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Geregelter Freilauf für Hunde im Bavariapark - Antrag an die Stadt München!

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Bavariapark für alle!
 
Antrag auf die Wiedereinführung eines räumlich und/oder zeitlich begrenzten Freilaufs für Hunde auf bestimmten Wegen und Nebenflächen des Bavariaparks. 

Die Lockerung der kompletten Leinenpflicht ist ein vernünftiger, fairer und praktikabler Kompromiss im Sinne aller Parkbesucher, da eine klare Freilaufregelung zugleich Bereiche „ohne“ sicherstellt!

Status Quo

Vom Gassipark zur Verbotszone: Die großflächige Neubebauung des alten Messegeländes führte zu einer starken Verdichtung und damit offenbar zu einzelnen Interessenskonflikten zwischen alten und neuen Besuchern des Bavariaparks (ehem. Alter Messepark).

Im Zuge dieser Entwicklung wurde der Bavariapark im Jahr 2012 „auf einen Antrag aus der Bevölkerung“ flächendeckend zum "Biotop" umkartiert, was nach Klassifizierung der Stadt München automatisch eine Leinenpflicht auf dem ganzen Gelände nach sich zog – und das, obwohl der stark besuchte Bavariapark die typischen Merkmale eines Biotops gar nicht aufweist! (Quelle Antrag: Kreisverwaltungsreferat München).

Da wir als teils alteingesessene Hundehalter unseren Tieren jedoch auch weiterhin ein glückliches und artgerechtes Leben bieten möchten und laut Gesetzeslage auch müssen (TierSchuHuV § 2.1), beantragen wir hiermit eine Lockerung dieser sehr einschränkenden Regelung.

Wir beantragen:

1.      Das Freizeit-Geschehen im Bavariapark konzentriert sich auf die zentrale Wiese, den Spielplatz und den direkt angrenzenden, inneren Kiesweg. Bitte geben Sie den äußeren Kiesweg für freilaufende Hunde wieder frei.

2.      Die große Fläche in der Mitte wird von Familien, Freizeitsportlern und Erholungssuchenden genutzt, die äußeren Nebenflächen sind quasi ungenutzt. Bitte geben Sie diese äußeren Flächen wieder für spielende Hunde frei.

3.     Im oft trüben Herbst- und Winterhalbjahr (November - April oder anders festgelegter Zeitraum) wird der Bavariapark fast ausschließlich von Hundehaltern genutzt. Bitte lassen Sie in diesem Zeitraum den Hundefreilauf offiziell auf dem ganzen Gelände zu.

4.      Der Spielplatz ist für Hunde selbstverständlich tabu. Wenn sich die Spielplatzbesucher dennoch durch peripher freilaufende Hunde bedroht fühlen, soll der Spielplatz bitte eingezäunt werden.

5.     Wir beantragen, die Einstufung des Bavariaparks als Biotop aufzuheben oder einzuschränken, soweit diese es verhindert, dass Hunde – ggf. nach Maßgabe zeitlicher oder räumlicher Einschränkungen – frei laufen dürfen.

Begründung: Der Bavariapark ist als Grünanlage zu Erholungszwecken angelegt worden. Er ist nicht der Lebensraum gefährdeter Tier- und Pflanzenarten.

Die Bayerische Verfassung garantiert in Artikel 141 das Grundrecht auf Naturgenuss. Dieses gilt sogar für Privatwälder wie die Auer Lohe (Entscheidung des BayVerfGH vom 18.12.1981 - Vf. 117-VI-79), also erst recht für städtische Grünanlagen, die ausdrücklich dafür bestimmt sind, von Bürgern, auch in Begleitung ihrer Haustiere, genutzt zu werden.

Die Einstufung des Bavariaparks als Biotop ist insoweit unverhältnismäßig, als sie die angemessene Nutzung durch Hundehalter durch ein undifferenziertes Betretungsverbot bzw. durch das Gebot des Hundeführens ausschließlich an kurzer Leine und nur auf den Wegen weitgehend und tiefgreifend einschränkt.

6.     Kompromiss Zeitkorridor: Denkbar wäre hilfsweise eine zeitliche Regelung, die einen tageszeitlich beschränkten Freilauf zulässt, z.B. vor 10.00 und nach 18.00 Uhr (oder anders festgesetzten Zeiten). Mütter mit Kleinkindern, Erholungssuchende und sporttreibende Schulklassen dürften dann in ihrer „Kernzeit“ mit einem hundefreilauffreien Park rechnen. Auch eine Kombination aus räumlichen und tageszeitlichen Faktoren wäre denkbar.

