Petition updateSagt Nein! Gewerkschafter:innen gegen Krieg, Militarismus und BurgfriedenDGB auf Kriegskurs: WIR WIDERSPRECHEN!
SAGT NEIN!Berlin, Germany
Apr 18, 2025

Die Grundgesetzänderung für zügelloses Aufrüsten in Billionenhöhe ist erfolgt, der Koalitionsvertrag zur Kriegsausrichtung des ganzen Landes zu Papier gebracht, die Medien überschlagen sich mit dem Ruf nach noch mehr ´Kriegstüchtigkeit´, und selbst der DGB bläst ausgerechnet mit seinem Aufruf zum Ostermarsch in das gleiche Horn –so „sehen auch der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften die Notwendigkeit, in Deutschland und Europa verstärkte Anstrengungen zu unternehmen, um gemeinsam verteidigungsfähiger zu werden.“

WIR WIDERSPRECHEN!

  • Wer im 80. Jahr der Befreiung vom Hitlerfaschismus nicht die deutschen Kriegsgewinnler wie Siemens, BMW, Thyssen & Co. ins Visier nimmt, sondern Aufrüstung zu deren Profit und Nutzen fordert, macht sich zum Handlanger der deutschen Kriegsverbrecher.
  • Wer Deutschland und Europa gegen Russland, USA und China aufrüsten und ´kriegstüchtig´ machen will, dreht mit am Rad zum III. Weltkrieg.

Und längst sind es mehr als Worte:

  • Trotz Inflation, Massenentlassungs-Drohungen, Kürzungen und Krise machen IG Metall, ver.di, IGBCE und EVG gute Miene zum bösen Spiel, schließen Tarifverträge mit Laufzeiten bis zu 36 Monaten ab und zwingen damit die Organisationen in jahrelange Friedenspflicht gegenüber den Kriegsprofiteuren und deren Regierungen.
  • Statt unsere Kampfkraft gegen Entlassungen und Lohnraub einzusetzen, wird der Umbau zur Kriegswirtschaft forciert mit Tarifverträgen, mit denen von Entlassung bedrohte Kolleginnen und Kollegen in der Rüstungsindustrie als Leiharbeiter eingesetzt werden.
  • Nach dem Einigungspapier zum TVÖD soll es nun per Gesinnungsprüfung möglich sein, kritische Azubis gleich gar nicht mehr zu übernehmen.

WIDERSTAND!
Das kann und darf von uns nicht geduldet werden. Wir brauchen dringend Gewerkschaften, die unseren Kampf für unsere Interessen und damit gegen den Krieg, gegen die Aufrüstung, organisieren.

Denn der deutsche Kriegskurs bedeutet die Umstellung der Betriebe und Dienststellen auf Kriegswirtschaft – und das wissen wir aus zwei Weltkriegen: Das heißt für uns Sozial- und Lohnraub, Arbeitshetze und Arbeitszeitverlängerungen, Angriffe auf das Streikrecht und die freie Wahl des Arbeitsplatzes. Er bedeutet die Umstellung der ganzen Gesellschaft auf Kriegstüchtigkeit und das heißt:

Griff nach unseren Kindern in den Schulen, an der Universität und schließlich für ihre Armee zum Töten und Getötet werden.

Dagegen stark zu sein – dafür brauchen wir starke Gewerkschaften, die sich gegen den Kriegskurs der Regierung stellen. Wir suchen unsere Rettung aus der (drohenden) Erwerbslosigkeit nicht in der Kriegsproduktion: Keine Arbeit für Tod und Zerstörung. Wir wissen: Nützliche Arbeit für die Gesellschaft gibt es genug. Wir werden nicht mit der Waffe in der Hand auf unsere Kolleginnen und Kollegen in anderen Ländern losgehen. Es gibt nur eine Haltung:

Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter.

Denn wir sind und haben die Macht, den Kriegstreibern im eigenen Land das Handwerk zu legen. Das und nur das kann die Haltung unserer Gewerkschaften sein!

 

Hier gibt es den Aufruf mit Unterschriftenliste zur Mobilisierung auf den Ostermärschen, dem 01. Mai und den diversen Veranstaltungen zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. 

Lasst uns denen, die in aller Öffentlichkeit Kriege führen, 
rechtfertigen und vorbereiten endlich die Hände zerschlagen!

Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen 
wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, 
wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, 
nicht die Hände zerschlagen werden.
B. Brecht, Rede für den Frieden, 1952

Mit solidarischen Grüßen
für den Initiator*innenkreis

Hedwig Krimmer & Andreas Buderus
 

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