Rettet den Waldkindergarten "Schäferwiese" - Wiesbaden

Das Problem

Wir möchten, dass unser wundervoller Wiesbadener Waldkindergarten mit seinem bisherigen Konzept und Standort erhalten bleibt.

Ein ausgedehntes, vielseitiges Waldstück zwischen Fasanerie und Schläferskopf ist unser Zuhause. Die Kinder entscheiden täglich gemeinsam, welches ihrer „Plätzchen“ sie besuchen wollen.
Bei Unwetter finden sie Unterschlupf in einer nahen Schutzhütte und in ihrem gemütlichen Räumchen. Auf diesem Gelände haben sie auch die Möglichkeit und Ressourcen für besondere Aktivitäten, wie Holundersirup kochen, Stockbrot backen oder Löwenzahnmarmelade herstellen.

Das Waldgebiet dort ist einzigartig und bietet den Kindern eine unmittelbare Naturerfahrung, sie erleben den Wald mit allen Sinnen, stärken den Zusammenhalt durch gemeinsame Entscheidungen und Aktivitäten, können sich austoben und kreativ werden.

Dies alles droht zu sterben, da der Standort und das Konzept durch den jetzigen Träger geändert werden sollen. Wir Eltern wurden leider erst informiert, als die Entscheidung schon feststand. Partizipation und konstruktive Lösungsvorschläge Seitens der Eltern sind nicht erwünscht, doch es geht um das Wohl unserer Kinder

Das neue Waldstück wurde lediglich aufgrund der Erreichbarkeit per Bus ausgewählt und nicht unter waldpädagogischen Aspekten.
Anstatt direkt in der Natur zu starten wie bisher, sollen die Kinder nun jeden Tag eine Strecke mit dem Bus zurücklegen. Jede pädagogische Fachkraft weiß, wie anstrengend und auch risikoreich das ist. Gerade im Winter, wenn die Kinder warm eingepackt in stickigen, überfüllten Bussen sitzen, bzw. wenn sie erschöpft und schmutzig (denn die Kinder erfahren den Wald mit vollem Körpereinsatz) zurückfahren müssen und teilweise auf dem Rückweg noch einschlafen. Von der Bushaltestelle müssen sie noch einen steilen Trampelpfad bergauf in das gewünschte „Waldstück“ laufen, gerade für die jüngeren Kinder ermüdend.

Gefährlich wird es jedoch an der Landstraße, die aus dem Umland nach Wiesbaden-Kohlheck führt, diese ist wenig überschaubar, die Autos fahren mit hoher Geschwindigkeit und es gibt keinen gesicherten Überweg für Fußgänger. Die Kinder müssten diese Straße zweimal überqueren - und das jeden Tag!

Der „neue Wald“ ist schattig, durchkreuzt von schmalen Pfaden, viel Brombeergestrüpp an den Wegen, dazu umrahmt von Straßen und Häusern. Anstatt Naturerfahrung hört man den Stadtlärm und trifft regelmäßig auf Hinterlassenschaften von Hund und Mensch - KEIN idealer Platz für spielende Kinder.

Durch die lange An- und Abfahrt wird die “Erleb-Zeit“ im Wald auf ein Minimum reduziert. Die Kinder finden kaum ins Spiel und müssen dann schon wieder aufbrechen, um rechtzeitig den Bus zu erreichen.

Bei Wetterumschwung müssen sie gleich wieder umkehren, da es in diesem Waldstück keine Schutzhütte gibt, oder sie bleiben gleich im Haupthaus - was der Idee und Pädagogik eines Waldkindergartens nicht gerecht wird.

 

Fazit: Die Stadt Wiesbaden verliert mit dieser Maßnahme den einzigen, bisher unter städtischer Schirmherrschaft laufenden Waldkindergarten. Wir Eltern sehen das Wohl unserer Kinder in Gefahr, durch überflüssige Busfahrten und Überquerungen gefährlicher Straßen. Das pädagogische Konzept eines Waldkindergartens kann in diesem Rahmen nicht realisiert werden, zu Lasten unserer Kinder.

Wir Eltern möchten unseren Waldkindergarten erhalten, an dem Standort, den unsere Kinder kennen und lieben. Dafür kämpfen wir und dafür bitten wir um Ihre und eure Unterstützung.  

 

Warum ist diese Petition wichtig?

Das Erleben und Eintauchen in die Natur ist für Kinder elementar. Im Wald werden alle Sinne angesprochen, Abwehrkräfte gestärkt und Resilienz gefördert.

