
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
Bernd Lange, Chef des Handelsausschusses im Europaparlament, sagt, dass die Brände im Amazonasgebiet zeigen, dass die Umweltverpflichtungen schon jetzt nicht eingehalten werden. "Deshalb wäre es ein Witz, das Abkommen in seiner jetzigen Form zu ratifizieren", sagt der SPD-Politiker.
Inzwischen ist auch eine neue Studie über Mercosur erschienen. Die Studie untersucht, welche wirtschaftlichen Gewinne die EU durch das Abkommen erzielen würde. Die Experten der renommierten London School of Economics haben die möglichen Gewinne unter verschiedenen Aspekten durchgerechnet. Kritiker sind durch den Bericht in ihrer Ablehnung des Mercosur-Abkommens bestärkt.
Die wirtschaftlichen Gewinne der EU sind lächerlich. Es liegt bei 0,1 Prozent bis zum 2032. Die Gewinner des Abkommens sind nur die südamerikanischen Fleischproduzenten.
Die EU würde 30 bis 64 Prozent mehr Rindfleisch und 37 bis 79 Prozent mehr anderes Fleisch als bisher aus den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay importieren. Das brauchen wir bestimmt nicht.
Die großen Verlierer sind dabei die Bauer der EU und die Umwelt von Südamerika. Rinder, Zucker- und Soja-Plantagen beanspruchen große Landflächen. Deshalb wird das Abkommen die Vernichtung des Regenwalds sogar beschleunigen. Es wird höchste Zeit diese Profitgier zu stoppen!
Hier können Sie über die Studie den Bericht lesen:
Mit herzlichen Grüßen
Marianne Grimmenstein