Petition updateSchutz der abschlagsfreien Altersrente mit "65" für besonders langjährig Versicherte

Update zu einer entsprechenden Bundestagpetition

Manuela SchwarzwälderHamburg, Germany
Sep 13, 2026

Ziel meiner ursprünglichen Petition auf einer "Öffentlichen Plattform wie Change.org" war/ist es daraus möglichst eine Bundestagspetition zu formen.

Eine "Öffentliche Change.org Petition"  wird leider nicht "automatisch" zu einer Bundestagspetition. Man muss sie separat auf dem E-Petitionsportal des Deutschen Bundestages dazu einreichen. Das habe ich mit u.a. ID 206291/Wortlaut  mit der Bitte zur Veröffentlichung und Mitzeichnung getan. Wenn man innerhalb von 6 Wochen 30.000 Unterschriften nach "Genehmigung" erreicht, wird das Thema zur öffentlichen Anhörung in den Petitionsausschuss eingeladen. Mir war von Beginn an wichtig, dass das Thema  öffentlich breit unter den politischen Entscheidungsträgern diskutiert wird, alle demokratischen Mittel dazu ausgeschöpft werden und möglichst nicht  wie von der Rentenkommission vorgeschlagen: abgeschafft werden soll. 

Leider hat man meine Bundestagspetition an eine sogenannte "Leitpetition" gehängt, da scheinbar mehrere Personen gleichzeitig dieselbe Idee hatten. Damit bin ich nicht ganz glücklich, sei es drum. Das Verfahren war/ist etwas kompliziert und zeitintensiv. Zudem ist auch die Anzahl der Wörter begrenzt, die das Formular hergibt.

Darf ich Sie dennoch alle bitten die folgende Leitpetition ID204934 dazu:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_07/_18/Petition_204934.nc.html

so schnell wie möglich auf dem Portal des Deutschen Bundestages mitzuzeichnen?  (es erfordert , dass man ein "Account" öffnet)

Hierunter hängt meine Bundestagspetition wie folgt: 

Wortlaut der Bundestagspetition 206291 - 06. August 2026 von Manuela Schwarzwälder

Erhalt der abschlagsfreien Altersrente für besonders langjährig Versicherte nach 45 Beitragsjahren (§§ 38,
236b SGB VI)

Der Deutsche Bundestag wird gebeten, die bestehende Regelung zur abschlagsfreien Altersrente für besonders langjährig Versicherte nach 45 Beitragsjahren dauerhaft zu erhalten und von einer Abschaffung oder wesentlichen Einschränkung abzusehen. Versicherte, die die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, sollen weiterhin mit 65 abschlagsfrei in den Ruhestand gehen können.

Begründung

1. Anerkennung der Lebensleistung und des Generationenvertrags:

Wer 45 Jahre oder länger Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet hat, hat über Jahrzehnte
hinweg nicht nur zum Funktionieren des solidarischen Rentensystems beigetragen, sondern den
Generationenvertrag in besonderem Maße erfüllt. Viele Betroffene sind bereits in jungen Jahren mit 15, 16 in
das Berufsleben eingetreten und haben nahezu ein halbes Jahrhundert lang gearbeitet und Beiträge entrichtet.

Die abschlagsfreie Altersrente ist daher kein Privileg – auch keine „Frühverrentung“ - sondern Ausdruck von
Leistungsgerechtigkeit und der Anerkennung einer außergewöhnlichen Lebensleistung.

2. Vertrauensschutz:

Millionen Versicherte haben ihre Lebens- und Ruhestandsplanung auf Grundlage der geltenden gesetzlichen
Regelungen vorgenommen. Eine nachträgliche Abschaffung würde insbesondere rentennahe Jahrgänge
treffen, die kaum noch Möglichkeiten haben, ihre finanzielle Planung anzupassen.
Die Verlässlichkeit staatlicher Zusagen ist eine wesentliche Voraussetzung für das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung und den Sozialstaat.

3. Gesundheitliche Belastungen in allen Berufsgruppen:

Die Möglichkeit eines abschlagsfreien Renteneintritts nach 45 Beitragsjahren muss für alle Berufsgruppen
erhalten bleiben. Langjährige Erwerbstätigkeit kann unabhängig vom Berufsfeld zu gesundheitlichen
Belastungen führen. Neben körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten nehmen auch psychische Belastungen und stressbedingte Erkrankungen in Büro-, Dienstleistungs- und Wissensberufen seit Jahren zu. Nach mehr als vier Jahrzehnten Erwerbstätigkeit erreichen viele Beschäftigte – unabhängig von ihrer Tätigkeit – gesundheitliche Belastungsgrenzen.

Der Wegfall der abschlagsfreien Altersrente würde viele Betroffene vor die Wahl stellen, entweder
gesundheitliche Risiken in Kauf zu nehmen oder lebenslange Rentenabschläge zu akzeptieren.

4. Realität des Arbeitsmarktes:

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 50 beziehungsweise 60 Jahre haben nach einem
Arbeitsplatzverlust deutlich geringere Chancen auf eine erneute dauerhafte Beschäftigung. Die politische
Erwartung einer längeren Lebensarbeitszeit steht daher teilweise im Widerspruch zu den tatsächlichen

Einstellungsbedingungen auf dem Arbeitsmarkt. Eine Abschaffung der abschlagsfreien Altersrente würde das Risiko erhöhen, dass langjährig Versicherte kurz vor dem Renteneintritt in Arbeitslosigkeit geraten und auf Sozialleistungen angewiesen sind – obwohl sie über Jahrzehnte hinweg gearbeitet und Beiträge geleistet haben.

5. Einhaltung politischer Zusagen:

Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD für die Legislaturperiode 2025–2029 sieht den Erhalt der
Altersrente für besonders langjährig Versicherte vor. Viele Versicherte vertrauen auf diese Zusage und haben
ihre Lebensplanung entsprechend ausgerichtet. Eine Abschaffung oder wesentliche Einschränkung dieser
Rentenart würde dieses Vertrauen erheblich beeinträchtigen.

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Vielen Dank für Ihre Unterstützung und die zahlreichen Unterschriften.

 

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