Petition updateRispetto per il volontariato

Traduzione in tedesco

Lara RobbianiManno, Switzerland
Jul 28, 2017
Seit fast drei Jahren helfen wir Migranten in Mailand, Como und im Tessin. Im Oktober 2016, zusammen mit anderen Freiwilligen (Frauen und Männer), haben wir den Verein DaRe gegründet. Diese Organisation kann auf etwa fünfzig Freiwilligen zahlen und arbeitet in verschiedenen Bereichen wie Sammlung und Verteilung von Kleidung und Körperpflegeprodukten, Lagerverwaltung, kostenlose Italienischsprachkurse, Zusammenarbeit mit Hebammen, Kochkurse und vieles mehr. Noch weitere Projekte sind geplant, z. B. Nähkurse. Freiwillige leisten ihre Arbeit kostenlos, ihre persönlichen Kosten werden von uns nicht entschädigt. Zusätzlich, besuchen wir die Pensionen und die Zivilschutzzentren wo die 200 Asylbewerber im Tessin untergebracht sind. Niemand sonst tut es. Bei diesen Gelegenheiten wurde uns klar, dass die Migranten keinen Kontakt zu anderen Leuten haben (ausser Sicherheitspersonal und Pensionsbesitzer, natürlich). Unsere Besuche sind deshalb sehr geschätzt. Von Anfang an haben wir jeden Besuch an Carmela Fiorini gemeldet. Frau Fiorini ist Leiter der Sektion „Asylbewerber“ vom Sozialamt für Unterstützung und Integration im Tessin. Die Zusammenarbeit zwischen uns und diesem kantonalen Amt war stets gut. Vor zwei Monaten wurde allen Pensionen und Unterkünften mitgeteilt, dass die den Migranten schon verteilten 50-Franken-Gutscheinen für den Kauf von Kleidung bei Caritas und Rotem Kreuz nicht mehr gültig waren. Das Büro von Carmela Fiorini hat uns demzufolge gebeten, ein Projekt unterzubreiten, damit sämtliche Anfragen betreffend Kleidung von den insgesamt 17 Migrantenzentren abgedeckt werden konnten. So reichten wir unser Projekt ein, und warteten auf eine Antwort. Nach wiederholten Forderungen von uns, konnten wir uns schliesslich einen Monat später mit Carmela Fiorini und Renato Bernasconi (Leiter des Sozialamtes für Unterstützung und Integration) treffen. Zu unserer Überraschung wurden wir informiert, dass die kantonalen Behörden den Auftrag an die Caritas schon zugesprochen hatten und dies gegen Bezahlung eines ihren Mitarbeiter zu 50% Arbeitspensum. Caritas würde von nun an sämtliche Freiwilligen koordinieren, die in der Region mit Flüchtlingen tätig sind. Mit anderen Worten, soll unser Verein DaRe, das die größte Anzahl an aktiven Freiwilligen im Tessin hat, ab jetzt der Caritas unterliegen die, vom Kanton bezahlt, auch unsere Aktivitäten koordinieren würde! Wir möchten betonen, dass unsere Arbeit notwendig war, weil der Dienst von Caritas in Sachen Kleidung nicht funktioniert hat. Um ein paar konkrete Beispiele zu nennen: in Bosco Gurin, obwohl es schon kalt war, gab es Asylbewerber die noch Sommerkleider getragen haben und in Camorino gab es junge Leute, die nicht einmal einen Unterwäschewechsel hatten. Unserer Meinung nach, ist diese Vorgehensweise ziemlich fragwürdig (auch angesichts des Argo-Falls). Das Mandat wurde ohne Wettbewerb zu einer politisch und religiös stark profilierten Organisation zugeteilt, die nun dank dem zusätzlichen Auftrag im Tessin fast alle Aktivitäten im sozialen Bereich der Migrantenhilfe verwalten wird. Wir verstehen nicht, warum wir nicht berücksichtigt wurden, obwohl unsere Arbeit für mehr als zwei Jahren geschätzt und unterstützt von denselben Behörden worden ist (so sehr, dass sie uns die Genehmigung erteilt hatten, Pensionen und Migrantenunterkünfte zu besuchen). Auf deren Anfrage haben wir unsere Offerte unterbreitet - eine professionelle und kostenlose Zusammenarbeit/ eine professionelle Zusammenarbeit, die nur unsere Kosten (z. B. für die Miete des Lagerraums) beinhaltete und trotzdem ein effizientes und kostengünstiges Dienst gewährleistete (in unserem Lager in Bellinzona bedienen wir auch Nicht-Migranten Familien, die auf unsere Dienste angewiesen sind, denn die Caritas Angebot für sie zu teuer ist). In Anbetracht dieser Situation, denken wir viel angemessener für uns, unsere Tätigkeit selbstständig fortzusetzen (obwohl uns wärmstens empfohlen wurde, Caritas zu unterliegen). Für uns ist diese Idee nicht akzeptabel, weil wir die Waren, die wir von den Leuten geschenkt bekommen, kostenlos verteilen. Oft spenden die Leute an uns und nicht an Caritas und Rotes Kreuz gerade weil die letzteren die gespendete Ware wiederverkaufen. Unsere Hoffnung ist, dass unsere Arbeit erkannt wird und dass mehr Transparenz in den Entscheidungen der Behörde zukünftig zu sehen ist. Im Namen des Ausschusses, Lara Robbiani Tognina
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