Rettet Leben, aber leiser!

Das Problem

Neues Warnsystem im Straßenverkehr für den Einsatz von Sonderfahrzeugen!

Im Zuge der allgemeinen Transformation des urbanischen Straßenverkehrs in Richtung Umweltfreundlichkeit möchte ich diese Bürgerinitiative mit dem Namen „Rettet Leben, aber leiser“ ins Leben rufen, welche die starke Lärmbelastung durch vorbeifahrende Martinshörner aufgreift, und stattdessen neue Lösungswege präsentiert, um das Wohlbefinden der Stadtbewohner vor allem zur Nachtruhe zwischen 22 Uhr und 7 Uhr zu erhöhen.

Außergewöhnlicher Lärm bedeutet für jedes Lebewesen Stress. 

Man sieht des Öfteren Fußgänger und Radfahrer, Kinder und Erwachsene, wie sie sich die Ohren zuhalten, sobald das Martinshorn ertönt. Manch einer zuckt zusammen vor Schreck, weil das Sonderfahrzeug 2 Meter nebenher vorbei rauscht, das Martinshorn plötzlich anschaltet, während ein eiskalter Schauer durch den Körper fährt. Es fühlt sich an als würde das Herz kurz stehen bleiben. Gesund ist das alles sicher nicht, eher terroristisch, im 5 bis 15 Minuten Takt im Umkreis von Krankenhäuser.

In Städten leben bekanntlich eine Vielzahl von Menschen, daher gibt es auch eine Vielzahl an Notfällen, in denen Krankenwagen und Polizei ausrücken müssen. Daher ist die Betrachtung der Frequenz im Hinblick auf Häufigkeit des Lärms von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, gesundheitliche Belastung für Bürger zu erörtern. Tatsächlich ist es so, dass viele Stadtbewohner diesen Stress nicht mehr bewusst wahrnehmen, den Lärm mehr oder weniger hinnehmen müssen, weil seit Jahrzehnten durch das Einschalten von Martinshorn relativ brutal regelmäßige Sondersituation gelöst werden. Gesetzlich ist die Lage in der StVO § 38

wie folgt niedergeschrieben:


(1) 1Blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn darf nur verwendet werden, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder bedeutende Sachwerte zu erhalten.

2Es ordnet an:

"Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen“.

 


Dabei muss beachtet werden, dass fernab von der Formulierung der Verordnung Führer von Sonderfahrzeugen beim Überqueren einer Kreuzung quasi immer Blaulicht und Martinshorn betätigen, sofern sie sich im Einsatz befinden, da mit dieser Methode bei einem möglichen Unfall jegliche versicherungstechnische Zweifel präventiv ausgeschlossen werden. Jedoch geht aus der Formulierung in der StVO nur hervor, dass ein Führer eines Sonderfahrzeuges nur im Einsatz das Martinshorn betätigen darf, das heißt aber nicht, dass er nicht darauf verzichten dürfe, obwohl „höchste Eile geboten ist“. Im Umkehrschluss heißt das, Sonderfahrzeuge dürfen nur im Einsatz, aber müssen nicht das Martinshorn einschalten. Die Verwendung des Martinshorn ist gesetzlich also definitiv kein „muss“, es ist lediglich eine Annehmlichkeit bzw. präventive Maßnahme in einer gesetzlichen Grauzone im Hinblick auf Konfliktlösungen bei Unfällen im Straßenverkehr, nach der berühmten Frage „wer hat Schuld?“. Das heißt, in vielen Fällen wird das Martinshorn, nachts zum Beispiel, nichtmal verkehrstechnisch, sondern nur versicherungstechnisch benutzt. Aber die Lärmbelastung für die Umwelt bleibt die Gleiche. Jemand, der in der Stadt geboren und aufgewachsen ist, würde sagen, er sei daran gewohnt und würde den Lärm garnicht bemerken. Dabei ist zu beachten, dass sich viele Menschen täglich mit sämtlichen Drogen wie Zigaretten betäuben, eben weil sie Stress empfinden, den sie oft garnicht mehr einordnen können. Jedoch Menschen, die vom Land in die Stadt ziehen, oder generell sinnbewusste Menschen, würden den Lärm als eine klare Belastung definieren, wofür man eine Lösung finden kann. Man fragt sich, wie lange schon Martinshorn im Straßenverkehr zum Einsatz kommt, und es in diesem Bereich kaum Forschungen gibt für leisere Lösungen, blickend auf den heutigen Stand der Technik, und dem digitalen Fortschritt der Automobilindustrie. Unsichtbare sowie unhörbare Interkonnektivität zwischen Fahrzeugen käme da natürlich in den Sinn, über Funk oder Internet, bedarf aber eher einer längerfristigen Forschung und Planung mit Hilfe der Automobilindustrie. Im Grunde hat aber jedes Auto seit Jahrzehnten schon Zugang zu Radiowellen, welches Potential nie ausgenutzt wurde im Zusammenhang mit akuten Sondersituation im Straßenverkehr. Die Initiative „Rettet Leben, aber leiser“ könnte natürlich ein Ansporn dafür sein, aber es geht hier eher um einfache Lösungswege, die relativ schnell umsetzbar wären im Straßenverkehr, ohne tiefgreifende Veränderungen im Aufbau der Straßen, der Fahrzeuge, im herkömmlichen Ablauf des Verkehrs, oder im Lehrplan der Fahrschulen. 

