Petition updateSchluss mit ungerechter SCHUFA-Praxis für erledigte Forderungen / Löschung nach 6 Monatenam 18. Juni 2026, verhandelt der Bundesgerichtshof gleich fünf Verfahren zum Auskunftsanspruch
Patrick R.Germany
Jun 10, 2026

10.06.2026

Am kommenden Donnerstag, dem 18. Juni 2026, verhandelt der Bundesgerichtshof gleich fünf Verfahren zum Auskunftsanspruch gegenüber einer Wirtschaftsauskunftei (Az. I ZR 226/25 bis I ZR 230/25).

Diese Verfahren betreffen eine Frage, die auch für diese Petition von zentraler Bedeutung ist:

Welche Informationen müssen Betroffene tatsächlich über die Berechnung ihrer Scorewerte erhalten?

Besonders bemerkenswert ist dabei, dass den Verfahren Entscheidungen des OLG Dresden zugrunde liegen, in denen die bislang erteilten Auskünfte gerade nicht als ausreichend angesehen wurden. Nach der Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs geht es unter anderem um Auskünfte zur Gewichtung der maßgeblichen Kriterien, zur Aussagekraft des konkreten Scorewerts sowie zu den verwendeten personenbezogenen Daten und Bewertungsmerkmalen.

Genau diese Transparenzfrage gewinnt aktuell zusätzlich an Bedeutung.

Die SCHUFA stellt seit dem 17.03.2026 ihren neuen Score öffentlich als große Transparenzoffensive dar. Nach außen entsteht dabei leicht der Eindruck, als habe die SCHUFA ihr Scoring-System grundsätzlich transparent gestaltet.

Weniger bekannt ist jedoch, dass die bisherigen Banken- und Branchenscores weiterhin bis Ende 2028 an Banken und andere Vertragspartner ausgeliefert werden.

Gerade dort besteht das Transparenzproblem unverändert fort.

Während die SCHUFA umfangreich über den neuen Score informiert, erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher bis heute keine vergleichbar verständlichen und nachvollziehbaren Informationen darüber, wie die weiterhin verwendeten alten Banken- und Branchenscores konkret zustande kommen, welche Kriterien in welchem Umfang einfließen und wie einzelne Merkmale gewichtet werden.

Damit stellt sich eine naheliegende Frage:

Warum soll die Transparenzoffensive nur für den neuen Score gelten, nicht aber für diejenigen Scores, die weiterhin täglich an Banken und andere Vertragspartner übermittelt werden?

Der bevorstehende Verhandlungstermin vor dem Bundesgerichtshof könnte deshalb weit über die konkreten Verfahren hinaus Bedeutung erlangen. Er betrifft letztlich die grundlegende Frage, ob Verbraucherinnen und Verbraucher nachvollziehen können müssen, wie Bewertungen entstehen, die über Kredite, Konten, Verträge und andere wichtige Bereiche des wirtschaftlichen Lebens mitentscheiden.

Transparenz darf kein Marketingbegriff sein.

Wenn Transparenz ernst gemeint ist, muss sie für alle Scores gelten – insbesondere für diejenigen, die weiterhin bis Ende 2028 verwendet und an Vertragspartner übermittelt werden.

Deshalb bleibt die Forderung dieser Petition unverändert aktuell:

Wer von einer Bonitätsbewertung betroffen ist, muss nachvollziehen können, welche Daten und Kriterien verwendet werden und wie das Ergebnis zustande kommt.

Bitte unterstützen Sie die Petition weiterhin und teilen Sie sie mit anderen Interessierten:

https://www.change.org/Schufa-Score

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