
Zunächst einmal vielen lieben Dank für die tollen Zuschriften und die Unterstützung für unsere Arbeit. Man kann das nicht oft genug wiederholen.
In der Kurzfassung - was hat sich alles getan?
- Greenpeace unterstützt uns offiziell
- Wir sind Mitglied - und zwischenzeitlich auch im Kernteam - in der BundesBürgerInitiative WaldSchutz
- Wir hatten ein Rundgang zusammen mit ForstBW, dem NABU und der Ameisenschutzwarte im betroffenen Gebiet
- FSC-Deutschland & Stakeholder
- Mitgliedschaft im Kuratorium der Berhard Veil-Stiftung
- Interessantes am Rande
- Und zu guter Letzt versuchen wir weiterhin das große Rad zu drehen
Die lange Version
Greenpeace unterstützt uns offiziell
Wir hatten zunächst einen Rundgang im Schurwald mit Greenpeace Esslingen und im Anschluss einen gemeinsamen Termin mit Greenpeace Stuttgart, um eine weitere Vernetzung voranzutreiben. Schnell wurde klar, dass auch in anderen Wäldern - welche in der Verwaltung von ForstBW stehen - es zu ähnlichen Vorkommnissen kam. Gemeinsam mit der Gruppe aus Esslingen und Stuttgart versuchen wir in Zukunft mehr für den Wald zu erreichen und unterstützen und gegenseitig. Zwischenzeitlich haben wir auch die Unterstützungszusage von Greenpeace Hamburg erhalten. Darüber freuen wir uns sehr, denn nur gemeinsam kann man etwas bewegen.
Austausch mit dem NABU
Dass der Wald ein wichtiges Habitat für alle Lebewesen - und im Speziellen für die Gelbbauchunke - ist, konnten wir gemeinsam mit dem NABU erörtern. Das Wissen über Gelbbauchunken ist geradezu explodiert. Vielen Dank an dieser Stelle an den NABU und ein Hinweis für die folgenden Veranstaltungen des NABU-BW zur Europawahl und den Vorträgen von Johannes Enssle.
Kernteammitgliedschaft in der BundesBürgerInitiative WaldSchutz
Wie wichtig eine gute Vernetzung ist, zeigt sich in der BundesBürgerInitiative WaldSchutz, welche wir durch tolle Mitglieder haben kennenlernen dürfen. Gemeinsam tauschen wir uns aus und versuchen bundesweit an den größeren Rädern zu drehen. Aktuell geht es um das Bundeswaldgesetz und in Zukunft um die Frage, warum ein Wald in einem wirtschaftlichen Interesse stehen soll. Genaueres dann zu gegebener Zeit. Die Zusammenarbeit funktioniert so gut, dass wir zwischenzeitlich im Kernteam wirken können und dürfen.
Rundgang im Schurwald mit ForstBW, dem NABU und der Ameisenschutzwarte
An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Ameisenschutzwarte, deren Vertreter für Baden-Württemberg extra für einen Termin eine weite Anreise auf sich genommen haben und den Rundgang zusammen mit ForstBW durch fundiertes Wissen bereichern konnte. Schnell wurde jedoch klar, dass ForstBW sich keiner Fehler bewusst ist und das, was vonstattenging, die gängige Praxis ist. Ein Näherkommen war bei diesem Termin nicht zu erwarten, zumal ForstBW durch Schreien im Wald die Situation nicht verbesserte. Zwar entschuldigte man sich für das verbale Lautwerden, doch hilft es in der Sache nicht. Immerhin konnte man ForstBW für die Ameisen interessieren, sodass eine mögliche Zusammenarbeit mit der Ameisenschutzwarte in Aussicht gestellt wurde - wäre zumindest ein Erfolg für die Ameisen, damit Folgendes in Zukunft nicht mehr passiert:
https://www.schutzwald-schurwald.de/images/schurwald/ameisen-vergleich-2.jpg
https://www.schutzwald-schurwald.de/images/schurwald/ameisen-vergleich.jpg
FSC-Deutschland e.V. & Stakeholder werden
Als interessant finden wir auch den Kontakt zum FSC-Deutschland e.V.. Dort konnten wertvolle Netzwerke erschlossen werden und etwas in die Wege gleitet werden, was bis jetzt noch nicht spruchreif ist. Abseits der Thematik der Hinweis: Wer oft im Wald unterwegs ist und nicht weiß, wohin er sich bei Beschwerden wenden soll, der kann prüfen, ob "sein" Wald FSC-zertifiziert ist
Stimmen die Vorgänge im Wald dann nicht mit den FSC-Regeln überein kann man FSC-Stakeholder werden und die Beschwerden direkt beim FSC-Deutschland einreichen. Eine interessante Möglichkeit, um nicht immer von den Forstbehörden oder den Forstbetrieben abgeschmettert zu werden.