Beim Martinshorn handelt es sich um ein lautstarkes Warnsignal, das vor allem an Kreuzungen zum Einsatz kommt, um diese bei einem lebensrettenden Einsatz unfallfrei zu überqueren, egal was eine Ampel signalisiert. Aus diesem Hintergrund wäre die beste Lösung ein Warnsystem, das Autofahrer über die ohnehin schon vorhandenen Ampeln vorwarnt. Dabei soll ein Licht Code zum Einsatz kommen, zum Beispiel könnte dieser wie folgt ablaufen: Alle 3 Signale Grün, Orange und Rot sollen zusammen aufblinken in kurzen Abständen, sobald sich ein Sonderfahrzeug dieser Kreuzung nähert. Dieses Lichtsignal würde bei den restlichen Verkehrsteilnehmern genügend Aufmerksamkeit erzeugen, um sich auf die Situation vorzubereiten. Ähnlich wie sich Bahnschranken senken, bevor der Zug den Übergang erreicht, nur zeitlich im Rahmen des Martinshorn, jedoch ohne Ton, sondern mit Licht als Warnsignal. Anstatt das Martinshorn einzuschalten, löst das Sonderfahrzeug diesen Licht Code aus, der über die nächstgelegenen Ampeln dann die anderen Fahrer visuell vorwarnt, und auf den bald eintreffenden Umstand hinweist. Der Fahrer des Sonderfahrzeugs müsste vor Antritt der Fahrt lediglich das Fahrzeug in den "Einsatzmodus" schalten, sodass die immer nächst gelegene Ampel das Fahrzeug bei Annäherung erkennt, und daraufhin den Licht Code abspielt. Das System würde dem Mobilfunknetz sehr nahe kommen, wo Smartphones mit dem nächsten Funkturm eine Verbindung aufbauen, welche sich immer dann automatisch ändert, sobald man sich von einer Zone in die Andere begibt, wofür ein anderer Funkturm zuständig ist. Zum direkten Vergleich: das Sonderfahrzeug ist gleichbedeutend mit dem Smartphone, die nächste Ampel ist gleichbedeutend mit dem nächsten Funkturm. Im Fall der Ampel wird dann der Licht Code in alle Fahrtrichtungen projeziert, bevor das Sonderfahrzeug die Kreuzung überquert. Statt einem lauten Signal, welches der halbe Stadtbezirk hört, wäre dieser Licht Code eine leise Lösung. Bei einem Licht Code Warnsystem werden tatsächlich nur diejenigen gewarnt, die es wissen müssen: und zwar die Verkehrsteilnehmer. Schon seit langer Zeit wird über die Beeinträchtigung der Hörbarkeit des Martinshorns diskutiert, da viele Autofahrer laute Musik hören, oder schalldämpfende Headsets tragen. Generell ist jedes Auto erstmal ein geschlossener Raum, durch dessen Wände etwaige auditive Signale durchdringen müssen, um beim Fahrer anzukommen. Ein visuelles Lichtsignal, kommend von einer Quelle auf das ohnehin schon geachtet wird an Kreuzungen, die Ampel, wäre daher nicht nur leiser für die Umwelt, sondern auch effizienter für den Verkehr und der Vorbeugung von Unfällen. Natürlich kann man auch mit einem Lichtsignal nicht immer alle Autofahrer erreichen, Sonderfälle passieren, aber das war bisher beim Martinshorn nicht anders. Ich würde sogar behaupten, dass das Erhören eines Tonsignals aus unbekannter Richtung durch einen im Auto sitzenden Fahrer risikoreicher ist, als das Erblicken eines Lichtsignals aus bereits bekannter Richtung, und zwar die verkehrsregelnde Ampel. Es wird immer Stimmen geben, die an alt eingefahrenen Wegen festhalten wollen, weil man es schon so kennt, wie im Falle des Martinshorns, oder weil es eine Art Tradition im ästhetischen Aufbau eines Sonderfahrzeugs ist. Jedoch diese Initiative „Rettet Leben, aber leiser“  wünscht sich, dass sich die Bürger emotional davon lösen, und danach rational