Rettet das Geburtshaus Trier. Für echte Wahlfreiheit und eine würdige Geburtshilfe.

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Salome Loose und 18 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

In Trier ist aktuell etwas passiert, das weit über ein einzelnes Geburtshaus hinausgeht. Durch eine Nachbarschaftsklage und eine gerichtliche Entscheidung darf ein zentraler Geburtsraum im Geburtshaus nicht mehr genutzt werden. Diese Entscheidung wurde nicht gemeinsam mit dem Geburtshaus erarbeitet, sondern über die Köpfe der Betreiberinnen hinweg getroffen. Die Hebammen wurden vor vollendete Tatsachen gestellt.

Was nach einer formalen baurechtlichen Maßnahme klingt, hat in Wirklichkeit massive Auswirkungen. Das Geburtshaus verliert einen essenziellen Teil seiner Kapazität. Weniger Räume bedeuten automatisch weniger begleitete Geburten. Weniger begleitete Geburten bedeuten, dass Frauen abgewiesen werden müssen.

Und genau hier wird es kritisch.

Denn in Deutschland haben Frauen das Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Dazu gehört auch die freie Wahl des Geburtsortes. Ob Krankenhaus, Geburtshaus oder Hausgeburt, diese Entscheidung liegt grundsätzlich bei der Frau. Niemand darf sie dazu zwingen, in einem Krankenhaus zu gebären.

Wenn jedoch die Möglichkeiten für außerklinische Geburten eingeschränkt werden, wird diese Wahlfreiheit faktisch ausgehebelt. Frauen werden nicht direkt gezwungen, aber indirekt bleibt ihnen oft keine andere Option mehr, als in eine Klinik zu gehen, weil es schlicht keinen Platz mehr im Geburtshaus gibt.

Das ist keine theoretische Diskussion, sondern eine reale Entwicklung mit konkreten Folgen.

Für die Hebammen bedeutet diese Entscheidung eine massive Einschränkung ihrer Arbeit. Geburtshäuser sind ohnehin stark reguliert und wirtschaftlich oft am Limit. Wenn nun zentrale Räume wegfallen, wird die Existenz solcher Einrichtungen weiter gefährdet. Hebammen verlieren Arbeitsmöglichkeiten, Kontinuität in der Betreuung geht verloren und ein ohnehin fragiles System wird weiter geschwächt.

Für Frauen bedeutet es den Verlust eines geschützten Raumes für Geburt. Geburt ist ein hochsensibler Prozess. Die Umgebung, die Betreuung und das Gefühl von Sicherheit haben nachweislich Einfluss darauf, wie eine Geburt erlebt wird und welche langfristigen Auswirkungen sie auf Mutter und Kind hat. Wenn diese Räume verschwinden, verschwindet auch die Möglichkeit, Geburt bewusst und selbstbestimmt zu erleben.

Besonders problematisch ist, dass hier die Interessen einzelner über ein grundlegendes gesellschaftliches Bedürfnis gestellt werden. Geburt ist kein Störfaktor. Geburt ist ein elementarer Bestandteil unseres Lebens und unserer Gesellschaft. Dass die Stimmen von gebärenden Frauen als Lärm bewertet werden, wirft eine grundlegende Frage auf, welchen Stellenwert Geburt in unserer Gesellschaft tatsächlich hat.

Gleichzeitig wird von Versorgungsengpässen in der Geburtshilfe gesprochen. Kliniken sind überlastet, Personal fehlt und Hebammenkapazitäten sind begrenzt. In genau dieser Situation werden funktionierende außerklinische Angebote eingeschränkt, anstatt sie zu stärken.

Das ist nicht nur widersprüchlich, sondern kurzsichtig.

Wir fordern daher die Stadt Trier auf, Verantwortung zu übernehmen. Wenn durch Entscheidungen im baulichen und rechtlichen Rahmen die Nutzung eingeschränkt wird, darf die Last nicht allein auf den Schultern des Geburtshauses liegen.

Die Stadt Trier muss sich finanziell an allen notwendigen Maßnahmen beteiligen, die den Weiterbetrieb des Geburtshauses sichern. Dazu gehören bauliche Anpassungen wie Schallschutz ebenso wie die Unterstützung des laufenden Betriebs, um die entstandenen Einschränkungen auszugleichen.

Es geht hier nicht um ein einzelnes Gebäude. Es geht um die Zukunft der außerklinischen Geburtshilfe. Es geht um die Arbeitsbedingungen von Hebammen. Und es geht um das Recht von Frauen, selbst zu entscheiden, wie und wo sie ihr Kind zur Welt bringen.