Leider wird diese Regelung jedoch bei weitem nicht allen Hundehaltern gerecht: Neben klassisch angestellten Arbeitnehmern sind auch Angestellte im Schichtdienst, Freiberufler, Rentner sowie Arbeitnehmer der Umgebung, die ihre Hunde in der Mittagspause ausführen müssen, auf eine praktikable Lösung angewiesen. Die Lösung "Zeitkorridor" ist daher als nachrangiger Kompromiss zu betrachten.

Erfolgreiche Beispiele: Das Modell der räumlichen Begrenzung findet sich in verschiedenen Münchner Parks, z. B. im Ostpark und dem Englischen Garten. Auch das jahreszeitliche Modell wird im Münchner Raum sehr erfolgreich praktiziert, z. B. am Wörthsee und Starnberger See. Das Modell "Zeitkorridor" ist vor allem an Stränden im Ausland eine bekannte und langjährig bewährte Lösung.

Umsetzung der beantragten Erleichterungen:

Es wären kaum Maßnahmen notwendig: An 2 – 4 Stellen könnten Tafeln aufgestellt werden, auf denen die vereinbarte Regelung erläutert wird. Einige grüne Poller müssten versetzt/entfernt werden.

Argumente für einen geregelten Hundefreilauf im Bavariapark

1.    Der Biotopschutz für den gesamten Bavariapark ist nicht nachvollziehbar und offenbar nach reinem Ermessen der Entscheider beschieden worden. Denn der Bavariapark ist in der jüngeren Stadtgeschichte als öffentliche Grünanlage konzipiert und fällt in seiner heutigen Gestaltung und Nutzung ganz klar nicht unter den gesetzlich definierten Biotopschutz (§ 30 BNatSchG).

Der Begriff „Biotop“ meint gemeinhin einen sensiblen, schutzbedürftigen Raum, der i.d.R. auch menschliches Betreten ausschließt oder zumindest stark begrenzt. Der Bavariapark aber besteht aus einer zentralen Liegewiese, einigen Nebenwiesen, zwei gekiesten Rundwegen, einem Spielplatz und zwei 5 – 10 Meter breiten Busch- und Baumstreifen. Die Klassifizierung als Biotop könnte allenfalls auf die Busch- und Baumbestände angewendet werden und nicht auf die durch die Besucher sehr stark frequentierten Grasflächen und Gehwege.

Allerdings wird nicht einmal in diesen Busch- und Baumstreifen der „Biotopschutz“ praktiziert: Unzählige Trampelpfade, „Nottoiletten“ inkl. Tempotaschentüchern, entsorgte Windeln hinter dem Spielplatz, Müllablagen, tägliche Versteckerlis-, Kletter- und sonstige  Kinderspiele belegen anschaulich, was der Bavariapark in der Praxis ist – eine vielseitig und gerade durch Menschen stark beanspruchte Grünfläche. Welche Flurschäden hingegen explizit durch Hunde verursacht werden sollten, ist nicht ersichtlich, zumal die Busch- und Baumbereiche schon früher höchstens vereinzelt durch Hunde betreten wurden und im Übrigen auch gar nicht Bestandteil dieses Freilaufantrags sind.

Neben verschiedenen am Baum nistenden Vogelarten leben im Bavariapark noch Insekten, Fledermäuse und Eichhörnchen. Dagegen gibt es Bodenbrüter, Wasservögel, Sumpfgebiete, Gewässer o.ä. durch Hunde möglicherweise gefährdete Lebensformen und -räume im Bavariapark ausdrücklich nicht.  

Einen bildhaften Eindruck der menschlichen "Spuren" im Biotop vermittelt die Anlage Bilddokumentation "Biotop" Bavariapark.

2.   Regelmäßiger Freilauf ist ein fester Bestandteil der artgerechten Hundehaltung und als solcher sogar gesetzlich vorgeschrieben (TierSchuHuV § 2.1). Der Freilauf dient nicht nur der Gesundheit und der Sozialisierung der Tiere untereinander, sondern auch einem entspannten Umgang mit dem restlichen Umfeld (vgl. Anlage: Darf man, oder muss man seinen Hund frei laufen lassen?).

3.   Das Konglomerat Westend/Schwanthalerhöhe ist bekanntlich eines der grünanlagenärmsten Viertel der Stadt und bietet als solches keine vergleichbare alternative Freilauffläche für Hunde. Tatsächlich liegt das nächste nennenswerte „legale“ Freilaufgelände mind. 30 Minuten Anfahrt entfernt (Isarufer). Eine solche Anfahrt ist weder für berufstätige, noch für ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Hundehalter regelmäßig realisierbar. Damit stehen die Anwohner mit Hunden tagtäglich vor dem Konflikt, zwischen dem Wohl ihrer Tiere und der städtischen Grünanlagenordnung entscheiden zu müssen.