entscheiden, was die beste Lösung ist, um nicht nur gefährdetes Leben relativ reibungslos retten zu können, sondern dabei auch das bestehende, dicht an dicht liegende Leben in Innenstädten in Ruhe lässt. Diese Lösung muss technisch mit minimalem Aufwand zügig umsetzbar sein, und auf die Bedürfnisse aller Acht geben. Nur an einem nervtötenden Martinshorn festzuhalten, speziell in Innenstädten, „weil es halt immer schon so war“ wäre kontraproduktiv, wenn es umweltschonendere sowie zugleich effizientere Alternativen gibt. Im Vergleich zur Warnung mit Ton, wird bei der Warnung mit Licht praktisch nur die entsprechende Zielgruppe an Verkehrsteilnehmern erreicht, während die Mission Leben zu retten an erster Stelle stehen bleiben kann. Gleichzeitig schützt dieser Ansatz alle anderen Bürger vor unnötigem Stress, Schlafstörung oder Gehörschädigung durch Lärm im hohen Bereich der Dezibel Skala. Laut wissenschaftlichen Studien liegt die Lautstärke eines Martinshorn zwischen 100 und 121 Dezibel, bei einer Entfernung von 1-2 Meter zum Ohr. (Quelle: https://www.cirrusresearch.de/blog/wie-laut-ist-ein-martinshorn/ ) Wir sehen in den Städten die Tendenz, dass immer mehr Menschen in der Innenstadt das Fahrrad dem Auto oder öffentlichen Transportmittel vorziehen, wodurch wiederum die Ohren direkt dem Martinshorn ausgesetzt sind, sprich nur wenige Meter neben Fahrradfahrern ertönt aus heiterem Himmel ein Tonsignal, das wiederum so laut sein muss, um Autofahrer im Umkreis von mindestens 100 Metern zu warnen. Das ist die brutale Situation. Dieser Stress bedeutet auch Konzentrationsverlust bei Radfahrer. Dabei denken wir speziell an ältere Radfahrer, die ohnehin schon wackelig unterwegs sind. Auch ohne Martinshorn ist die monotone Lärmbelastung in der Stadt durch den Straßenverkehr schon sehr hoch für Fußgänger. Zudem sei gemerkt, dass Nicht-Autofahrer, also Fußgänger und Radfahrer in der Innenstadt meist die Mehrheit bilden im unmittelbaren Umfeld eines Sonderfahrzeugs mit Martinshorn. Auf einen Autofahrer - die restlichen Insassen müssen rein theoretisch das Warnsignal nicht wahrnehmen können - kommen statistisch gesehen mehr als 3 umstehende Nicht-Autofahrer, deren Ohren dem Lärm direkt ausgesetzt sind. Dabei wurden noch keine schlafenden oder nicht schlafenden Anwohner mit offenem Fenster beachtet. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ein physikalisches Phänomen in Bezug auf Schall dazu beiträgt, dass in den höheren Etagen von Wohnbauten Geräusche viel stärker wahrgenommen werden als am Boden, da der Schall vom Asphalt und den Hauswänden reflektiert wird und sich nachher durch die sich ergebenden Winkel schneller vertikal fortbewegt, als horizontal. Menschen, die in höheren Etagen leben ab dem 2. Stock kennen das: man hört nachts Menschen, die unten auf dem Gehweg sind, als wären sie direkt neben dem Fenster des Zimmers, selbst wenn sie sich in einer normalen Lautstärke unterhalten. Ich denke nicht, dass ich an diesem Punkt auf Tierversuche bezüglich Lärmbelastung von Martinshorn bei Tag und Nacht hinweisen muss, um dem Leser einen neuen Lösungsweg schmackhaft zu machen. Es sollte bereits klar sein: es gibt neue Lösungen, die schlauer sind. Was aber fehlt ist der Wille bzw. die Initiative, diese Lösungen umzusetzen. Und genau deshalb wurde die Initiative „Rettet Leben, aber leiser“ ins Leben gerufen, um das Denkrad der Bürger sowie Gesetzgeber anzustoßen.