Mit Ihrer Unterschrift setzen Sie ein Zeichen für eine Gesellschaft, die Geburt ernst nimmt, Frauen vertraut und echte Wahlfreiheit nicht nur verspricht, sondern ermöglicht.

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Dana LangPetitionsstarter*in

29

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Salome Loose und 18 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

In Trier ist aktuell etwas passiert, das weit über ein einzelnes Geburtshaus hinausgeht. Durch eine Nachbarschaftsklage und eine gerichtliche Entscheidung darf ein zentraler Geburtsraum im Geburtshaus nicht mehr genutzt werden. Diese Entscheidung wurde nicht gemeinsam mit dem Geburtshaus erarbeitet, sondern über die Köpfe der Betreiberinnen hinweg getroffen. Die Hebammen wurden vor vollendete Tatsachen gestellt.

Was nach einer formalen baurechtlichen Maßnahme klingt, hat in Wirklichkeit massive Auswirkungen. Das Geburtshaus verliert einen essenziellen Teil seiner Kapazität. Weniger Räume bedeuten automatisch weniger begleitete Geburten. Weniger begleitete Geburten bedeuten, dass Frauen abgewiesen werden müssen.

Und genau hier wird es kritisch.

Denn in Deutschland haben Frauen das Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Dazu gehört auch die freie Wahl des Geburtsortes. Ob Krankenhaus, Geburtshaus oder Hausgeburt, diese Entscheidung liegt grundsätzlich bei der Frau. Niemand darf sie dazu zwingen, in einem Krankenhaus zu gebären.

Wenn jedoch die Möglichkeiten für außerklinische Geburten eingeschränkt werden, wird diese Wahlfreiheit faktisch ausgehebelt. Frauen werden nicht direkt gezwungen, aber indirekt bleibt ihnen oft keine andere Option mehr, als in eine Klinik zu gehen, weil es schlicht keinen Platz mehr im Geburtshaus gibt.

Das ist keine theoretische Diskussion, sondern eine reale Entwicklung mit konkreten Folgen.

Für die Hebammen bedeutet diese Entscheidung eine massive Einschränkung ihrer Arbeit. Geburtshäuser sind ohnehin stark reguliert und wirtschaftlich oft am Limit. Wenn nun zentrale Räume wegfallen, wird die Existenz solcher Einrichtungen weiter gefährdet. Hebammen verlieren Arbeitsmöglichkeiten, Kontinuität in der Betreuung geht verloren und ein ohnehin fragiles System wird weiter geschwächt.

Für Frauen bedeutet es den Verlust eines geschützten Raumes für Geburt. Geburt ist ein hochsensibler Prozess. Die Umgebung, die Betreuung und das Gefühl von Sicherheit haben nachweislich Einfluss darauf, wie eine Geburt erlebt wird und welche langfristigen Auswirkungen sie auf Mutter und Kind hat. Wenn diese Räume verschwinden, verschwindet auch die Möglichkeit, Geburt bewusst und selbstbestimmt zu erleben.

Besonders problematisch ist, dass hier die Interessen einzelner über ein grundlegendes gesellschaftliches Bedürfnis gestellt werden. Geburt ist kein Störfaktor. Geburt ist ein elementarer Bestandteil unseres Lebens und unserer Gesellschaft. Dass die Stimmen von gebärenden Frauen als Lärm bewertet werden, wirft eine grundlegende Frage auf, welchen Stellenwert Geburt in unserer Gesellschaft tatsächlich hat.

Gleichzeitig wird von Versorgungsengpässen in der Geburtshilfe gesprochen. Kliniken sind überlastet, Personal fehlt und Hebammenkapazitäten sind begrenzt. In genau dieser Situation werden funktionierende außerklinische Angebote eingeschränkt, anstatt sie zu stärken.

Das ist nicht nur widersprüchlich, sondern kurzsichtig.

Wir fordern daher die Stadt Trier auf, Verantwortung zu übernehmen. Wenn durch Entscheidungen im baulichen und rechtlichen Rahmen die Nutzung eingeschränkt wird, darf die Last nicht allein auf den Schultern des Geburtshauses liegen.

Die Stadt Trier muss sich finanziell an allen notwendigen Maßnahmen beteiligen, die den Weiterbetrieb des Geburtshauses sichern. Dazu gehören bauliche Anpassungen wie Schallschutz ebenso wie die Unterstützung des laufenden Betriebs, um die entstandenen Einschränkungen auszugleichen.

Es geht hier nicht um ein einzelnes Gebäude. Es geht um die Zukunft der außerklinischen Geburtshilfe. Es geht um die Arbeitsbedingungen von Hebammen. Und es geht um das Recht von Frauen, selbst zu entscheiden, wie und wo sie ihr Kind zur Welt bringen.

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