
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer dieses Anliegens,
wir beide freuen uns wahnsinnig über diese große Resonanz! Es tut sich was!
Es wird immer deutlicher, dass es hier um mehr geht, als diese vier Linden zu schützen. Es geht darum, ein Verständnis für „Modernisierung“ zu entwickeln und dieses umzusetzen. Modernisierung in unseren Zeiten muss bedeuten, sich mit der Gegenwart auseinanderzusetzen, Nachhaltigkeit zu fördern und hierbei Kompromisse einzugehen - aber nicht gegen sondern im Einklang mit der Natur.
Nach den Baumaßnahmen neue Linden an gleicher Stelle zu pflanzen, ist eine gutgemeinte Idee, sie löst aber nicht das Problem, dass durch ihre Abholzung entsteht. Im Rahmen des Innenstadtentwicklungskonzeptes wurden bereits zahlreiche Bäume gefällt und durch neue an entsprechender Stelle ersetzt. Ein Großteil der neu gepflanzten Bäume zeigt eine aufgeplatzte Rinde bis tief in den Stamm. Wenn sich diese Bäume erholen, dauert es Jahrzehnte bis sie die Größe und C02-Speicherkraft ihrer Vorgänger erreichen. Von „Ersatz“ kann also nicht die Rede sein.
Ob dies nun auf die Konsequenzen der Trockenheit, einen ungünstigen Standort oder auf mangelnde Pflege zurückgeht - vitale Bäume sollten erhalten werden - und für neu gepflanzte Bäume muss ein geeigneter, zukunftsorientierter Standplatz geschaffen werden.
Sollten diese vier Linden tatsächlich so stark angegriffen sein, dass eine Abholzung nötig ist, wären sie dann auch unabhängig von den geplanten Umbaumaßnahmen gefällt worden? Immerhin bestünde dann beim nächsten Sturm eine Gefahr für die Allgemeinheit. Wenn das der Fall wäre, so müsste jeder Stadtbaum regelmäßig auf seine Vitalität überprüft werden - unabhängig von Umbaumaßnahmen.
Ein riesengroßes Dankeschön an alle, die sich hierfür einsetzen und weiterhin einsetzen werden!
Jane Pickart & Jane Mertens