Da nun die lärmbelastende urbane Situation dargestellt wurde, möchte ich auf einen Artikel der Luzerner Post hinweisen, in dem hervorgeht, dass sich die Bürger in der Schweiz derzeit schon auf Bundesebene mit dem Thema Lärmbelastung durch Martinshorn in Innenstädten beschäftigen. (Quelle:https://www.luzernerzeitung.ch/schweiz/larmbelastigung-versus-sicherheit-ambulanzen-sollen-leiser-werden-ld.1426490 ) Soweit wir wissen, gibt es in Deutschland bisher nur Petitionen, die wenig Aufmerksamkeit bekommen konnten, sodass es auch kein politisches Thema wurde. Dies möchte die Initiative „Rettet Leben, aber leiser“ nun ändern. Diese Initiative weiß um die Notwendigkeit von lebensrettenden Maßnahmen im Zusammenhang mit Verkehr und Transportwegen bestens Bescheid. Es geht hier nicht darum, diese Notwendigkeit anzuzweifeln, sondern darum, bessere Lösungen für die Allgemeinheit zu finden, welche beides gewährleisten: Auf der einen Seite Leben retten, auf der anderen Seite Leben schützen. 

Die Aufgabe dieser Initiative beruht darauf, die aktuelle Situation im städtischen Straßenverkehr bei Sondereinsätzen als einseitig zu erkennen.

Das Fundament dieser Initiative beruht auf dem Glauben, dass eine Lösung für beide Seiten durchaus möglich ist!
Die Hoffnung dieser Initiative ist nicht, auf das Martinshorn gänzlich zu verzichten, sondern den Einsatz drastisch verringern zu können durch Einführungen von neuen Warnsystemen im Straßenverkehr am Hotspot Kreuzung. Gegen die Lärmbelastung, und für die Gesundheit der Bürger.

Dabei sollte die Benutzung des Martinshorns in klare Dringlichkeitsstufen unterteilt werden. Aktuell gibt es diese Unterteilung nicht in der StVO § 38, sondern die Formulierung ist sehr generell „wenn höchste Eile geboten ist“, sprich bei jedem Notfall, jedoch ohne jegliche Rücksicht auf die Umwelt. Im Fall, dass ein neues Warnsystem über Licht Code eingeführt wird, kann und muss eine klare Formulierung in der Verordnung her, zu welchem Zeitpunkt das Martinshorn nicht benutzt werden soll, weil das zusätzliche Warnsystem über Lichtsignale diese Aufgabe übernimmt und völlig ausreicht. Dies wäre in der Anfangsphase speziell zu Zeiten der Nachtruhe denkbar, bis das neue Lichtsignal bei Verkehrsteilnehmern geläufig ist, und auch bei Tag zum Einsatz kommen kann. Die Unterteilung in Dringlichkeitsstufen sollte jedoch nicht lebensrettend, sondern verkehrstechnisch sein, also auf den Eingriff in den Verkehr Bezug nehmen, und nicht auf die Art des Notfalls. Denn generell gibt die Art des Notfalls auch vor, wie viele Sonderfahrzeuge ausrücken müssen. Dabei gilt: jeder Notfall ist gleich dringlich, jedoch nicht jeder Notfall ist verkehrstechnisch gleich gravierend. Zum Beispiel kreiert eine größere Katastrophe, wo mehrere Dienstfahrzeuge gleichzeitig anrücken müssen, verkehrstechnisch eine höhere Störung des Verkehrs, als wenn bei einem anderen Notfall nur ein einziger Rettungswagen die Kreuzung überqueren muss. Auf diesem Prinzip sollten jegliche Formulierungen in der Verkehrsordnung bezüglich des Gebrauchs des Martinshorn in Kombination mit einem unterstützendem Licht Code Warnsystem basieren. „höchste Eile“ als einzige Regelung für die Benutzung des Martinshorn reicht in Innenstädten nicht mehr aus, da es keinerlei Rücksicht auf die Umwelt nimmt. Wie erwähnt, ist das anvisierte Ziel dieser Initiative, die kurzfristige Umsetzung bei Nachtruhe, in Anlehnung an das jeweilige Landes-Immissionsschutzgesetz, da der Straßenverkehr bei Nacht sowieso wesentlich geringer ist, als bei Tag. Längerfristig, nach Erprobung des neuen Licht Code Warnsignals, kann man diesen umweltfreundlicheren Lösungsweg auch auf tägliche Notfälle übertragen.

Fazit: Zum aktuellen Zeitpunkt muss klar sein, dass das Martinshorn nicht gänzlich ersetzt werden kann und soll. Das Ziel dieser Initiative ist es, eine drastische Reduzierung des Lärms von Einsatzfahrzeugen zu erreichen. Neue Wege fordern neue Lösungen.

Im Hinblick darauf, dass mittlerweile schon autofreie Innenstädte gefordert werden von einer Vielzahl an Bürgern, und nicht nur an Universitäten im Studiengang Urbanistik, sondern auch bei Regierungen Pläne vorliegen, dieses Begehren umzusetzen, möchte sich die Initiative „Rettet Leben, aber leiser“ an dieser infrastrukturellen Veränderung anschließen.

Ein gutes psychisches Stadtklima hängt unmittelbar mit der Gesundheit der Bürger zusammen. Schlafmangel und Stress durch häufige Lärmbelastung durch Wechselklanghörnern kann durchaus mit dem steigenden Drogenkonsum wie Zigaretten zusammenhängen, was wiederum die Luft in den Innenstädten verschmutzt, und daher die gesamte Umwelt belastet. Eine Umweltbelastung führt zur Nächsten. Diesen Teufelskreis in den Städten will die Initiative „Rettet Leben, aber leiser“ aufbrechen, indem man dem Stadtrat Berlin vorschlägt, den Einsatz von Martinshorn durch ein zusätzlich unterstützendes Warnsystem zu reduzieren, um damit die Belastung der Bürger zu senken, und das allgemeine Wohlbefinden während eines Aufenthalts in der Stadt Berlin zu erhöhen.

