Rettet die Kinderkliniken im Ostalbkreis!

Das Problem

Liebe Patienteneltern, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger im Ostalbkreis,  
wie  wir  erfahren  haben,  gibt  es  konkrete  Pläne  für  eine bevorstehende  Zusammenlegung  der  beiden Kinderkliniken in Mutlangen und Aalen an nur einem Standort. 


Dies  erfüllt  uns  niedergelassene  Fachärztinnen  und  Fachärzte  für  Kinder-  und  Jugendmedizin  im Ostalbkreis aus folgenden Gründen mit großer Sorge: 


•  Eine Zusammenlegung der Kinderkliniken würde mit Sicherheit zu einer Verringerung der Zahl der verfügbaren Betten für  kranke  Kinder  und  Jugendliche  im  Ostalbkreis  führen  und  zu  medizinisch bedenklichen  und  zeit-  und  personalaufwändigen  Krankentransporten  zwischen  verschiedenen Kinderkliniken. 


•  Eine  moderne Geburtshilfe  ist  ohne  eine  Kinderklinik  vor  Ort  schlichtweg undenkbar. Bei Notfällen  in  der  Geburtshilfe  kommt  es  darauf  an,  sehr  schnell  reagieren  zu  können.  Bei  einer Zusammenlegung  der  Kinderkliniken  müsste  die  geburtshilfliche  Versorgung  des  Standortes  ohne Kinderklinik folglich sehr stark reduziert werden 


•  Weil es für die Ausbildung von Krankenschwestern und Krankenpflegern verpflichtend ist, einen Teil ihrer  Ausbildung  in  einer  Kinderklinik abzuleisten,  würde  eine  Zusammenlegung  der  beiden Kinderkliniken mit Sicherheit zu einer Verringerung der Ausbildungskapazitäten für Pflegekräfte vor Ort führen und damit den Pflegekräftemangel im Kreis noch auf Jahre hinaus verschärfen


•  Auch  für  bereits  ausgebildetes  ärztliches  oder  pflegerisches  Personal  spielt  die  Fahrzeit  und  die räumliche Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes eine zunehmende Rolle. Damit würde die Zusammenlegung der  Kinderkliniken  an  einem  der  beiden  bisherigen  Standorte  das Personalproblem der  Kliniken  im Ostalbkreis zumindest nicht beheben und möglicherweise sogar noch weiter verschärfen. 


•  Außerhalb der Öffnungszeiten der Notfallpraxen ist die Beanspruchung der Kinderkliniken durch akut erkrankte Kinder zunehmend belastend. Bei einer Zusammenlegung der Kinderklinken würde es zu einer noch  größeren  Belastung  der  übriggebliebenen  Kinderklinik  mit  ambulanten  Patienten kommen, was wiederum zu einem höheren Personalbedarf v.a. nachts und an den Wochenenden führen würde. 


Es macht sicher Sinn, hochspezialisierte Fachbehandlungen an wenigen zentralen Stellen zu bündeln. Die flächendeckende Allgemeinbehandlung und Notfallversorgung von kranken Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen ist aber ein Teil der Grundversorgung. Sie ist medizinisch notwendig, menschlich geboten und auch als Standortfaktor für die Region wichtig.  


Sicher ist diese Versorgung auch im Rahmen eines ausreichend konzipierten Regionalversorgers möglich.  Sie jetzt aber aus Kostengründen für die Übergangszeit bis zur Fertigstellung dieses Regionalversorgers an die Wand zu fahren, mit der Hoffnung, dass es in 10 Jahren sicher besser wird, wäre grob fahrlässig.  


Die finanziellen Probleme der Kliniken zuallererst auf Kosten der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, nämlich der Kinder, lösen zu wollen, wäre wirklich ein Skandal. 


Da  wir  uns  für  die  möglichst  optimale  Versorgung  der  uns anvertrauten  kleinen  Patientinnen  und Patienten  verantwortlich  fühlen,  sehen  wir  es  als  unsere  Pflicht  an,  die  breite  Öffentlichkeit  auf  die 
Probleme  und  Konsequenzen  einer  solchen  vorzeitigen Zusammenlegung  der  beiden  Kinderkliniken eindrücklich und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln hinzuweisen. 


Wir  möchten  Sie  daher  dringend  bitten,  unsere  Aktionen  zur  Rettung  beider  Kinderkliniken  im Ostalbkreis mit Ihrer Unterschrift und Ihrem Engagement zu unterstützen. 

Wenn Sie in Ihrem Umfeld Unterschriften sammeln wollen, dann können Sie sich Unterschriftenlisten und Infomaterial auf der Homepage der Praxis Drs. Schmetzer und Heising herunterladen.


Vielen Dank!

