Petition updateSexkauf bestrafen, Prostitution abbauen!Frankreich führt die Freierbestrafung ein, Deutschland ein sinnloses Gesetz!
Dr. Ingeborg KrausGermany
Feb 9, 2016
Am 3. Februar 2016 hat das französische Parlament mit absoluter Mehrheit für das abolitionistische Gesetz gestimmt. Dieses Gesetz beinhaltet 4 Pfeiler: • Den Kampf gegen Menschenhandel und Zuhälterei verstärken. • Begleitung und Entkriminalisierung prostituierter Menschen. • Die ganze Gesellschaft für das Thema zu sensibilisieren. • Die Sexkäufer in die Verantwortung ziehen. Hier ein Ausschnitt der parlamentarischen Rede von Pascale Boistard, Staatssekretärin für Frauenrechte: „Die Realität der Prostitution ist Gewalt, es ist die Mafia, der Menschenhandel, die Zuhälterei. Es ist auch die Realität der Sexkäufer: die tägliche Wiederholung unerwünschter sexueller Praktiken an prostituierten Menschen. Die körperliche und psychische sexuelle Gewalt, die die Prostitution begleitet, führt zu schweren Schäden. Manche sprechen von einem Beruf, von einer gewissen Entscheidungsfreiheit oder von einer akzeptablen Prostitution, wenn sie in einem luxuriösen Ambiente ausgeübt wird. Die Realität ist jedoch eine ganz andere: heute kommt die große Mehrheit der prostituierten Menschen aus dem Ausland und ist Opfer von Menschenhandel. Es ist diese Realität, die wir verändern müssen. Die Rechte und das Leben von Frauen und Männern dafür zu opfern, dass einige ihre sexuelle Lust ausleben können: Das ist nicht die Gesellschaft die wir wollen! Meine Empörung vor diesem Tatbestand bleibt groß.“ Von einer Empörung in Deutschland ist nichts zu sehen, besonders nicht bei der SPD, die seit 2 Jahren dafür kämpft, an dem ProstG so wenig wie möglich zu verändern. Es ist vielleicht ein Zufall, aber fast am selben Tag hat sich die große Koalition zu einer Reform des ProstG geeinigt und im Gegensatz zu Frankreich, ist es ein zahnloser Hamster geworden, völlig sinnlos! (siehe beigefügten Artikel der EMMA) • Es soll eine Kondompflicht eingeführt werden, als Signal gut, aber nicht überprüfbar. • Ein Verbot von Flatrate-Bordellen, als Signal gut, aber leicht zu umgehen. • Eine Anmeldepflicht. Allerdings muss die Frau sich nicht in jeder Stadt anmelden in der sie sich prostituiert, sondern nur in der ersten. Damit ist die Regelung nahezu nutzlos. • Regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen: zweimal im Jahr für unter 21-Jährige, alle 2 Jahre für Ältere. Das ist definitiv zu wenig! In Frankreich wird Prostitution als Akt der Gewalt gesehen und unvereinbar mit der Gleichstellung Frau-Mann. In Deutschland ist sie immer noch ein Beruf wie jeder andere! Wie ist das zu verstehen? Sind Frauen in Deutschland weniger Wert? In großer Empörung! Dr. Ingeborg Kraus
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