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Chris JakePetitionsstarter*in

2

Das Problem

Neues Warnsystem im Straßenverkehr für den Einsatz von Sonderfahrzeugen!

Im Zuge der allgemeinen Transformation des urbanischen Straßenverkehrs in Richtung Umweltfreundlichkeit möchte ich diese Bürgerinitiative mit dem Namen „Rettet Leben, aber leiser“ ins Leben rufen, welche die starke Lärmbelastung durch vorbeifahrende Martinshörner aufgreift, und stattdessen neue Lösungswege präsentiert, um das Wohlbefinden der Stadtbewohner vor allem zur Nachtruhe zwischen 22 Uhr und 7 Uhr zu erhöhen.

Außergewöhnlicher Lärm bedeutet für jedes Lebewesen Stress. 

Man sieht des Öfteren Fußgänger und Radfahrer, Kinder und Erwachsene, wie sie sich die Ohren zuhalten, sobald das Martinshorn ertönt. Manch einer zuckt zusammen vor Schreck, weil das Sonderfahrzeug 2 Meter nebenher vorbei rauscht, das Martinshorn plötzlich anschaltet, während ein eiskalter Schauer durch den Körper fährt. Es fühlt sich an als würde das Herz kurz stehen bleiben. Gesund ist das alles sicher nicht, eher terroristisch, im 5 bis 15 Minuten Takt im Umkreis von Krankenhäuser.

In Städten leben bekanntlich eine Vielzahl von Menschen, daher gibt es auch eine Vielzahl an Notfällen, in denen Krankenwagen und Polizei ausrücken müssen. Daher ist die Betrachtung der Frequenz im Hinblick auf Häufigkeit des Lärms von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, gesundheitliche Belastung für Bürger zu erörtern. Tatsächlich ist es so, dass viele Stadtbewohner diesen Stress nicht mehr bewusst wahrnehmen, den Lärm mehr oder weniger hinnehmen müssen, weil seit Jahrzehnten durch das Einschalten von Martinshorn relativ brutal regelmäßige Sondersituation gelöst werden. Gesetzlich ist die Lage in der StVO § 38

wie folgt niedergeschrieben:


(1) 1Blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn darf nur verwendet werden, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder bedeutende Sachwerte zu erhalten.

2Es ordnet an:

"Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen“.

 


Dabei muss beachtet werden, dass fernab von der Formulierung der Verordnung Führer von Sonderfahrzeugen beim Überqueren einer Kreuzung quasi immer Blaulicht und Martinshorn betätigen, sofern sie sich im Einsatz befinden, da mit dieser Methode bei einem möglichen Unfall jegliche versicherungstechnische Zweifel präventiv ausgeschlossen werden. Jedoch geht aus der Formulierung in der StVO nur hervor, dass ein Führer eines Sonderfahrzeuges nur im Einsatz das Martinshorn betätigen darf, das heißt aber nicht, dass er nicht darauf verzichten dürfe, obwohl „höchste Eile geboten ist“. Im Umkehrschluss heißt das, Sonderfahrzeuge dürfen nur im Einsatz, aber müssen nicht das Martinshorn einschalten. Die Verwendung des Martinshorn ist gesetzlich also definitiv kein „muss“, es ist lediglich eine Annehmlichkeit bzw. präventive Maßnahme in einer gesetzlichen Grauzone im Hinblick auf Konfliktlösungen bei Unfällen im Straßenverkehr, nach der berühmten Frage „wer hat Schuld?“. Das heißt, in vielen Fällen wird das Martinshorn, nachts zum Beispiel, nichtmal verkehrstechnisch, sondern nur versicherungstechnisch benutzt. Aber die Lärmbelastung für die Umwelt bleibt die Gleiche. Jemand, der in der Stadt geboren und aufgewachsen ist, würde sagen, er sei daran gewohnt und würde den Lärm garnicht bemerken. Dabei ist zu beachten, dass sich viele Menschen täglich mit sämtlichen Drogen wie Zigaretten betäuben, eben weil sie Stress empfinden, den sie oft garnicht mehr einordnen können. Jedoch Menschen, die vom Land in die Stadt ziehen, oder generell sinnbewusste Menschen, würden den Lärm als eine klare Belastung definieren, wofür man eine Lösung finden kann. Man fragt sich, wie lange schon Martinshorn im Straßenverkehr zum Einsatz kommt, und es in diesem Bereich kaum Forschungen gibt für leisere Lösungen, blickend auf den heutigen Stand der Technik, und dem digitalen Fortschritt der Automobilindustrie. Unsichtbare sowie unhörbare Interkonnektivität zwischen Fahrzeugen käme da natürlich in den Sinn, über Funk oder Internet, bedarf aber eher einer längerfristigen Forschung und Planung mit Hilfe der Automobilindustrie. Im Grunde hat aber jedes Auto seit Jahrzehnten schon Zugang zu Radiowellen, welches Potential nie ausgenutzt wurde im Zusammenhang mit akuten Sondersituation im Straßenverkehr. Die Initiative „Rettet Leben, aber leiser“ könnte natürlich ein Ansporn dafür sein, aber es geht hier eher um einfache Lösungswege, die relativ schnell umsetzbar wären im Straßenverkehr, ohne tiefgreifende Veränderungen im Aufbau der Straßen, der Fahrzeuge, im herkömmlichen Ablauf des Verkehrs, oder im Lehrplan der Fahrschulen. 