 Ihre AG Kinderkliniken

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Thilo HeisingPetitionsstarter*in

103.615

Das Problem

Liebe Patienteneltern, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger im Ostalbkreis,  
wie  wir  erfahren  haben,  gibt  es  konkrete  Pläne  für  eine bevorstehende  Zusammenlegung  der  beiden Kinderkliniken in Mutlangen und Aalen an nur einem Standort. 


Dies  erfüllt  uns  niedergelassene  Fachärztinnen  und  Fachärzte  für  Kinder-  und  Jugendmedizin  im Ostalbkreis aus folgenden Gründen mit großer Sorge: 


•  Eine Zusammenlegung der Kinderkliniken würde mit Sicherheit zu einer Verringerung der Zahl der verfügbaren Betten für  kranke  Kinder  und  Jugendliche  im  Ostalbkreis  führen  und  zu  medizinisch bedenklichen  und  zeit-  und  personalaufwändigen  Krankentransporten  zwischen  verschiedenen Kinderkliniken. 


•  Eine  moderne Geburtshilfe  ist  ohne  eine  Kinderklinik  vor  Ort  schlichtweg undenkbar. Bei Notfällen  in  der  Geburtshilfe  kommt  es  darauf  an,  sehr  schnell  reagieren  zu  können.  Bei  einer Zusammenlegung  der  Kinderkliniken  müsste  die  geburtshilfliche  Versorgung  des  Standortes  ohne Kinderklinik folglich sehr stark reduziert werden 


•  Weil es für die Ausbildung von Krankenschwestern und Krankenpflegern verpflichtend ist, einen Teil ihrer  Ausbildung  in  einer  Kinderklinik abzuleisten,  würde  eine  Zusammenlegung  der  beiden Kinderkliniken mit Sicherheit zu einer Verringerung der Ausbildungskapazitäten für Pflegekräfte vor Ort führen und damit den Pflegekräftemangel im Kreis noch auf Jahre hinaus verschärfen


•  Auch  für  bereits  ausgebildetes  ärztliches  oder  pflegerisches  Personal  spielt  die  Fahrzeit  und  die räumliche Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes eine zunehmende Rolle. Damit würde die Zusammenlegung der  Kinderkliniken  an  einem  der  beiden  bisherigen  Standorte  das Personalproblem der  Kliniken  im Ostalbkreis zumindest nicht beheben und möglicherweise sogar noch weiter verschärfen. 


•  Außerhalb der Öffnungszeiten der Notfallpraxen ist die Beanspruchung der Kinderkliniken durch akut erkrankte Kinder zunehmend belastend. Bei einer Zusammenlegung der Kinderklinken würde es zu einer noch  größeren  Belastung  der  übriggebliebenen  Kinderklinik  mit  ambulanten  Patienten kommen, was wiederum zu einem höheren Personalbedarf v.a. nachts und an den Wochenenden führen würde. 


Es macht sicher Sinn, hochspezialisierte Fachbehandlungen an wenigen zentralen Stellen zu bündeln. Die flächendeckende Allgemeinbehandlung und Notfallversorgung von kranken Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen ist aber ein Teil der Grundversorgung. Sie ist medizinisch notwendig, menschlich geboten und auch als Standortfaktor für die Region wichtig.  


Sicher ist diese Versorgung auch im Rahmen eines ausreichend konzipierten Regionalversorgers möglich.  Sie jetzt aber aus Kostengründen für die Übergangszeit bis zur Fertigstellung dieses Regionalversorgers an die Wand zu fahren, mit der Hoffnung, dass es in 10 Jahren sicher besser wird, wäre grob fahrlässig.  


Die finanziellen Probleme der Kliniken zuallererst auf Kosten der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, nämlich der Kinder, lösen zu wollen, wäre wirklich ein Skandal. 


Da  wir  uns  für  die  möglichst  optimale  Versorgung  der  uns anvertrauten  kleinen  Patientinnen  und Patienten  verantwortlich  fühlen,  sehen  wir  es  als  unsere  Pflicht  an,  die  breite  Öffentlichkeit  auf  die 
Probleme  und  Konsequenzen  einer  solchen  vorzeitigen Zusammenlegung  der  beiden  Kinderkliniken eindrücklich und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln hinzuweisen. 


Wir  möchten  Sie  daher  dringend  bitten,  unsere  Aktionen  zur  Rettung  beider  Kinderkliniken  im Ostalbkreis mit Ihrer Unterschrift und Ihrem Engagement zu unterstützen. 

Wenn Sie in Ihrem Umfeld Unterschriften sammeln wollen, dann können Sie sich Unterschriftenlisten und Infomaterial auf der Homepage der Praxis Drs. Schmetzer und Heising herunterladen.


Vielen Dank!

