – Aufstellung von Amphibienzäunen mit Sammeleimern.

🔴 Dauerhaft: Entwicklung eines nachhaltigen Schutzkonzepts für das Stippachtal, das die Habitatansprüche von Zauneidechse, Feuersalamander, Amphibien und Wildkatze dauerhaft sicherstellt.

 
Warum deine Unterschrift zählt:

Behörden ignorieren Einzelpersonen. Sie ignorieren keine 1.000 Bürgerinnen und Bürger aus der Region. Jede Unterschrift sendet ein Signal: Das Stippachtal hat eine Gemeinschaft, die es schützt – und die nicht aufgibt.

Wir ruhen nicht, bis es eine Lösung gibt.

Unterschreibe jetzt. Für die Zauneidechse. Für den Feuersalamander. Für die Kröten. Für das Stippachtal.

Landrat und Regierungspräsidium müssen jetzt handeln!

 
Martin Sommer, Sinn (Lahn-Dill-Kreis) 

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Martin SommerPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Carsten Braun
Carsten Braun
Landrat Lahn-Dill Kreis
Regierungspräsidium Gießen – Obere Naturschutzbehörde, Abt. V
Regierungspräsidium Gießen – Obere Naturschutzbehörde, Abt. V
Untere Naturschutzbehörde Lahn-Dill-Kreis
Untere Naturschutzbehörde Lahn-Dill-Kreis

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Petition am 10. April 2026 erstellt