Schützen Sie die ambulante Versorgung

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Das Problem

Dieses Anliegen ist mir persönlich wichtig, weil ich als selbstständige Podologin und Heilmittelerbringerin unmittelbar von den beschlossenen Vergütungsbegrenzungen betroffen bin. Ich führe eine eigene Praxis, beschäftige qualifizierte Mitarbeiterinnen und trage Verantwortung für ihre Arbeitsplätze sowie für die kontinuierliche Versorgung zahlreicher Patientinnen und Patienten.

Ein besonderer Schwerpunkt meiner täglichen Arbeit liegt auf der Betreuung von Menschen mit diabetischem Fußsyndrom. Diese Patientinnen und Patienten benötigen eine frühzeitige, kontinuierliche und passgenaue Behandlung. Schon eine kleine Druckstelle oder Verletzung kann sich bei Diabetes zu einer chronischen Wunde, einer schweren Infektion und im schlimmsten Fall zu einer Amputation entwickeln.

Eine sichere Versorgung ist deshalb nur interprofessionell möglich. In meiner täglichen Arbeit kooperiere ich mit Haus- und Fachärzten, Diabetologen, Gefäßmedizinern, Pflegefachkräften, Wundtherapeuten, Orthopädieschuhtechnikern und weiteren Gesundheitsberufen. Gemeinsam erkennen wir Risiken, behandeln bestehende Veränderungen und tragen dazu bei, schwerwiegende Komplikationen und vermeidbare Krankenhausaufenthalte zu verhindern.

Fachärztinnen und Fachärzte, Pflegende und Heilmittelerbringer sind tragende Säulen der ambulanten Gesundheitsversorgung. Sie ermöglichen, dass Menschen frühzeitig, qualifiziert und wohnortnah behandelt werden, anstatt erst dann versorgt zu werden, wenn sich ihr Gesundheitszustand bereits erheblich verschlechtert hat.

Gleichzeitig steigen in unseren Praxen die Ausgaben für qualifiziertes Personal, Gehälter, Fortbildungen, Hygiene, Medizinprodukte, Instrumentenaufbereitung, Energie, Miete, Versicherungen, Dokumentation und Digitalisierung. Werden Vergütungsanpassungen gesetzlich begrenzt, obwohl die tatsächlichen Personal-, Sach- und Betriebskosten stärker steigen, geraten gerade personalintensive und qualitätsorientierte Praxen zunehmend unter wirtschaftlichen Druck.

Die Vergütungsbegrenzungen bedrohen deshalb nicht nur die wirtschaftliche Tragfähigkeit meiner eigenen Praxis. Sie können dazu führen, dass Arbeitsplätze nicht erhalten, offene Stellen nicht besetzt, weniger Kassentermine angeboten oder Praxen nicht mehr weitergeführt werden können. Die Folgen tragen am Ende unsere Patientinnen und Patienten: längere Wartezeiten, weitere Wege und Lücken in der wohnortnahen Versorgung.

Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung warnt davor, dass die Einsparungen in der ambulanten ärztlichen Versorgung zu weniger Terminen und Leistungen führen können. Wenn gleichzeitig fachärztliche und therapeutische Versorgungsangebote geschwächt werden, wird die gesamte ambulante Behandlungskette beeinträchtigt.

Gerade beim diabetischen Fußsyndrom wäre das gesundheitspolitisch und wirtschaftlich kurzsichtig. Werden Risikofüße, Druckstellen und Wunden nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, drohen Infektionen, stationäre Behandlungen, operative Eingriffe und Amputationen. Was kurzfristig als Einsparung erscheint, kann dadurch langfristig erheblich höhere Kosten verursachen.

Ich unterstütze die notwendige wirtschaftliche Stabilisierung unseres solidarischen Gesundheitssystems. Diese darf jedoch nicht zulasten der Patientensicherheit und der Berufsgruppen erfolgen, die täglich Krankheiten behandeln, Komplikationen verhindern und Krankenhäuser entlasten.

Deshalb fordere ich, die Vergütungsbegrenzungen zu überarbeiten. Nachgewiesene Personal-, Sach- und Praxiskosten müssen angemessen berücksichtigt werden. Präventive, ambulante und interprofessionelle Versorgungsstrukturen müssen geschützt und gestärkt werden.

Fachärzte, Pflege und Heilmittelerbringer sind nicht das Kostenproblem – sie verhindern Folgekosten.

Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift. Gemeinsam können wir dafür eintreten, dass eine hochwertige, wohnortnahe und menschliche Gesundheitsversorgung auch zukünftig erhalten bleibt.

Versorgung statt Rotstift – für Patientensicherheit, Prävention und eine verlässliche ambulante Versorgung.

Unterstützen Sie diese Petition und setzen Sie ein Zeichen für die Sicherung der ambulanten Versorgung. Bitte unterschreiben Sie, um gemeinsam für eine gerechtere Vergütung zu kämpfen.

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Penelope KuehnPetitionsstarter*in

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