(PS: Gepflasterte Flächen und Wege, auf denen Fahrräder, E-Bikes, E-Roller, Rollerblader, Skateboarder etc. durchbrausen, die in der wärmeren Jahreshälfte keinerlei Schatten bieten und/oder regelmäßig von Scherben übersät sind, sind KEINE geeigneten Hundefreilaufflächen – im Übrigen auch nicht aus Sicht der diversen „Verkehrsteilnehmer“.)

4.   Durch das Fehlen alternativer grüner Freilaufflächen und den naturgemäßen Wunsch, dem eigenen Tier ein artgerechtes Leben bieten zu wollen und müssen, werden Hunde teilweise entgegen der herrschenden Parkordnung freilaufen gelassen. Eine geregelte Ordnung, die für alle praktikabel ist, würde deutlich zur Entspannung beitragen: Hundehalter hätten dann ihren festen Platz oder ihre Zeiten, wo sie guten Gewissens ihre Hunde laufen, schnüffeln und spielen lassen können. Parkbesucher wiederum die keinen freilaufenden Hunden begegnen wollen, könnten sich auf entsprechend hundefreilauffreie Bereiche verlassen.

5.   Im schönen Bavariapark treffen verschiedene Interessensgruppen aufeinander, von denen jede ihre Berechtigung hat. Tatsächlich ist Naturgenuss für jedermann sogar in der Bayrischen Verfassung verankert (Artikel 141). Im Sinne eines friedlichen Miteinanders bitten wir darum, auch uns Hundehaltern wieder eine kleine Nische in der einzigen Grün-Oase unseres Viertels einzuräumen.

6. Die Stadt München nimmt jährlich ca. 3,3 Mio Hundesteuer ein (100 Euro pro Hund, ca. 33.000 Hunde, Kampfhund: € 800 pro Jahr). Diese Gelder fließen „in soziale, kulturelle, schulische und wirtschaftliche Maßnahmen der Stadt und dienen nicht explizit der Beseitigung von Hundekot.“ Das ist schön für die Stadt München, doch wäre es nicht mehr als fair, für diese stattlichen Einnahmen im Gegenzug auch vernünftige Freilaufmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen? (Quelle: Broschüre Hundesteuer in München).

7.  Hunde sind seit Jahrtausenden die Begleiter der Menschen, Teil der modernen Gesellschaft und nicht zuletzt Teil der Natur. Sich ein Stück weit mit begrenzt freilaufenden Hunden abzufinden, sehen wir in unserem Kulturkreis in diesem Sinne als zumutbar. Darüber hinaus bietet sich in diesem begrenzten und geregelten Rahmen auch die wertvolle Gelegenheit, gerade auch Kinder entspannt an diese Normalität heranzuführen. Der Mensch ist nicht das einzige Lebewesen auf der Erde und muss auch den anderen Lebensformen ihren Platz lassen! Dass unkontrollierbare Hunde in öffentlichen Grünanlagen grundsätzlich nicht frei laufen sollten, steht dabei selbstverständlich außer Frage.

8.   Viele Hundehalter der Umgebung hatten ihre Tiere schon VOR der Poller-Versetzung 2015 bzw. Neu-Kartierung 2012 und hatten sich bei der Anschaffung ihrer Tiere gezielt auf diesen Freilauf in der Nähe verlassen. Manche Bewohner der Neubebauung wiederum hatten sich explizit unter dieser Prämisse für den Wohnungskauf oder -bezug entschlossen. Für diese Personengruppen ist die Umkartierung des alteingesessenen Gassiparks besonders schwer zu akzeptieren.

9. Zu guter Letzt: Der Bavariapark ist traditionell ein Hundepark! Bis zur Verlagerung des Messegeländes nach Riem war der Alte Messepark auf Beschluss des damaligen Pächters ausdrücklich den Hunden der Messebesucher und Münchner gewidmet (1964 – 1998). Allein vor dem Hintergrund dieser geschichtlichen Tradition wäre eine hundefreundliche Regelung im heutigen Bavariapark folgerichtig und fair (Quelle: allgemein bekannt, vom Baureferat München 2016 bestätigt).

