Fahrradfreundliche Neue Mitte Schmiden

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Tobias Maile (Initiator und Autor), die Ortsgruppe Fellbach des VCD, sowie alle Unterzeichner*innen fordern Korrekturen in der Neuen Mitte Schmiden.

Die Ortsmitte Schmiden wurde neugestaltet und dabei wurde das Fahrrad vergessen! Das Fahrrad, das überall auf der Welt mehr Raum gewinnt, wird in Schmiden abweisend behandelt und der Fahrradweg wurde einfach mit der Autospur zusammengelegt.

Die steigende Beliebtheit des Fahrrads ist überall erkennbar: lange Schlangen vor den Fahrradgeschäften, „Protected Bike Lanes“ in vielen großen Städten weltweit, weitblickende Konzepte zur Stärkung des Fuß/Fahrradverkehrs und ÖPNV z.B. in Irland, autofreies Zentrum in Madrid und zusätzlich mehr Platz fürs Fahrrad in vielen  Großstädten im letzten halben Jahr.

Wichtige Kriterien für Fahrrad Fahrende sind Sicherheit und Kontinuität der Radwege (Hull und O'Holleran, 2014), und bessere Planung von Straßenkreuzungen zur Konfliktvermeidung (Pucher und Buehler, 2016). Fühlen sich Fahrrad Fahrende sicher, dann steigt auch nachweislich die Fahrradnutzung. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse stehen im Gegensatz zur derzeitigen Verkehrsplanung in der Schmidener Ortsmitte.

Das Gefahrenpotential der jetzigen Lösung ist sehr gut auf obigem (linken) Bild ersichtlich. Ein sicheres Überholen Radfahrender mit 1,5 m Abstand ist nicht möglich – überholt wird trotzdem. Könnten Sie Ihre Kinder hier mit gutem Gewissen mit dem Fahrrad fahren lassen?

Wir fordern, dass endlich ein Umdenken stattfindet und Verkehrsplanung für nachhaltige Mobilität durchgeführt wird und nicht wie bisher alle Alternativen zum Auto nur am Rande betrachtet werden. Daher fordern wir für die Ortsmitte Schmiden:

  1. Tempo 20 (um die Sicherheit der Fahrrad Fahrenden wenigstens etwas zu erhöhen)
  2. Entschärfung der Kreuzung Fellbacher Straße/Gotthilf-Bayh-Straße um die Zusammenführung von Fahrrad und KfZ-Verkehr sicherer zu machen (siehe rechtes Bild unten).
  3. Durchgängige Fahrradwege, damit der Fahrrad Fahrende nicht ständig zwischen Fahrbahn, Fahrradweg und eventuell dem Gehweg wechseln muss (oder Verkehrsschildern ausweichen muss, siehe rechtes Bild oben). Dadurch würden auch die Fußgänger besser geschützt.

Referenzen:

[Hull und O'Holleran 2014]
Bicycle infrastructure: can good design encourage cycling?

[Pucher und Buehler 2016]
Safer Cycling Through Improved Infrastructure