Die tägliche Naturerfahrung unterstützt die Entwicklung der kindlichen Motorik, (z.B. durch Rennen, auf Bäume Klettern, Schnitzen, Hüttenbauen und über verschiedene Untergründe Balancieren). Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder kann im Waldkindergarten ausgelebt werden. Bewegung ist nicht nur gesund für den Körper (ca. jedes 6. Kind in Deutschland ist übergewichtig oder adipös, s. Quelle RKI) sondern auch für die geistige und seelische Entwicklung eines Kindes (Suchtprävention). 

Die Kinder lernen, die Natur als lebenswerten und lebenswichtigen Raum kennen, den es zu schützen gilt. Sie erleben den Jahreskreislauf, beobachten Tiere (Vögel, Rehe und Kleingetier), retten Regenwürmer vom Weg und sammeln Müll.

Sie erleben Selbstwirksamkeit, bauen Vertrauen auf in ihre Stärken und Fähigkeiten und erlernen wichtige Sozialkompetenzen, durch Partizipation und gegenseitiges Helfen in der Gruppe.

All diese Aspekte sind gerade in der heutigen Zeit immens wichtig für die Kinder, da sie oft in einer naturfremden, urbanisierten Umgebung aufwachsen, umgeben von digitalen Medien und mit eingeschränkten Möglichkeiten sich frei zu entfalten.

Wir kämpfen für den Erhalt dieses einzigartigen Waldkindergartens in Wiesbaden, der bereits seit 27 Jahren existiert und dem eine große Zahl ehemaliger Waldkinder und -Eltern noch immer verbunden ist.

 

Wer mehr wissen möchte:

https://www.srf.ch/wissen/mensch/waldkindergaerten-co-macht-das-spielen-zwischen-baeumen-kinder-gesund-und-stark

https://www.herder.de/kindergarten-paedagogik/kita-leitung/handlungskonzepte-und-profile/waldkindergarten/

https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Adipositas_Monitoring/AdiMon_Infobroschuere.pdf?__blob=publicationFile

https://www.waldkindergarten-wiesbaden.info

https://www.bvnw.de/natur-und-waldkindergaerten/faqs-fragen-von-eltern

avatar of the starter
Leoni PfeifferPetitionsstarter*in

4.541

Das Problem

Wir möchten, dass unser wundervoller Wiesbadener Waldkindergarten mit seinem bisherigen Konzept und Standort erhalten bleibt.

Ein ausgedehntes, vielseitiges Waldstück zwischen Fasanerie und Schläferskopf ist unser Zuhause. Die Kinder entscheiden täglich gemeinsam, welches ihrer „Plätzchen“ sie besuchen wollen.
Bei Unwetter finden sie Unterschlupf in einer nahen Schutzhütte und in ihrem gemütlichen Räumchen. Auf diesem Gelände haben sie auch die Möglichkeit und Ressourcen für besondere Aktivitäten, wie Holundersirup kochen, Stockbrot backen oder Löwenzahnmarmelade herstellen.

Das Waldgebiet dort ist einzigartig und bietet den Kindern eine unmittelbare Naturerfahrung, sie erleben den Wald mit allen Sinnen, stärken den Zusammenhalt durch gemeinsame Entscheidungen und Aktivitäten, können sich austoben und kreativ werden.

Dies alles droht zu sterben, da der Standort und das Konzept durch den jetzigen Träger geändert werden sollen. Wir Eltern wurden leider erst informiert, als die Entscheidung schon feststand. Partizipation und konstruktive Lösungsvorschläge Seitens der Eltern sind nicht erwünscht, doch es geht um das Wohl unserer Kinder

Das neue Waldstück wurde lediglich aufgrund der Erreichbarkeit per Bus ausgewählt und nicht unter waldpädagogischen Aspekten.
Anstatt direkt in der Natur zu starten wie bisher, sollen die Kinder nun jeden Tag eine Strecke mit dem Bus zurücklegen. Jede pädagogische Fachkraft weiß, wie anstrengend und auch risikoreich das ist. Gerade im Winter, wenn die Kinder warm eingepackt in stickigen, überfüllten Bussen sitzen, bzw. wenn sie erschöpft und schmutzig (denn die Kinder erfahren den Wald mit vollem Körpereinsatz) zurückfahren müssen und teilweise auf dem Rückweg noch einschlafen. Von der Bushaltestelle müssen sie noch einen steilen Trampelpfad bergauf in das gewünschte „Waldstück“ laufen, gerade für die jüngeren Kinder ermüdend.