Weiterführende Informationen und Hintergründe

Aktuell geltendes Recht im Bavariapark

Im Bavariapark, ehem. Alter Messepark, gilt die „Städtische Grünanlagensatzung“ vom 15.06.2012, die für alle Bereiche innerhalb der grünen Poller Leinenpflicht für Hunde vorsieht. Bis November 2015 waren zumindest der äußere Kiesweg und einige Nebenflächen vom Freilauf-Verbot ausgenommen. Doch dann wurden die Poller versetzt, sodass nun auf dem ganzen Gelände Leinenpflicht gilt.

(Auszug aus der Grünanlagensatzung: Laut § 2 Abs. 2 Nr. 2 der „Satzung über die Benutzung der städtischen öffentlichen Grünanlagen“ der Landeshauptstadt München ist der Freilauf von Hunden auf den mit „grünen Pollern“ gekennzeichneten „Spiel- und Liegewiesen, (…) Zieranlagen sowie Biotopflächen“ untersagt.)

Ausführliche Überlegung: Der Bavariapark als Biotop?!

Laut Auskunft des Münchner Kreisverwaltungsreferats wurde der Bavariapark 2012 „auf einen (1!) Wunsch aus der Bevölkerung“ komplett zum Biotop umkartiert, was nach der Klassifizierung der Stadt München automatisch eine Leinenpflicht auf dem ganzen Gelände nach sich zieht.

Auf dem Parkgelände sind jedoch weder gefährdete Tier- noch Pflanzenarten angesiedelt, was den Beschluss besonders unverhältnismäßig und nicht nachvollziehbar macht. Unter den gesetzlichen Biotopschutz fällt der Bavariapark dabei definitiv nicht (vgl. § 30 BNatSchG).

Vor diesem Hintergrund wirkt die Leinenpflicht weniger als zufälliges Resultat, sondern vielmehr als eigentlicher Zweck des Antrags zur Umkartierung. Wir bitten daher, folgende Fragestellungen zu berücksichtigen:

1.   Kann es richtig sein, dass der Wunsch einer einzelnen Person solche tiefgreifenden Einschränkungen für eine ganze Anwohnergruppe nach sich zieht?

2.   Was macht den sehr stark durch Menschen frequentierten Bavariapark (vgl. Anlage Bilddokumentation "Biotop" Bavariapark) nach Ermessen der Entscheider zu einem „Biotop“, das noch dazu ausdrücklich durch Hunde gefährdet sein soll?

Fazit:

1.   Fraglich ist, inwiefern der Begriff „Biotop“ auf ein solcherart von Menschen bedrängtes Gelände überhaupt angewendet werden kann - unter den gesetzlichen Biotopschutz fällt das Gesamtgelände eindeutig nicht.

2.   Nach logischem Ermessen können allenfalls die Busch- und Baumstreifen unter den gesetzlichen Biotopschutz fallen, sofern es hier bedrohte Pflanzenarten gibt. Dieser müsste dann jedoch auch folgerichtig umgesetzt werden, d.h. kein Betreten durch Menschen, kein Versteckerlisspielen, kein Klettern/Slacklinern o.ä., keine Müllablage, keine Notdurft etc.

3.   Selbst wenn die Busch- und Baumbereiche unter den gesetzlichen Biotopschutz fallen, spricht nichts dagegen, einen Weg oder einzelne Nebenwiesen für den Hundefreilauf freizugeben!

Warum überhaupt Hundefreilauf?

Als Hundehalter möchten wir unseren tierischen Familienmitgliedern ein glückliches, gesundes und artgerechtes Leben ermöglichen. Laut Tierschutzgesetz sind wir dazu sogar verpflichtet: Das Tierschutzgesetz (TierSchuHuV § 2.1) schreibt vor, Hunde „artgerecht“ zu halten. Zur „artgerechten Haltung“ gehört, dem Hund ausreichend körperliche Auslastung sowie artgerechte Sozialisierung zu ermöglichen, um Aggressionsverhalten auszuschließen. Freilauf gilt nach Erkenntnis der Verhaltensforschung tatsächlich als Grundvoraussetzung artgerechter Haltung (siehe beigefügter Fachartikel von Sabrina Krebs: Darf man, oder muss man seinen Hund frei laufen lassen?)

Aggressive Übergriffe durch Hunde?

Als immer wieder gern bemühtes Argument in punkto Leinenpflicht dient die angeblich bedrohte Sicherheit der Bevölkerung.

Medienberichte suggerieren, Hunde-Attacken seien in deutschen Großstädten quasi an der Tagesordnung, sodass eine großräumige Leinepflicht in öffentlichen Grünanlagen auch aus diesem Grund angezeigt scheint. Geht man dieser Befürchtung jedoch einmal auf den Grund, sieht die Lage ganz anders aus!

