Keine bewusste Stau-Erzeugung in FFM: Weniger Emissionen / Lärm, mehr Verkehrssicherheit

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Der Dilettantismus der aktuellen Frankfurter Verkehrspolitik kennt keine Grenzen: Einem seit Jahrzehnten zunehmenden Pendlervolumen wird nun auch noch eine abnehmende Verkehrsfläche entgegengesetzt - durch die vorbereitungslose Sperrung von Hauptverkehrsstraßen wie dem Mainkai (die laut SPD aufrechterhalten werden soll) und durch den vorbereitungslosen Wegfall von Fahrspuren zugunsten von Radwegen (diese Petition richtet sich nicht gegen den Bau von Radwegen). Anstatt den Verkehr durch geeignete Maßnahmen zu reduzieren, wird ihm Fläche entzogen.

Die Folge: Immer mehr Staus,  unerträgliche Hupkonzerte an blockierten Kreuzungen, mehr Lärm, mehr Emissionen durch längere Fahrwege/Fahrzeiten, weniger Verkehrssicherheit für Schulkinder, Radfahrer, Fußgänger und Lebensgefahr für Schwerverletzte in Rettungsfahrzeugen die in Staus hängenbleiben.

Viele Frankfurter Politiker betrachten das Prinzip des permanenten und vorbereitungslosen Verkehrsflächenentzugs (nette Umschreibung für absichtliche Stau-Erzeugung) sogar als einzig wirksames Instrument für die Verkehrswende. Die dadurch entstehenden Staus sollen Pendler von der KFZ-Nutzung abbringen. Absurd: Ein Problem (zu viel Verkehr) soll dadurch gelöst werden, dass es bis zur Unerträglichkeit für die Pendler verschärft wird. 

Absichtliche Stau-Erzeugung kann nicht die Lösung der Frankfurter Verkehrsprobleme sein. Die Lösung des Problems kann nur darin bestehen, dass das Verkehrsaufkommen durch Maßnahmen reduziert wird, die die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln attraktiver machen: Kurzfristig durch die Verbilligung des RMV (365€ Ticket, Kurzstreckentarif für alle etc.), mittelfristig durch P&R-Plätze an den Stadtgrenzen und entlang der S-Bahn-Strecken und langfristig durch den weiteren Ausbau von U-Bahn und S-Bahn. Erst dann, wenn diese Maßnahmen nicht ausreichend wirken, dürfen auch andere Instrumente in Betracht gezogen werden, z. B. eine Verteuerung und Verknappung des Parkplatz-Angebots, eine City-Maut (sobald umsetzbar) oder Pförtner-Ampeln.

Mit der Unterstützung für diese Petition setzen Sie sich dafür ein, dass Frankfurt ein integriertes Verkehrskonzept entwickelt und umsetzt, das auf den o. a. Instrumenten aufbaut. Das Verkehrskonzept darf nicht auf Repression sondern muss auf positive Anreize setzen. Es darf nicht dazu führen, dass Unternehmen Frankfurt verlassen, weil ihre Mitarbeiter stundenlang in Staus stehen um an ihren Arbeitsplatz zu kommen. 

Sie setzen sich dafür ein, dass die aktive Stau-Erzeugungspolitik in Frankfurt beendet wird.

Sie setzen sich dafür ein, dass verkehrspolitische Maßnahmen, die dem Verkehr Fläche entziehen (wie Mainufersperrungen, eine autofreie Innenstadt oder der Bau von Radwegen) durch eine vorherige Verkehrsreduzierung begleitet wird.

Sie setzen sich dafür ein, dass es so lange keine Mainufersperrungen gibt, so lange der Verkehr an den beiden Mainuferstraßen vorher nicht signifikant reduziert werden konnte.