Gefährlich wird es jedoch an der Landstraße, die aus dem Umland nach Wiesbaden-Kohlheck führt, diese ist wenig überschaubar, die Autos fahren mit hoher Geschwindigkeit und es gibt keinen gesicherten Überweg für Fußgänger. Die Kinder müssten diese Straße zweimal überqueren - und das jeden Tag!

Der „neue Wald“ ist schattig, durchkreuzt von schmalen Pfaden, viel Brombeergestrüpp an den Wegen, dazu umrahmt von Straßen und Häusern. Anstatt Naturerfahrung hört man den Stadtlärm und trifft regelmäßig auf Hinterlassenschaften von Hund und Mensch - KEIN idealer Platz für spielende Kinder.

Durch die lange An- und Abfahrt wird die “Erleb-Zeit“ im Wald auf ein Minimum reduziert. Die Kinder finden kaum ins Spiel und müssen dann schon wieder aufbrechen, um rechtzeitig den Bus zu erreichen.

Bei Wetterumschwung müssen sie gleich wieder umkehren, da es in diesem Waldstück keine Schutzhütte gibt, oder sie bleiben gleich im Haupthaus - was der Idee und Pädagogik eines Waldkindergartens nicht gerecht wird.

 

Fazit: Die Stadt Wiesbaden verliert mit dieser Maßnahme den einzigen, bisher unter städtischer Schirmherrschaft laufenden Waldkindergarten. Wir Eltern sehen das Wohl unserer Kinder in Gefahr, durch überflüssige Busfahrten und Überquerungen gefährlicher Straßen. Das pädagogische Konzept eines Waldkindergartens kann in diesem Rahmen nicht realisiert werden, zu Lasten unserer Kinder.

Wir Eltern möchten unseren Waldkindergarten erhalten, an dem Standort, den unsere Kinder kennen und lieben. Dafür kämpfen wir und dafür bitten wir um Ihre und eure Unterstützung.  

 

Warum ist diese Petition wichtig?

Das Erleben und Eintauchen in die Natur ist für Kinder elementar. Im Wald werden alle Sinne angesprochen, Abwehrkräfte gestärkt und Resilienz gefördert.

Die tägliche Naturerfahrung unterstützt die Entwicklung der kindlichen Motorik, (z.B. durch Rennen, auf Bäume Klettern, Schnitzen, Hüttenbauen und über verschiedene Untergründe Balancieren). Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder kann im Waldkindergarten ausgelebt werden. Bewegung ist nicht nur gesund für den Körper (ca. jedes 6. Kind in Deutschland ist übergewichtig oder adipös, s. Quelle RKI) sondern auch für die geistige und seelische Entwicklung eines Kindes (Suchtprävention). 

Die Kinder lernen, die Natur als lebenswerten und lebenswichtigen Raum kennen, den es zu schützen gilt. Sie erleben den Jahreskreislauf, beobachten Tiere (Vögel, Rehe und Kleingetier), retten Regenwürmer vom Weg und sammeln Müll.

Sie erleben Selbstwirksamkeit, bauen Vertrauen auf in ihre Stärken und Fähigkeiten und erlernen wichtige Sozialkompetenzen, durch Partizipation und gegenseitiges Helfen in der Gruppe.

All diese Aspekte sind gerade in der heutigen Zeit immens wichtig für die Kinder, da sie oft in einer naturfremden, urbanisierten Umgebung aufwachsen, umgeben von digitalen Medien und mit eingeschränkten Möglichkeiten sich frei zu entfalten.

Wir kämpfen für den Erhalt dieses einzigartigen Waldkindergartens in Wiesbaden, der bereits seit 27 Jahren existiert und dem eine große Zahl ehemaliger Waldkinder und -Eltern noch immer verbunden ist.

 

Wer mehr wissen möchte:

https://www.srf.ch/wissen/mensch/waldkindergaerten-co-macht-das-spielen-zwischen-baeumen-kinder-gesund-und-stark

https://www.herder.de/kindergarten-paedagogik/kita-leitung/handlungskonzepte-und-profile/waldkindergarten/

https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Adipositas_Monitoring/AdiMon_Infobroschuere.pdf?__blob=publicationFile

https://www.waldkindergarten-wiesbaden.info

https://www.bvnw.de/natur-und-waldkindergaerten/faqs-fragen-von-eltern

avatar of the starter
Leoni PfeifferPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden
Stadträtin Dr. Patricia Becher
Stadträtin Dr. Patricia Becher
Dezernat für Soziales, Bildung und Wohnen

Neuigkeiten zur Petition

Diese Petition teilen

Petition am 12. Juni 2024 erstellt