Kleines Münchner Rechenexempel aus dem Jahr 2012 (neuere Zahlen lagen dem KVR zum Zeitpunkt der Anfrage nicht vor): Bei 32.640 gemeldeten Hunden wurden 371 Hunde-Attacken gemeldet. Diese Zahl beinhaltet auch Vorfälle durch illegal gehaltene Kampfhunde sowie Hunde, die mehrfach auffällig wurden. 90% dieser 371 Vorfälle betrafen Personen, die von ihrem eigenen Hund gebissen wurden. Das heißt, von den 1.419.721 gemeldeten Einwohner Münchens wurden 37 Personen von einem fremden Hund gebissen.

Fazit:

Die Wahrscheinlichkeit, im Öffentlichen Raum als Mensch von einem fremden Hund gebissen zu werden, liegt damit in München statistisch gesehen bei ca. 1 : 38.000.
Wir finden, diese Zahlen sprechen für eine deutliche Entwarnung und sollten nicht in Generalverdacht und Verbote für eine gesamte Bevölkerungsgruppe münden!

Wer sind wir?

Die Hundefreunde Bavariapark sind zum einen die Hundehalter des Westends und der Schwanthalerhöhe, die zum Teil schon seit Jahrzehnten ihre Tiere hier ausführen, und die, wie natürlich auch die „jüngeren“ Hundehalter, auf diese Möglichkeit angewiesen sind. Zum anderen sind es Berufstätige der Umgebung, die in den Pausen ihre Hunde ausführen müssen.

Die Hundefreunde Bavariapark sind aber auch Anwohner und Parkbesucher, die zwar selber keine Hunde haben, jedoch Wert auf einen geregelten Kompromiss und eine friedliche Nachbarschaftsbeziehung legen. Denn ein offiziell geregelter und erlaubter Freilauf gibt Hundehaltern zugleich die Gelegenheit, entsprechend auszuweichen und so die Leinenpflicht in anderen Bereichen einzuhalten!

Zu guter Letzt: Für ein friedliches Miteinander

Klar: Nicht jeder mag Hunde. Doch Hunde sind in Europa seit Jahrtausenden die Begleiter der Menschen, Teil der zivilen Gesellschaft und nicht zuletzt auch Teil der Natur. Sich ein Stück weit mit begrenzt freilaufenden Hunden abzufinden sehen wir in unserem Kulturkreis in diesem Sinne als zumutbar.

Mit dieser Petition werben wir für Toleranz, Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme, und zwar in alle Richtungen. Erholungssuchende und Kinder dürfen selbstverständlich nicht durch Hunde gefährdet werden, Mütter sollen sich nicht bedroht fühlen. Selbstverständlich müssen freilaufende Hunde durch ihre Halter kontrollierbar sein, wer schon mal geschnappt hat muss einen Maulkorb tragen und Hinterlassenschaften werden ausnahmslos weggeräumt.

Gerade in der aktuellen Zeit geht es sehr viel um die Toleranz unterschiedlicher Lebensentwürfe und kulturell verschiedener Lebensgewohnheiten. Das Deutsche Grundgesetz räumt den unterschiedlichsten Lebensmodellen eine Daseinsberechtigung ein – auch, wenn der Einzelne manchen davon nichts abgewinnen kann. Wir Hundehalter haben uns eben für ein Leben mit Hund entschieden. Und auch wir möchten nur das Beste für unsere tierischen Familienmitglieder. Dafür hätten wir gerne Verständnis - auch von denen, die selber keine Hunde haben oder mögen.

Als Hundehalter im Westend hat man aktuell die undankbare Wahl zwischen dem Wohl des eigenen Tieres sowie der Verpflichtung durch das Tierschutzgesetz und der entsprechend zuwiderlaufenden Bavariapark-Ordnung. Viel lieber wäre uns eine praktikable Park-Ordnung, an die wir uns guten Gewissens halten können!

Bitte helfen sie uns im Sinn des sozialen Friedens mit einer Regelung, die den Bedürfnissen aller Anwohner gerecht wird!

Mit freundlichen Grüßen

Hundefreunde Bavariapark

i.A. Maitri Wermund

Bilddokumentation "Biotop" Bavariapark:

https://www.file-upload.net/download-13787775/BilddokumentationBiotopBavariapark.pdf.html

Fachartikel von Sabrina Krebs: Darf man, oder muss man seinen Hund frei laufen lassen?

http://nina-ruge.de/wp-content/uploads/2014/03/Artikel_tierelife_2_2014.pdf

 

 



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