 Ihre AG Kinderkliniken

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Thilo HeisingPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Manne Lucha
Minister für Soziales, Gesundheit und Integration, Baden-Würtemberg
Beantwortet
Grundsätzlich gilt: Die Menschen in Baden-Württemberg müssen auch in Zukunft die bestmöglichste medizinische Versorgung erhalten. Dafür braucht das Land allerdings einen dringend notwendigen Strukturwandel in der Krankenhauslandschaft. Künftig wird es größere und leistungsfähigere Kliniken geben, in denen Kapazitäten gebündelt werden und dadurch leistungsstärkere Angebote möglich sind. Es wird zu mehr Zusammenlegungen und Schwerpunktbildungen kommen müssen. Gründe dafür sind immer komplexere medizinische Behandlungsmöglichkeiten, die notwendige Einhaltung von Qualitätsvorgaben, einer immer schwieriger werdenden Personalgewinnung und nicht zuletzt auch wirtschaftliche Gründe. Durch die Konzentration von medizinischem Knowhow an einem Standort wird die Versorgungsqualität für die Menschen erheblich verbessert. Unter dem Aspekt der Erreichbarkeit und der flächendeckenden Versorgung stärkt das Land die Krankenhäuser daher bedarfsgerecht. Dabei ist die stationäre Versorgung zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen. Die Kernpunkte Konzentration und flächendeckende Versorgung müssen daher bei entsprechenden Entscheidungsprozessen gegeneinander abgewogen werden. Maßgabe des Landes ist dabei, nur Strukturen zu schaffen, die dauerhaft zu betreiben sind und den Anforderungen sowie den Bedürfnissen vor Ort gemäß gestaltet werden. Dies ist im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus gilt es auch, die bislang harten Grenzen zwischen den Sektoren ambulant und stationär durchlässiger zu gestalten. Eine engere Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich ist dabei unerlässlich. Der Ausbau der sektorenübergreifenden Versorgung, deren Notwendigkeit nicht erst die Pandemie aufgezeigt hat, soll daher weiterhin verstärkt vorangetrieben werden. Zukünftig wird - unabhängig von der Corona-Pandemie - für die Verantwortlichen vor Ort unter anderem die Aufgabe entstehen, dass dort, wo sie Kliniken schließen, regional angepasste sektorenübergreifende Angebote zu schaffen sind, die weiterhin eine gute Versorgung der Menschen gewährleisten. Unser oberstes Ziel ist es, dass jede Patientin und jeder Patient jederzeit und an jedem Ort das bestmögliche Versorgungsangebot erhält. Die Menschen werden mit leistungsfähigeren Krankenhäusern besser versorgt sein, und vor Ort wird das sektorenübergreifende und ambulante Angebot entsprechend ausgebaut – etwa durch Notfallpraxen, Medizinische Versorgungszentren unter der Regie niedergelassener Ärzte oder auch durch Primärversorgungszentren. Abschließend möchte ich gerne darauf hinwiesen, dass unser Landeskrankenhausplan für einzelne Regionen keine konkreten oder vorgefertigten Maßnahmen vorsieht. Krankenhäuser werden eigenwirtschaftlich und eigenverantwortlich von den jeweiligen Krankenhausträgern geführt. Dort müssen die maßgeblichen strukturellen Entscheidungen getroffen werden. Das Land oder gar der Minister schließt also keine Krankenhäuser oder wandelt keine Krankenhäuser um. Mit anderen Worten: Es liegt gerade nicht im Interesse des Landes den Trägern bestimmte Strukturen vorzugeben. Auch im Ostalbkreis wird es zu Strukturänderungen kommen müssen. Dieser Prozess wird seitens des Ministeriums gerne begleitet. Nach meinem Kenntnisstand haben die zu entscheidenden Gremien hierüber noch nicht abschließend beraten und entschieden.
Dr. Joachim Bläse
Landrat Ostalbkreis
Beantwortet
Es ist richtig, dass uns dieser Antrag aus den Haushaltsplanberatungen für das Jahr 2024 auf Fusionierung der beiden Kinderkliniken vorliegt. Nicht richtig sind allerdings Mutmaßungen, dass über diesen Antrag bereits im Februar im Verwaltungsrat der Kliniken Ostalb beraten werden soll", so der Landrat des Ostalbkreises, Dr. Joachim Bläse. „Es wird derzeit im Rahmen der Erarbeitung eines gesamthaften Medizinkonzepts für die Kliniken Ostalb geprüft, welche Optionen es für die klinische Versorgung von Kindern gibt. Vor dem Einstieg in die politische Beratung werden wir selbstverständlich auch die Sprecher der niedergelassenen Kinderärzte über den Vorstand der Kliniken Ostalb in die Diskussion einbeziehen. Sie dürfen sicher sein, dass wir alle Bedenken und Anregungen sorgfältig abwägen und in die politische Diskussion einbringen. Unser gemeinsames Ziel ist schließlich die bestmögliche medizinische Versorgung aller Patienten, auch der Kleinsten. Eine Entscheidung soll vom Kreistag voraussichtlich im ersten Halbjahr getroffen werden.
Kreistag Ostalbkreis
Kreistag Ostalbkreis

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Petition am 14. Januar 2024 erstellt