Petition updateSchützen Sie den Schurwald vor weiteren Eingriffen der ForstwirtschaftWeitere Schlagrodungen im Natura 2000 Gebiet des Schurwaldes
Schutzwald SchurwaldEsslingen am Neckar, Germany
Feb 23, 2025

Liebe Waldfreunde,

Die im Januar und Februar 2025 durchgeführten Schlagrodungen im FFH-Gebiet des Schurwaldes sorgen für anhaltende Besorgnis und Entsetzen in der Bevölkerung. Der Schurwald ist in Teilen als Natura 2000-Gebiet ausgewiesen, was ihn unter den Schutz der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) der EU stellt. Dennoch zeigen die Eingriffe, dass dieser Schutz wohl nicht ausreichend gewährleistet wird - die Hiebmaßnahmen im Natura 2000 Gebiet unterscheiden sich augenscheinlich nicht von denen in anderen Gebieten - und das obwohl diese unter europäischen Schutzrichtlinien stehen. Wir haben das auf folgender Seite einmal zusammengefasst und dokumentiert:

https://www.schutzwald-schurwald.de/news/35-2024-25-weitere-schlagrodungen-im-schurwald.html

Deutschland verstößt gegen den Schutz von Natura 2000-Gebieten
Dass Deutschland im Hinblick auf den Schutz seiner Natura 2000 Gebiete einiges zu verbessern hat, zeigt ein aktuelles Urteil des Europäischen Gerichtshofs: Deutschland wurde wegen unzureichender Umsetzung der Natura 2000-Vorgaben verurteilt (EuGH-Urteil). Dies unterstreicht, dass der Schutz wertvoller Naturräume nicht nur freiwillig erfolgen muss, sondern eine rechtliche Verpflichtung darstellt. Dennoch wird im Schurwald weiter gefällt.

Die Holz-Lobby: Volle Kassen, tote Wälder
Auch die Medien nehmen das Thema kritisch unter die Lupe. Eine investigative Reportage von Reschke Fernsehen zeigt, wie die Holzlobby Gewinne erzielen möchte – oft auf Kosten der Natur. Die industrielle Holznutzung trägt zur Zerstörung von Wäldern bei, die eigentlich für den Klimaschutz dringend benötigt werden. (ARD-Mediathek).

ForstBW, das Land Baden-Württemberg Politische Verflechtungen – Einfluss der Holzlobby
Ein kritischer Punkt in dem Bericht von Reschke Fernsehen ist die enge Verbindung von ForstBW und dem Land Baden-Württemberg zum Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR). Dieser Verband setzt sich vorrangig für eine intensive Holznutzung ein. Die Mitgliedschaft wirft Fragen auf: Wie unabhängig kann eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sein, wenn wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen?

Positionspapier von Minister Hauk - Förderung von Holz als Energiequelle

Kaum war die Sendung ausgestrahlt, hat Baden-Württembergs Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, ein Positionspapier unterstützt, das Holzenergie als elementaren Baustein der Energie- und Wärmewende propagiert. Ziel ist es, die Nutzung von Holz als erneuerbare Energiequelle zu fördern. Dies geschieht, obwohl wissenschaftliche Studien, der IPCC, das Umweltbundesamt und Umweltorganisationen darauf hinweisen, dass die energetische Nutzung von Holz weder ökologisch noch klimapolitisch sinnvoll ist.

Durch die aktive Förderung von Holzverbrennung stellt sich die Landesregierung gegen wissenschaftliche Erkenntnisse und internationale Empfehlungen. Statt einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und der Förderung emissionsfreier Energiequellen, wird eine veraltete Praxis unterstützt, die die Umwelt langfristig schädigt, die Wälder und die Gesundheit der Menschen (giftige Rauchgase und Feinstaub) aufs Spiel setzt.

Was Sie tun können:
Das ist eine an uns häufig gestellte Frage und wir haben die Schritte, wie und wo Sie sich beschweren können in einem Beitrag beschrieben.

Bitte unterstützen Sie uns weiterhin, indem Sie die Petition teilen und sich für den Erhalt und Schutz des Schurwaldes einsetzen. Wer Interesse hat, uns auch tatkräftig zu unterstützen, kann sich gerne bei uns melden: bi@schutzwald-schurwald.de

Zusammenfassung der Links im Artikel:

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