Kampanya güncellemesiSchwanger und selbstständig: Es braucht endlich eine Reform des Mutterschutzes!Es kommt Schwung in die Bewegung!
Johanna RöhOsnabrück, Almanya
27 Mar 2022

Liebe Unterstützer*innen,

Vor drei Wochen haben wir unsere Petition zur Absicherung schwangerer Selbstständiger gestartet.

In der Zwischenzeit hat sich viel getan!

Die ersten Zeitungen haben berichtet – unter anderem die NOZ und der Mannheimer Morgen. Weitere Magazine werden in der ersten Aprilwoche folgen. Letzte Woche war ein TV-Team bei mir in der Werkstatt. Ausgestrahlt wird der Beitrag voraussichtlich diese Woche. Ein weiterer Termin für ein Radio-Interview steht.

Auch die ersten Kontakte mit verschiedenen Bundestagsabgeordneten entwickeln sich gerade.

Dass unsere Problematik alle selbstständigen Gebärenden und nicht nur das Handwerk betrifft wussten wir. Eure vielen Geschichten, wie gravierend sich die Situation auch auf andere Bereiche wie zum Beispiel auf Kulturschaffende und Menschen aus dem Gesundheitsbereich auswirken, haben uns noch einmal bestärkt, wie wichtig und überfällig die Veränderungen sind, die wir fordern.

Die Rückmeldungen, die wir bekommen, sind fast durchgehend unterstützend und positiv. Vereinzelt hören wir „Wir haben uns damals nicht beschwert.“ und „Ich habe noch bis zum Tag vor der Entbindung die Kühe gemolken.“. Das sind für uns keine validen Gegenargumente, die die individuelle Situation der Schwangeren mit einbezieht. Wir sind uns sicher, dass unsere Forderungen umsetzbar sind und eine Verbesserung schaffen. Nicht nur für die Betroffenen, die Chancengleichheit und für unsere Wirtschaft – sondern auch gegen den Fachkräftemangel im Allgemeinen. Im Handwerk und Bausektor geht es dabei zusätzlich auch um den Klimawandel, da viele lokale Betriebe helfen, energieschonende, individuelle Lösungen umzusetzen.

Das ist unser Rückenwind!

Auf www.change.org/meinewerkstattbleibt sind bisher knapp 46.500 Unterschriften zusammengekommen.

Zuerst war unser Plan, die Unterschriften bis Anfang April zu sammeln und dann an die Entscheidungsträger*innen zu übergeben. Da wir merken, dass noch mehr Zeit nötig ist, um eine breite Berichterstattung zu ermöglichen und mehr Menschen zu erreichen, streben wir eine Stimmenübergabe Ende April an.

Wie ich persönlich das dann schaffen werde, weiß ich gerade noch nicht. Bei mir wird das etwa drei Wochen vor dem Entbindungstermin sein.

Ein kleiner Einblick in meinen derzeitigen Alltag in der Tischlerei:

Ich versuche mit meiner Auszubildenden und meinem Gesellen die letzten Baustellen abzuschließen. Da ich selbst nicht mehr einsatzfähig bin und kein Risiko eingehen möchte, arbeite ich natürlich nicht mehr mit. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich schon entspannt zurücklehnen und den Betrieb schließen kann. Meine (gesetzliche) Krankenkasse argumentiert deshalb, dass ich also doch noch mit meiner Arbeitskraft zur Verfügung stünde. Dass ich als Handwerkerin mein Einkommen durch das praktische Arbeiten generiere, das jetzt nicht mehr möglich ist, scheint für sie kein Argument. Leider geht das an meiner Realität vorbei, da meine Betriebsausgaben die Einnahmen übersteigen, wenn meine Arbeitskraft fehlt. Für mich ist das zynisch – selbst die einzige Unterstützung, die mir zustünde und für die ich jahrelang Beiträge abgeführt habe, wird mir verweigert. Dagegen vorzugehen kostet noch einmal extra Energie. Ich hoffe hier noch auf ein Einlenken.

Aber zurück zur Petition!

Da wir keine größere Institution haben, die unser Anliegen aktiv unterstützt, freuen wir uns umso mehr, wenn ihr unsere Petition weiterverbreitet.

Eine gute Möglichkeit ist dabei, die Bundestagsabgeordneten eures Wahlkreises anzuschreiben um auf die Problematik und die Petition aufmerksam zu machen. Setze dabei auch deine Lokalzeitung in CC.

Was uns außerdem helfen würde, ist das Herstellen von Kontakten zu weiteren überregionalen Medien, die offen dafür sind, über die Thematik zu berichten.

Teilt eure Erfahrungen gerne weiter unter #meinewerkstattbleibt. Auch wenn es in eurem Fall nicht die Werkstatt, sondern die Praxis oder das Ladengeschäft ist!

Gemeinsam werden wir etwas bewegen!

Eure Johanna Röh, mit Maxime Krämer und Astrid Hilt

Hemen destekle
Bu kampanyayı imzala
Bağlantıyı kopyala
WhatsApp
Facebook
X
E-posta