Kuratorium Bernhard Veil Stiftung
Unsere Arbeit hat hohe Wellen geschlagen und so kam ein weiterer interessanter Kontakt mit Herrn Bernhard Veil mit gleichnamiger Stiftung zustande. Die Bernhard Veil-Stiftung hat sich unter anderem der "Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege" verschrieben und möchte in unserer Region mehr Biotope und Bannwälder erschließen. Schnell war klar, dass wir gemeinsam mehr bewegen können und wir freuen uns über die Möglichkeit, dass wir mit unserer Expertise zukünftig im Kuratorium der Bernhard-Veil Stiftung beratend tätig sein dürfen.
Wer Möglichkeiten und Beispiele in seiner Nähe für Biotope, Bannwälder und den Aufkauf von Wäldern kennt, kann sich gerne bei uns melden. Auch hier würden wir unser Netzwerk gerne erweitern.
Interessantes am Rande
Man lernt nie aus und im Netzwerk erfährt man interessantes. Wer sich fragt, warum derzeit so viele Buchen aus den Wäldern in Deutschland geholt werden, findet vielleicht eine Antwort in der Strategie der Chinesen, welche in einigen Regionen ein Einschlagverbot verhängt haben. Das stoppt die nationale Forstindustrie, stattdessen werden aber gigantische Holzmengen importiert. Darunter auch Holz aus Deutschland. Rund 51 Prozent aller in Deutschland geschlagenen Bäume gingen in den Export nach China - wir finden, dass das nicht sein muss. Denn auch im Schurwald wurde überwiegend die Buche geschlagen. Eine Nachfrage, an wen das Holz verkauft wurde, blieb von ForstBW unbeantwortet, was leider einen großen Spielraum an Spekulationen ermöglicht. Wir finden, dass Holz, wenn es denn schon geschlagen wird, auch in Deutschland verbleiben soll.
ForstBW hat in unseren Gesprächen immer wieder betont, dass sie ein Wirtschaftsunternehmen seien. Wir haben uns die Zahlen einmal näher angeschaut und feststellen müssen, dass dem nicht so ist. Nach Auskunft des Ministeriums für Ernährung, ländlichen Raum und Verbraucherschutz zeigt sich vielmehr, dass ForstBW ein Zuschussunternehmen ist (s. 251 ff.)
Das große Rad drehen
Zusammen mit den unterschiedlichsten Naturschutzverbänden und Organisationen versuchen wir auf bundespolitischer Ebene das große Rad zu drehen und so die Rahmenbedingungen für den Wald für die Zukunft zu verbessern. "Schützenhilfe" kommt dabei aus Europa mit einer "Neuen EU-Waldstrategie für 2030" und die Verpflichtung der EU-Mitgliedsstaaten beim Waldschutz.
Das sind schwer verständliche Texte, umschreiben aber einen wichtigen Baustein, um den Wäldern die Möglichkeit zu geben, sich im Sinne als Lebensgrundlage des Menschen voll und eigenständig entwickeln zu können und nicht nur im wirtschaftlichen Kontext misshandelt zu werden. Zudem wird schnell deutlich, wie wichtig die anstehende Europawahl ist und jede Stimme zählt.
Und wählen zu gehen, ist ein toller Schluss für dieses Update - wir halten Sie auf dem Laufenden.
Und wenn Sie noch Möglichkeiten sehen, unsere Petition zu unterstützen und zu teilen, freuen wir uns!