Beim Martinshorn handelt es sich um ein lautstarkes Warnsignal, das vor allem an Kreuzungen zum Einsatz kommt, um diese bei einem lebensrettenden Einsatz unfallfrei zu überqueren, egal was eine Ampel signalisiert. Aus diesem Hintergrund wäre die beste Lösung ein Warnsystem, das Autofahrer über die ohnehin schon vorhandenen Ampeln vorwarnt. Dabei soll ein Licht Code zum Einsatz kommen, zum Beispiel könnte dieser wie folgt ablaufen: Alle 3 Signale Grün, Orange und Rot sollen zusammen aufblinken in kurzen Abständen, sobald sich ein Sonderfahrzeug dieser Kreuzung nähert. Dieses Lichtsignal würde bei den restlichen Verkehrsteilnehmern genügend Aufmerksamkeit erzeugen, um sich auf die Situation vorzubereiten. Ähnlich wie sich Bahnschranken senken, bevor der Zug den Übergang erreicht, nur zeitlich im Rahmen des Martinshorn, jedoch ohne Ton, sondern mit Licht als Warnsignal. Anstatt das Martinshorn einzuschalten, löst das Sonderfahrzeug diesen Licht Code aus, der über die nächstgelegenen Ampeln dann die anderen Fahrer visuell vorwarnt, und auf den bald eintreffenden Umstand hinweist. Der Fahrer des Sonderfahrzeugs müsste vor Antritt der Fahrt lediglich das Fahrzeug in den "Einsatzmodus" schalten, sodass die immer nächst gelegene Ampel das Fahrzeug bei Annäherung erkennt, und daraufhin den Licht Code abspielt. Das System würde dem Mobilfunknetz sehr nahe kommen, wo Smartphones mit dem nächsten Funkturm eine Verbindung aufbauen, welche sich immer dann automatisch ändert, sobald man sich von einer Zone in die Andere begibt, wofür ein anderer Funkturm zuständig ist. Zum direkten Vergleich: das Sonderfahrzeug ist gleichbedeutend mit dem Smartphone, die nächste Ampel ist gleichbedeutend mit dem nächsten Funkturm. Im Fall der Ampel wird dann der Licht Code in alle Fahrtrichtungen projeziert, bevor das Sonderfahrzeug die Kreuzung überquert. Statt einem lauten Signal, welches der halbe Stadtbezirk hört, wäre dieser Licht Code eine leise Lösung. Bei einem Licht Code Warnsystem werden tatsächlich nur diejenigen gewarnt, die es wissen müssen: und zwar die Verkehrsteilnehmer. Schon seit langer Zeit wird über die Beeinträchtigung der Hörbarkeit des Martinshorns diskutiert, da viele Autofahrer laute Musik hören, oder schalldämpfende Headsets tragen. Generell ist jedes Auto erstmal ein geschlossener Raum, durch dessen Wände etwaige auditive Signale durchdringen müssen, um beim Fahrer anzukommen. Ein visuelles Lichtsignal, kommend von einer Quelle auf das ohnehin schon geachtet wird an Kreuzungen, die Ampel, wäre daher nicht nur leiser für die Umwelt, sondern auch effizienter für den Verkehr und der Vorbeugung von Unfällen. Natürlich kann man auch mit einem Lichtsignal nicht immer alle Autofahrer erreichen, Sonderfälle passieren, aber das war bisher beim Martinshorn nicht anders. Ich würde sogar behaupten, dass das Erhören eines Tonsignals aus unbekannter Richtung durch einen im Auto sitzenden Fahrer risikoreicher ist, als das Erblicken eines Lichtsignals aus bereits bekannter Richtung, und zwar die verkehrsregelnde Ampel. Es wird immer Stimmen geben, die an alt eingefahrenen Wegen festhalten wollen, weil man es schon so kennt, wie im Falle des Martinshorns, oder weil es eine Art Tradition im ästhetischen Aufbau eines Sonderfahrzeugs ist. Jedoch diese Initiative „Rettet Leben, aber leiser“  wünscht sich, dass sich die Bürger emotional davon lösen, und danach rational