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Gruppo di cittadine/i

Oct 20, 2018 — 

Die Gesetze können ohne Gewalt angewendet werden !

 

 

Wir stehen im Dunkeln

 

In der Nacht zwischen dem 11. und 12. September um 2 Uhr ( 02.00 ) dringt die Polizei ins Hotel «La Santa» in Viganello, das Flüchtlinge im Asylverfahren beherbergt, ein und führt eine Mutter mit zwei Kindern im Alter von 8 und 4 Jahren ab und transportiert sie forciert zum Flughafen Kloten, um einem unrechtmässigen Abschiebungsentscheid nach Italien nachzukommen.

 

Die Polizei hat in der Folge die Mutter und die zwei Kinder gezwungen, in das Flugzeug einzusteigen: die Kinder erbrechen sich, die Mutter weint. Im Morgengrauen lässt das Bordpersonal sie aussteigen.

Die Polizei avisiert die Mutter, dass sie in der folgenden Woche wieder aufs Flugzeug geführt werde, und lässt sie mit den Kindern in Kloten alleine, mit der Aussage, sie soll selber schauen, wie sie zurück ins Tessin komme.

Um den psychischen Druck weiter zu verschärfen, hat ein Beamter der Flughafenpolizei der Mutter und den Kindern ein Foto gezeigt, auf dem eine Person mit gefesselten Händen und Beinen und verbundenen Augen abgebildet ist und die drei dabei angeschrien: «Das nächste Mal werden wir euch so auf das Flugzeug bringen!»

 

Abgesehen von der Kritik an der nicht enden wollenden Bürokratie, verurteilen wir die gewalttätige Art und Weise, wie die Behörde einer Disposition nachgeht, die sich noch im Prüfungsstand (in der Abklärung) befand.

Es gibt keine Notwendigkeit, auf solch gewalttätige Vorgehensweise einen gesetzlichen Ablauf zu unterbrechen. Am nächsten Tag hätten die Kinder zur Schule gehen müssen, stattdessen haben sie auf eigene Kosten gelernt, was es bedeutet, sich mit der Gewalt der Institutionen zu konfrontieren.

 

All dies nach Aussage der zuständigen kantonalen Behörde: «um eine Verschlimmerung des Traumas zu verhindern»! (Siehe Tagesschau RSI La 1, um 19.00 vom 13.09.18 im ersten Beitrag über eine analoge Situation, die sich in der nachfolgenden Nacht abgespielt hat)

 

Wir Bürger und Bürgerinnen erkennen uns nicht in dieser systematischen Entmutigung der Hoffnung, in dieser offensichtlichen Verachtung der Kinderrechte, in diesem absoluten Fehlen der Berücksichtigung der menschlichen Zerbrechlichkeit.

 

Wir rufen nicht nur die Polizisten zu mehr Menschlichkeit auf, welche den «Befehlen» Folge geleistet haben, sondern auch jene, die diese institutionelle Gewalt beantragen und legitimieren.

 

 


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