Ringbus erhalten - das südwestliche Ringgebiet Braunschweig nicht abhängen!

Das Problem

Braunschweiger Ringbus erhalten! Das südwestliche Ringgebiet darf nicht abgehängt werden!

 

Die BSVG (Braunschweiger Verkehrs-GmbH) plant mit der „Weiterentwicklung des Fahrplanangebots“ ab März 2024 die „Auflösung des Ringbusses“. Der Ringbus hatte eine selbst für Auswärtige leicht verständliche, verbindende Funktion. Im südwestlichen Ringgebiet (südlich des Cyriaksrings) bahnt sich nun eine deutliche Verschlechterung der Mobilität an – gerade dort, wo viele Menschen leben, die auf guten und bezahlbaren öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.

Die Fahrplanänderungen treffen sowohl die zahlreichen Anlauf- und Beratungsstellen, Versorgungsmöglichkeiten und soziokukturellen Einrichtungen im Stadtteil sowie all die Menschen, die armutsgefährdet sind, Schichtdienst arbeiten oder für die der öffentliche Raum vor allem zu späten Stunden ohnehin nicht sicher ist:

 

  • Grundsätzlich soll tagsüber nur noch alle 30 Minuten ein Bus fahren, statt wie bisher alle 15 Min. Diese halbstündige Taktung gilt nun also wochentags, am Wochenende und in den gesamt Ferien.

    Dies erschwert Arbeitswege, Einkäufe (Einkaufszentren Otto-von-Guericke-Straße, Fabrikstraße, Stobwasserstraße), sowie die Erreichbarkeit der einzig verbliebenen Apotheke im Gebiet. Es erschwert Menschen innerhalb des Gebiets zum Mehrgenerationenhaus, Mütterzentrum oder Ambet zu gelangen, um an Beratungsangeboten teilzunehmen.

    Damit wird es aber auch schwieriger, Veranstaltungen etwa in Harrys Bierhaus, dem Jugendzentrum Drachenflug, Nexus, WRG Studios, Open Studios, Kunstverein Jahnstraße, Nähwerkstatt Flickwerk,... zu besuchen und im Anschluss möglichst direkt, sicher und zuverlässig nach Hause zu kommen.

     

  • Die direkte Verbindung zum Hauptbahnhof, aber auch in andere Braunschweiger Ringgebiete wird damit deutlich erschwert.


    Mit den neuen Fahrplänen wird der bisherige Ringbus quasi beim Cyriaksring zerteilt. Dadurch wird es Menschen erschwert, sich innerhalb des Westlichen Ringgebiets ohne Umsteigen und in angemessener Zeit zu bewegen. Das betrifft zum Beispiel die Wege zwischen den verschiedenen Orten für Senior*innen und sozialen Räumen, bzw. Beratungsangeboten. Auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen müssen erst ganz bis zum Cyriaksring gelangen. Es erschwert Studierenden die Wege zur HBK (Hochschule für Bildende Künste) und TU (Technische Universität) und zurück.

 

Dass die BSVG nun im Vergleich zur ersten Ankündigung still und heimlich noch ein weiteres Mal die Bus-Taktung sogar Werktags (mit der kleinen Ausnahme zwischen 7 und 9 Uhr) komplett auf 30 Minuten verschlechtert, empfinden wir gelinde gesagt als Frechheit.


Aber: die bisherigen öffentlichen Proteste gegen die Abschaffung der Ringbusse können immerhin auch einen ersten Erfolg verzeichnen! Denn das südwestliche Ringgebiet wird - wenngleich mit einem etwas verwirrenden Übergang der Linien 419 und 426 am Cyriaksring - nun Freitags und Samstags weiterhin bis 3 Uhr Nachts (stündlich) angebunden bleiben.

 


Klar ist: Eine Einschränkung der öffentlichen Mobilität ist keine „Weiterentwicklung“, sondern ein Rückschritt. Die gut getaktete Versorgung durch den öffentlichen Nahverkehr muss ausgebaut statt eingeschränkt werden und zudem bezahlbar sein (und auch für die in dem Bereich arbeitenden Menschen ein gutes Leben ermöglichen). Dazu können verlässliche, gut ausgeschilderte Ringbuslinien sehr gut beitragen.

Für den Erhalt der Ringbusse, für sichere Abendstunden und Stärkung des sozialen Miteinanders im südwestlichen Ringgebiet und überall.

Für einen wohlwollenden Blick auf vorhandene Konzepte, wie ohnehin benachteiligte Menschen mobil und sicher bleiben können - und das auch in den Abend- und Nachtstunden. 

 

Und für mehr niedrigschwellige Einbeziehung des Stadtteilgesellschaft.
Das Westliche Ringgebiet Braunschweig nimmt aktuell am Bund-Länder-Förderprogramm „Die Soziale Stadt“ teil, um die Lebensbedingungen im Quartier zu verbessern und dabei gezielt bei für die Öffentlichkeit wichtige Projekten die Bürger*innenbeteiligung hochzuhalten. Auch und gerade deshalb braucht es gute und transparentere Informationswege in Fragen der Mobilität sowie eine beteiligungsfördernde Stärkung von Anwohner*innenperspektiven, z.B. durch die vorhandenen Gremien und Netzwerke wie Stadtteilkonferenzen. Gerade nicht-privilegierte Menschen im Quartier sind Expert*innen ihrer Lebensrealität und wenn sie gut inkludiert werden, profitieren wir alle als Gesellschaft davon.