entscheiden, was die beste Lösung ist, um nicht nur gefährdetes Leben relativ reibungslos retten zu können, sondern dabei auch das bestehende, dicht an dicht liegende Leben in Innenstädten in Ruhe lässt. Diese Lösung muss technisch mit minimalem Aufwand zügig umsetzbar sein, und auf die Bedürfnisse aller Acht geben. Nur an einem nervtötenden Martinshorn festzuhalten, speziell in Innenstädten, „weil es halt immer schon so war“ wäre kontraproduktiv, wenn es umweltschonendere sowie zugleich effizientere Alternativen gibt. Im Vergleich zur Warnung mit Ton, wird bei der Warnung mit Licht praktisch nur die entsprechende Zielgruppe an Verkehrsteilnehmern erreicht, während die Mission Leben zu retten an erster Stelle stehen bleiben kann. Gleichzeitig schützt dieser Ansatz alle anderen Bürger vor unnötigem Stress, Schlafstörung oder Gehörschädigung durch Lärm im hohen Bereich der Dezibel Skala. Laut wissenschaftlichen Studien liegt die Lautstärke eines Martinshorn zwischen 100 und 121 Dezibel, bei einer Entfernung von 1-2 Meter zum Ohr. (Quelle: https://www.cirrusresearch.de/blog/wie-laut-ist-ein-martinshorn/ ) Wir sehen in den Städten die Tendenz, dass immer mehr Menschen in der Innenstadt das Fahrrad dem Auto oder öffentlichen Transportmittel vorziehen, wodurch wiederum die Ohren direkt dem Martinshorn ausgesetzt sind, sprich nur wenige Meter neben Fahrradfahrern ertönt aus heiterem Himmel ein Tonsignal, das wiederum so laut sein muss, um Autofahrer im Umkreis von mindestens 100 Metern zu warnen. Das ist die brutale Situation. Dieser Stress bedeutet auch Konzentrationsverlust bei Radfahrer. Dabei denken wir speziell an ältere Radfahrer, die ohnehin schon wackelig unterwegs sind. Auch ohne Martinshorn ist die monotone Lärmbelastung in der Stadt durch den Straßenverkehr schon sehr hoch für Fußgänger. Zudem sei gemerkt, dass Nicht-Autofahrer, also Fußgänger und Radfahrer in der Innenstadt meist die Mehrheit bilden im unmittelbaren Umfeld eines Sonderfahrzeugs mit Martinshorn. Auf einen Autofahrer - die restlichen Insassen müssen rein theoretisch das Warnsignal nicht wahrnehmen können - kommen statistisch gesehen mehr als 3 umstehende Nicht-Autofahrer, deren Ohren dem Lärm direkt ausgesetzt sind. Dabei wurden noch keine schlafenden oder nicht schlafenden Anwohner mit offenem Fenster beachtet. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ein physikalisches Phänomen in Bezug auf Schall dazu beiträgt, dass in den höheren Etagen von Wohnbauten Geräusche viel stärker wahrgenommen werden als am Boden, da der Schall vom Asphalt und den Hauswänden reflektiert wird und sich nachher durch die sich ergebenden Winkel schneller vertikal fortbewegt, als horizontal. Menschen, die in höheren Etagen leben ab dem 2. Stock kennen das: man hört nachts Menschen, die unten auf dem Gehweg sind, als wären sie direkt neben dem Fenster des Zimmers, selbst wenn sie sich in einer normalen Lautstärke unterhalten. Ich denke nicht, dass ich an diesem Punkt auf Tierversuche bezüglich Lärmbelastung von Martinshorn bei Tag und Nacht hinweisen muss, um dem Leser einen neuen Lösungsweg schmackhaft zu machen. Es sollte bereits klar sein: es gibt neue Lösungen, die schlauer sind. Was aber fehlt ist der Wille bzw. die Initiative, diese Lösungen umzusetzen. Und genau deshalb wurde die Initiative „Rettet Leben, aber leiser“ ins Leben gerufen, um das Denkrad der Bürger sowie Gesetzgeber anzustoßen.

