Die Sozialstation muss bleiben - Ein Kommentar von Doreen R.

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
uns hat ein weiterer Kommentar erreicht, welchen wir mit euch teilen wollen. Dieser stammt von Doreen R., einer Angehörigen von einer betroffenen, 97 jährigen Patientin:
„Ich bin sehr enttäuscht über das Vorgehen der Obrigkeit des DRK Kreisverbandes Geithain. Eine 97-jährige Frau die aufgrund ihrer Krankheit mit Pflegegrad 4 sehr viel Kontinuität braucht, um in ihrem eigenen vertrauten zu Hause bleiben zu können, wird kurzfristig in eine Situation gebracht, die sie gar nicht erfassen und verstehen kann. Die Angehörigen haben nicht die Zeit ihr das zu erklären, weil sie damit beschäftigt sind sich darum zu kümmern, dass die gewohnte Versorgung gewährleistet ist. Das fängt bei der Essenversorgung an, über das Pflegerische, die Krankenversorgung bis zur Hauswirtschaft. Die Patienten sowie deren Angehörige haben ein sehr starkes Vertrauensverhältnis zu ihrem Pflegedienst aufgebaut, welches jetzt zerstört wird. Man läßt doch nicht jeden Tag neue fremde Leute in seine gewohnte Umgebung, seine Wohnung, ein geschützter Raum, sein Privatleben!!!
Vertrauen braucht Zeit und kann nicht ständig neu aufgebaut werden, vor allem wenn man z.B. an Demenzpatienten denkt. Diese haben schon Probleme ihre Familienangehörigen noch einordnen zu können. Dann ständig fremde neue Menschen. Das ist alles nicht richtig!!! Diese Entscheidung muß sofort rückgängig gemacht werden!!! Da kann man andere Lösungen finden. Man muss nur wollen!!!“
Wenn auch ihr eure Erfahrungen öffentlich machen möchtet, könnt ihr sie uns gerne über folgendes Formular zusenden: