Petition updateJetzt Gehwegseitenwechsel in Baumaßnahme Josefstraße Rheinbreitbach!Option Verkehrsberuhigter Bereich
Philip BlindeGermany
10 Aug 2023

Vielleicht gibt es neben dem Gehwegseitenwechsel noch eine andere Möglichkeit für die Josefstraße: den Verkehrsberuhigten Bereich.

Ob das geht regelt die Soll-Vorschrift VwV-StVO im Bereich "Zu den Zeichen 325.1 und 325.2 Verkehrsberuhigter Bereich" und dazu brauchen wir:

I. "sehr geringem Verkehr" und "überwiegend Aufenthaltsfunktion"
II. "ein niveaugleicher Ausbau"
III. "Vorsorge für den ruhenden Verkehr"
IV "ausreichender Entfernung für die Zeichen"
V "keine weiteren Verkehrszeichen" 

Wir haben in der Straße so 900-1000 Fahrzeuge pro Tag. Das ist nicht wenig, aber laut der Unfallvorschung der Versicherer (GDV) (Seite19), auch nicht zu viel: "Verkehrsberuhigte Bereiche können bei entsprechender Gestaltung auch bei Verkehrsmengen bis etwa 4.000 Kfz pro Tag ein geeignetes Mittel zur Verbesserung der Sicherheit und Aufenthaltsqualität sein." 

Laut der Vorschrift  brauchen wir "überwiegend Aufenthaltsfunktion," also Anwohner, Schulgänger, Besucher, und "niveaugleichen Ausbau," also dann keine Bürgersteige. Für den "ruhenden Verkehr" haben wir genügend Stellplätze und die "Zeichen" können wir je nach länge des Bereichs auch noch gut positionieren. Parkplätze brauchen durch die Pflasterung "keine Kennzeichnung."

Alles in allem könnte das also gehen. Wenn wir wie im Bild angedeutet einen Pflasterwechsel an der richtigen Seite machen, würde keiner in der Straße herumlaufen (was er oder sie aber eigentlich sogar dürfte, weil in diesem Teil Fußgänger vor KFZ und Fahrrad stehen, aber das wollen wir ja haben!). Diese Art der Verkehrsführung stoppt laut dieser umfangreichen GDV Studie den Verkehr nicht auf 7 km/h runter, sondern er läuft grob zwischen 15 und 30 km/h - auch wie wir es haben wollen. Und mit Gestaltungsmaßnahme wie Aufpflasterungen, Poller, Pflanzkästen, Versätzen, sowie Straßenparkplatzmarkierungen können "erwiesene Reduktionen" und Verkehrsleitung erzeugt werden.

Da viele Ratsmitglieder "das Fass" einer Neuplanung nicht nochmal aufmachen wollen werden, könnte eine entsprechende Umplanung des bestehenden Konzeptes vielleicht reichen. Aufpflasterung und Pflasterwechsel sind im Plan ja bereits drin. Die Beleuchtungs- und Abwasserplanung könnten auch bleiben.  Das würde sehr wahrscheinlich insgesamt auch noch weniger kosten und schneller gehen, und so die "verlorene" Änderungszeit wieder wettmachen.

Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X