Da nun die lärmbelastende urbane Situation dargestellt wurde, möchte ich auf einen Artikel der Luzerner Post hinweisen, in dem hervorgeht, dass sich die Bürger in der Schweiz derzeit schon auf Bundesebene mit dem Thema Lärmbelastung durch Martinshorn in Innenstädten beschäftigen. (Quelle:https://www.luzernerzeitung.ch/schweiz/larmbelastigung-versus-sicherheit-ambulanzen-sollen-leiser-werden-ld.1426490 ) Soweit wir wissen, gibt es in Deutschland bisher nur Petitionen, die wenig Aufmerksamkeit bekommen konnten, sodass es auch kein politisches Thema wurde. Dies möchte die Initiative „Rettet Leben, aber leiser“ nun ändern. Diese Initiative weiß um die Notwendigkeit von lebensrettenden Maßnahmen im Zusammenhang mit Verkehr und Transportwegen bestens Bescheid. Es geht hier nicht darum, diese Notwendigkeit anzuzweifeln, sondern darum, bessere Lösungen für die Allgemeinheit zu finden, welche beides gewährleisten: Auf der einen Seite Leben retten, auf der anderen Seite Leben schützen. 

Die Aufgabe dieser Initiative beruht darauf, die aktuelle Situation im städtischen Straßenverkehr bei Sondereinsätzen als einseitig zu erkennen.

Das Fundament dieser Initiative beruht auf dem Glauben, dass eine Lösung für beide Seiten durchaus möglich ist!
Die Hoffnung dieser Initiative ist nicht, auf das Martinshorn gänzlich zu verzichten, sondern den Einsatz drastisch verringern zu können durch Einführungen von neuen Warnsystemen im Straßenverkehr am Hotspot Kreuzung. Gegen die Lärmbelastung, und für die Gesundheit der Bürger.

Dabei sollte die Benutzung des Martinshorns in klare Dringlichkeitsstufen unterteilt werden. Aktuell gibt es diese Unterteilung nicht in der StVO § 38, sondern die Formulierung ist sehr generell „wenn höchste Eile geboten ist“, sprich bei jedem Notfall, jedoch ohne jegliche Rücksicht auf die Umwelt. Im Fall, dass ein neues Warnsystem über Licht Code eingeführt wird, kann und muss eine klare Formulierung in der Verordnung her, zu welchem Zeitpunkt das Martinshorn nicht benutzt werden soll, weil das zusätzliche Warnsystem über Lichtsignale diese Aufgabe übernimmt und völlig ausreicht. Dies wäre in der Anfangsphase speziell zu Zeiten der Nachtruhe denkbar, bis das neue Lichtsignal bei Verkehrsteilnehmern geläufig ist, und auch bei Tag zum Einsatz kommen kann. Die Unterteilung in Dringlichkeitsstufen sollte jedoch nicht lebensrettend, sondern verkehrstechnisch sein, also auf den Eingriff in den Verkehr Bezug nehmen, und nicht auf die Art des Notfalls. Denn generell gibt die Art des Notfalls auch vor, wie viele Sonderfahrzeuge ausrücken müssen. Dabei gilt: jeder Notfall ist gleich dringlich, jedoch nicht jeder Notfall ist verkehrstechnisch gleich gravierend. Zum Beispiel kreiert eine größere Katastrophe, wo mehrere Dienstfahrzeuge gleichzeitig anrücken müssen, verkehrstechnisch eine höhere Störung des Verkehrs, als wenn bei einem anderen Notfall nur ein einziger Rettungswagen die Kreuzung überqueren muss. Auf diesem Prinzip sollten jegliche Formulierungen in der Verkehrsordnung bezüglich des Gebrauchs des Martinshorn in Kombination mit einem unterstützendem Licht Code Warnsystem basieren. „höchste Eile“ als einzige Regelung für die Benutzung des Martinshorn reicht in Innenstädten nicht mehr aus, da es keinerlei Rücksicht auf die Umwelt nimmt. Wie erwähnt, ist das anvisierte Ziel dieser Initiative, die kurzfristige Umsetzung bei Nachtruhe, in Anlehnung an das jeweilige Landes-Immissionsschutzgesetz, da der Straßenverkehr bei Nacht sowieso wesentlich geringer ist, als bei Tag. Längerfristig, nach Erprobung des neuen Licht Code Warnsignals, kann man diesen umweltfreundlicheren Lösungsweg auch auf tägliche Notfälle übertragen.

Fazit: Zum aktuellen Zeitpunkt muss klar sein, dass das Martinshorn nicht gänzlich ersetzt werden kann und soll. Das Ziel dieser Initiative ist es, eine drastische Reduzierung des Lärms von Einsatzfahrzeugen zu erreichen. Neue Wege fordern neue Lösungen.

Im Hinblick darauf, dass mittlerweile schon autofreie Innenstädte gefordert werden von einer Vielzahl an Bürgern, und nicht nur an Universitäten im Studiengang Urbanistik, sondern auch bei Regierungen Pläne vorliegen, dieses Begehren umzusetzen, möchte sich die Initiative „Rettet Leben, aber leiser“ an dieser infrastrukturellen Veränderung anschließen.

Ein gutes psychisches Stadtklima hängt unmittelbar mit der Gesundheit der Bürger zusammen. Schlafmangel und Stress durch häufige Lärmbelastung durch Wechselklanghörnern kann durchaus mit dem steigenden Drogenkonsum wie Zigaretten zusammenhängen, was wiederum die Luft in den Innenstädten verschmutzt, und daher die gesamte Umwelt belastet. Eine Umweltbelastung führt zur Nächsten. Diesen Teufelskreis in den Städten will die Initiative „Rettet Leben, aber leiser“ aufbrechen, indem man dem Stadtrat Berlin vorschlägt, den Einsatz von Martinshorn durch ein zusätzlich unterstützendes Warnsystem zu reduzieren, um damit die Belastung der Bürger zu senken, und das allgemeine Wohlbefinden während eines Aufenthalts in der Stadt Berlin zu erhöhen.

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Die Entscheidungsträger*innen

Ute Bonde
Ute Bonde
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

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Petition am 22. Mai 2024 erstellt