 

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Das Problem

Braunschweiger Ringbus erhalten! Das südwestliche Ringgebiet darf nicht abgehängt werden!

 

Die BSVG (Braunschweiger Verkehrs-GmbH) plant mit der „Weiterentwicklung des Fahrplanangebots“ ab März 2024 die „Auflösung des Ringbusses“. Der Ringbus hatte eine selbst für Auswärtige leicht verständliche, verbindende Funktion. Im südwestlichen Ringgebiet (südlich des Cyriaksrings) bahnt sich nun eine deutliche Verschlechterung der Mobilität an – gerade dort, wo viele Menschen leben, die auf guten und bezahlbaren öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.

Die Fahrplanänderungen treffen sowohl die zahlreichen Anlauf- und Beratungsstellen, Versorgungsmöglichkeiten und soziokukturellen Einrichtungen im Stadtteil sowie all die Menschen, die armutsgefährdet sind, Schichtdienst arbeiten oder für die der öffentliche Raum vor allem zu späten Stunden ohnehin nicht sicher ist:

 

  • Grundsätzlich soll tagsüber nur noch alle 30 Minuten ein Bus fahren, statt wie bisher alle 15 Min. Diese halbstündige Taktung gilt nun also wochentags, am Wochenende und in den gesamt Ferien.

    Dies erschwert Arbeitswege, Einkäufe (Einkaufszentren Otto-von-Guericke-Straße, Fabrikstraße, Stobwasserstraße), sowie die Erreichbarkeit der einzig verbliebenen Apotheke im Gebiet. Es erschwert Menschen innerhalb des Gebiets zum Mehrgenerationenhaus, Mütterzentrum oder Ambet zu gelangen, um an Beratungsangeboten teilzunehmen.

    Damit wird es aber auch schwieriger, Veranstaltungen etwa in Harrys Bierhaus, dem Jugendzentrum Drachenflug, Nexus, WRG Studios, Open Studios, Kunstverein Jahnstraße, Nähwerkstatt Flickwerk,... zu besuchen und im Anschluss möglichst direkt, sicher und zuverlässig nach Hause zu kommen.

     

  • Die direkte Verbindung zum Hauptbahnhof, aber auch in andere Braunschweiger Ringgebiete wird damit deutlich erschwert.


    Mit den neuen Fahrplänen wird der bisherige Ringbus quasi beim Cyriaksring zerteilt. Dadurch wird es Menschen erschwert, sich innerhalb des Westlichen Ringgebiets ohne Umsteigen und in angemessener Zeit zu bewegen. Das betrifft zum Beispiel die Wege zwischen den verschiedenen Orten für Senior*innen und sozialen Räumen, bzw. Beratungsangeboten. Auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen müssen erst ganz bis zum Cyriaksring gelangen. Es erschwert Studierenden die Wege zur HBK (Hochschule für Bildende Künste) und TU (Technische Universität) und zurück.

 

Dass die BSVG nun im Vergleich zur ersten Ankündigung still und heimlich noch ein weiteres Mal die Bus-Taktung sogar Werktags (mit der kleinen Ausnahme zwischen 7 und 9 Uhr) komplett auf 30 Minuten verschlechtert, empfinden wir gelinde gesagt als Frechheit.


Aber: die bisherigen öffentlichen Proteste gegen die Abschaffung der Ringbusse können immerhin auch einen ersten Erfolg verzeichnen! Denn das südwestliche Ringgebiet wird - wenngleich mit einem etwas verwirrenden Übergang der Linien 419 und 426 am Cyriaksring - nun Freitags und Samstags weiterhin bis 3 Uhr Nachts (stündlich) angebunden bleiben.

 


Klar ist: Eine Einschränkung der öffentlichen Mobilität ist keine „Weiterentwicklung“, sondern ein Rückschritt. Die gut getaktete Versorgung durch den öffentlichen Nahverkehr muss ausgebaut statt eingeschränkt werden und zudem bezahlbar sein (und auch für die in dem Bereich arbeitenden Menschen ein gutes Leben ermöglichen). Dazu können verlässliche, gut ausgeschilderte Ringbuslinien sehr gut beitragen.

Für den Erhalt der Ringbusse, für sichere Abendstunden und Stärkung des sozialen Miteinanders im südwestlichen Ringgebiet und überall.

Für einen wohlwollenden Blick auf vorhandene Konzepte, wie ohnehin benachteiligte Menschen mobil und sicher bleiben können - und das auch in den Abend- und Nachtstunden. 

 

Und für mehr niedrigschwellige Einbeziehung des Stadtteilgesellschaft.
Das Westliche Ringgebiet Braunschweig nimmt aktuell am Bund-Länder-Förderprogramm „Die Soziale Stadt“ teil, um die Lebensbedingungen im Quartier zu verbessern und dabei gezielt bei für die Öffentlichkeit wichtige Projekten die Bürger*innenbeteiligung hochzuhalten. Auch und gerade deshalb braucht es gute und transparentere Informationswege in Fragen der Mobilität sowie eine beteiligungsfördernde Stärkung von Anwohner*innenperspektiven, z.B. durch die vorhandenen Gremien und Netzwerke wie Stadtteilkonferenzen. Gerade nicht-privilegierte Menschen im Quartier sind Expert*innen ihrer Lebensrealität und wenn sie gut inkludiert werden, profitieren wir alle als Gesellschaft davon.

 

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