Petition updateJetzt Gehwegseitenwechsel in Baumaßnahme Josefstraße Rheinbreitbach!Bürgerinitiative legt dem Rat Alternativplan vor!
Philip BlindeGermany
Aug 18, 2023

Im gestrigen Termin mit der Presse und einigen Ratsmitgliedern vor Ort wurde der Bürgerinitiative "Für sicheren Fußverkehr in der Josefstraße" nahegelegt einen Plan auszuarbeiten und vorzulegen. 

Nachdem ich leider feststellen durfte, dass wir vor 17 (!) Jahren bereits eine Verkehrsberuhigte Zone am Kindergarten hatten und diese wegbauen mussten, bin ich gestern umhergefahren und habe in Linz an der Schule eine „20 Zone“ entdeckt! Diese Idee und die einer Terminteilnehmerin, deren Namen ich mir leider nicht aufgeschrieben habe, die nämlich meinte: "warum muss hier überhaupt ein Hochbordgehweg hin?" habe ich in einen Plan gepackt und gerade dem Rat geschickt. Hier ist der Plan für jeden zum Download!

Vorschlag:

  • wir bauen bei dem Teilabschnitt keinen Bürgersteig – die Ansprüche an diesen sind einfach bei der Enge zu hoch und sorgen für zu viel Vorschriften / Haftung
  • wir bauen da lediglich ein breites Schrammbord auf der Seite des Parkplatzes und zwar so breit, wie die bestehenden Gehwegendstücke von KiGa und Rheinstraße her: 110cm
  • diese abgesenkte und markierte Fläche führt dann durch eine 20 Zone mit Beschilderung und entsprechender Markierung auf der Straße
  • wir haben keine Schweller oder ähnliches, weil wir keine Verkehrsberuhigung durch Personen in oder an der Fahrbahn wollen. Die Schweller im anderen Plan sind laut Kapitel 6.2.1.1 RASt wohl eh auch zu kurz geplant gewesen für Busse (7m statt 3m)
  • die Fahrbahn bauen wir querschnittlich in „V-Form,“ also mit dem Gully mittig und etwas steiler zum ehemaligen Zehnthof hin, damit Wasser von ihm weggeleitet wird
  • den Parkplatz lassen wir so wie er ist – wenn wir ihn versiegeln, wird er statt wie jetzt als Regenpuffer zu dienen (aktuell versickert das Regewasser einfach), als Verstärker bei Starkregen wirken. Und laut Sabine Schmicklers Telefonat mit der Verbandsgemeinde „muss“ der Parkplatz auch nicht gemacht werden, wenn die Straße gemacht wird
  • da wir dann mehr Platz auf der Straße haben, können wir 2 von 3 offiziellen Stellplätzen dort halten und die innoffiziellen Plätze an der alten Bushalte gehen offiziell
  • den Weg aus dem Mühlenweg kappen wir nicht wie im anderen Plan, sondern wir setzen da auch wieder Schrammborde hoch bis zum „echten“ Gehweg in die Rheinstraße
  • die Lampen können wir im Zickzack da hinstellen, wo sie weder Busse, noch Fußgänger stören

Nun habe ich weder Autodesk, noch irgendeine Tiefbau Software mit Maßen, aber ich konnte die Breite der geplanten Straße und die der alten Gehwegsenden in Photoshop abtragen und der Rest ergab sich dann fast von selbst. Die Teile in meinem Plan, die dann auch grau sein werden, sind dort auch so eingefärbt (ist im anderen Plan nicht so). Der Parkplatz ist beige und grün, so wie er heute bereits ist und Bilder aus Google Streetview veranschaulichen interessante Stellen hoffentlich klar. Schließlich habe ich noch zwei „Einfahrt“ und „Durchfahrt“ Illustrationen gemacht, so dass man sich das besser vorstellen kann. Die Illustrationen basieren auf echten Fotos mit echten 110 cm Abmessungen von heute Vormittag.

Auswirkungen:

  • Fußgänger haben eine sichere Option durch die Josefstraße ohne Verkehrskreuzungen in beide Richtungen!
  • auch der absehbare zusätzliche Fußverkehr der Bürresheimer Straße (22 neue Wohneinheiten!) wird aufgenommen werden können 
  • Rollatoren und Co können auf dem Schrammbord hoch und runter
  • 110cm breit ist die Fläche nur an engen Stellen, oft ist es breiter und wir haben viele Ausweichmöglichkeiten
  • Anlieger können das meiste von ihrem Grundstück wohl behalten, es ist aber auch eine gemeinschaftliche Diskussion möglich bei der Eigentümer teile anbieten können um eben mehr Schrammbord-Zentimeter rauszuholen
  • vom Zehnthof wird das Wasser jetzt zur Straßenmitte geleitet
  • Wir verlieren "netto" nur einen Parkplatz (vielleicht geht sogar gar kein Verlust)
  • Bäume bleiben und können auch überleben, da sie weiterhin Wasser über den Parkplatz bekommen
  • die „Zehnthof Scheune“ und die Gärten können einfachen Zugang zur Straße bekommen
  • die Gemeinde vermeidet Risiko / Haftung, weil es kein Hochbord Gehweg ist und auch keiner diesen Anspruch hat
  • Busse fahren weder die Baumkronen ab, noch über irgendwelche Schweller
  • die Feuerwehr muss ebenfalls nicht bei Rettungseinsätzen über Schweller springen
  • Regenwasser läuft „mittig“ im Gully-System ab, in die Röhre der alten Planung
  • bei Starkregen dient der Parkplatz als Puffer und das „V“ der Straße sorgt bei Gullyüberlastung für einen Bach in der Mitte, und keinen an/in den Häusern!
  • die Hitze wird weiterhin vom hellen Parkplatz und seinen Bäumen und Sträuchern vermindert
  • 20 Km/h ist ein starke Signal an die Autofahrer – das können wir auch ab und an mal messen dann
  • wenn jetzt alle von uns den Schrammbordweg nutzen werden, können wir am „echten“ Gehweg an der Rheinstraße eine Wegkreuzung mit gelben Füßen oder Ähnlichem machen… hab ich schon mal im Plan angedeutet einfach. 
  • einige Dinge der alten Planung können übernommen werden 
  • die Kosten vom Bau werden offensichtlich niedriger: Parkplatz nicht versiegelt, Hochbordsteine und Schwellen nicht gebaut
  • eine Zeitersparnis ist auch wahrscheinlich, weil wir weniger bauen müssen
  • die Petition würde es als Kompromiss abschließen und ich würde die Plakate langsam abhängen

Ich denke damit ist die Bürgerinitiative „Für sicheren Fußverkehr in der Josefstraße“ dem Aufruf der Ratsmitglieder gefolgt und ich bin gespannt auf unser weiteres Vorgehen.  Hier nochmal der Dowload vom Plan!

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