„Neubetrieb“ statt „Normalbetrieb“: Modernisierung & Digitalisierung Berliner Schulen

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Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen in Berlin und deutschlandweit haben in der Zeit des Corona-Lockdowns Unglaubliches geleistet. Der Improvisationsbereitschaft sowie dem enormen Einsatz und Kooperationswillen von Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern ist es zu verdanken, dass in den Wochen des Lockdowns überhaupt eine neue Realität des Lernens entstehen und ein sozialer Zusammenhang aufrechterhalten werden konnte. 

Die Pandemie hat die Bruchstellen unseres (Schul-)Systems und den enormen Digitalisierungsstau an Berlins Schulen deutlich zutage gefördert. Wenn es nun am Ende der Schulferien vom Berliner Senat heißt: „Zurück zum Normalbetrieb“, halten wir Berliner Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen angesichts einer drohenden zweiten Corona-Welle dem entgegen: „Vorwärts zum Neubetrieb!“ – denn uns hat die Pandemie gezwungen, in einer neuen Schul- und Lernrealität anzukommen.  

Um diese neue Realität zu einem modernen und verlässlich funktionierenden Schulalltag auszubauen, fordern wir die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Frau Scheeres sowie den Berliner Senat zu einer schnellen Umsetzung folgender Maßnahmen auf – denn die Verantwortung kann nicht länger auf die Schulen und das ehrenamtliche Engagement der Betroffenen abgewälzt werden!  

Wir fordern:  

  • Eine angemessene Ausstattung der Schulen mit Technik-Hardware und -Infrastruktur, wie etwa ausreichend PCs für Lehrer*innen und Schüler*innen an den Schulen, digitale Whiteboards für alle Klassenräume sowie schnelles Internet und WLan in allen Klassenräumen.  
  • Zugang zu einer gut funktionierenden und datenschutzkonformen Schul-Cloud. 
  • Eine verbindliche und zuverlässige Klärung der Rechtsgrundlage bei Verwendung privater Endgeräte von Lehrer*innen für den Online-Unterricht, um für die Lehrer*innen an Berliner Schulen Rechtssicherheit zu schaffen bzw. alternativ die Ausstattung aller Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten. 
  • Die rasche Bereitstellung von technischer Unterstützungsleistung bspw. in Form von System-Administrator*innen für Berliner Schulen, sodass die technische Unterstützung und Einrichtung nicht länger von Lehrer*innen und Eltern ehrenamtlich geleistet werden muss.
  • Ein Digitalisierungsbudget für jede Berliner Schule in Höhe von mindestens 20.000 Euro, das jeder Schule zum Ausbau der digitalen Infrastruktur frei zur Verfügung steht.  
  • Den flächendeckenden Einsatz von Medienkompetenztrainer*innen und externen Expert*innen, die Berliner Schulen bei der Entwicklung und Umsetzung von digitalen Schul- und Unterrichtskonzepten unterstützen und damit die digitale Alphabetisierung von Schüler*innen und Lehrer*innen vorantreiben.  

An zahlreichen Berliner Schulen wurde während der Ferien engagiert an Konzepten gearbeitet, um eine Aufrechterhaltung des Schulbetriebs im Falle einer zweiten Corona-Welle zu ermöglichen. Woran es nun mangelt, ist schlichtweg die Bereitstellung materieller und personeller Ressourcen zur Umsetzung dieser Konzepte! Mit den genannten Maßnahmen wird eine Basis geschaffen, um Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern im neuen Schuljahr zu entlasten und auch im Fall einer neuen Corona-Welle ein gesundes und geregeltes Lernumfeld zu schaffen.  

Wir fordern eine schnelle und unbürokratische Unterstützung in der Digitalisierung und Modernisierung der Berliner Schulen, um eine zukunftsorientierte und zukunftsfähige Bildung an allen Berliner Schulen sicherzustellen! 

Wir brauchen starke Kinder für eine starke Zukunft! 

Das Eltern-Krisenteam der Berliner Flaeming-Grundschule
Markus Brückle
Dr. Esther Konieczny
Bettina Löwe
Sophie Reiske
Carsten Wedemeyer