Petition updateSchluss mit ungerechter SCHUFA-Praxis für erledigte Forderungen / Löschung nach 6 MonatenBGH-Verkündung am 21. Oktober 2026: Transparenzfrage bei SCHUFA-Scores bleibt hochaktuell
Patrick R.Germany
Jun 18, 2026

BGH-Verkündung am 21. Oktober 2026: Transparenzfrage bei SCHUFA-Scores bleibt hochaktuell

Nach der Verhandlung am 18. Juni 2026 hat der Bundesgerichtshof nun einen Verkündungstermin bestimmt:

21. Oktober 2026, 8:45 Uhr

Es geht um die Verfahren I ZR 227/25 bis I ZR 230/25 zum Auskunftsanspruch gegen eine Wirtschaftsauskunftei. Das ursprünglich ebenfalls aufgeführte Verfahren I ZR 226/25 ist nach dem Terminhinweis nicht mehr Gegenstand der Verkündung, weil die Klage zurückgenommen wurde.

Damit bleibt die zentrale Frage weiter offen, die auch für diese Petition von großer Bedeutung ist:

Welche Informationen müssen Betroffene tatsächlich erhalten, um nachvollziehen zu können, wie ihre Scorewerte zustande kommen?

In den Verfahren geht es nicht nur um abstrakte Datenschutzfragen, sondern um etwas sehr Praktisches: Können Verbraucherinnen und Verbraucher prüfen, ob ein Scorewert plausibel ist, ob Fehler vorliegen und welche Daten und Kriterien ihre Bewertung besonders beeinflusst haben?

Genau hier liegt weiterhin das Transparenzproblem.

Die SCHUFA stellt ihren neuen Score seit März 2026 als Transparenzoffensive dar. Gleichzeitig werden die bisherigen Banken- und Branchenscores während einer Übergangszeit weiterhin an Banken und andere Vertragspartner ausgeliefert. Gerade diese alten Scores betreffen Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin in der Praxis — etwa bei Krediten, Konten, Verträgen oder anderen wirtschaftlich wichtigen Entscheidungen.

Deshalb bleibt die entscheidende Frage:

Warum soll Transparenz nur für den neuen Score gelten, nicht aber für diejenigen Scores, die weiterhin verwendet und an Vertragspartner übermittelt werden?

Wenn Betroffene von einer Bonitätsbewertung betroffen sind, reicht es nicht aus, allgemein auf Scoring zu verweisen. Sie müssen verständlich erfahren können, welche Daten verwendet wurden, welche Kriterien eine Rolle gespielt haben und warum ein bestimmter Scorewert zustande gekommen ist.

Transparenz darf kein Marketingbegriff sein.

Echte Transparenz muss dort gelten, wo Scorewerte konkrete Auswirkungen auf Menschen haben — insbesondere bei den Scores, die weiterhin in der Praxis eingesetzt werden.

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs am 21. Oktober 2026 könnte deshalb weit über die einzelnen Verfahren hinaus Bedeutung haben. Sie betrifft die grundlegende Frage, ob Verbraucherinnen und Verbraucher einen echten, nachvollziehbaren Einblick in Bonitätsbewertungen erhalten müssen, die über wichtige Bereiche ihres wirtschaftlichen Lebens mitentscheiden.

Die Forderung dieser Petition bleibt deshalb unverändert aktuell:

Wer von einer Bonitätsbewertung betroffen ist, muss nachvollziehen können, welche Daten und Kriterien verwendet werden und wie das Ergebnis zustande kommt.

Bitte unterstützen Sie die Petition weiterhin und teilen Sie sie mit anderen Interessierten:

https://www.change.org/Schufa-Score

Hier geht es zur Pressemitteilung des BGH
https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Termine/DE/Termine/IZR227-25ua.html?nn=373190

Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X