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Reporter soll nach Kaschmir in den Tod abgeschoben werden

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Der ehemalige Reporter Muhammad Azhar Shah sitzt schon wieder in Ingelheim in Abschiebehaft!

Er war von September bis Ende November schon dort inhaftiert und es wurde zweimal versucht, ihn abzuschieben. Beim ersten Versuch hat er versucht, sich selbst zu verletzen und gesagt, er sterbe lieber hier als dort.  Beim 2. Versuch wurde die Abschiebung durch die Ausländerbehörde abgesagt aber er hatte 3 Tage zuvor versucht sich umzubringen. Er hat sich mit einer Rasierklinge im Brustbereich und im Nacken stark verletzt. Dazu habe ich auch ein kurzes Radiointerview bei Radio Dreyeckland gegeben. Der Link https://rdl.de/beitrag/Unsere-Asylpolitik-funktioniert-nicht 

Durch seine damaligen Artikel für ein freies Kaschmir ist er dort zur Zielscheibe geworden und sollte getötet werden. Deswegen ist er nach Europa geflohen. Durch die Situation in Kaschmir, die sich weiter verschlechtert, anstatt verbessert, ist es unmenschlich dort jemanden hinschicken zu wollen. Seine Geschwister sind nach England geflohen und haben dort einen Daueraufenthalt. Außer seinen Eltern, die schon sehr alt sind, hat er niemanden mehr. Die indische Armee tyrannisiert die Dörfer dort regelmäßig und steckt Häuser in Brand, in denen noch Menschen sind. Außerdem werfen sie Moslems bei lebendigem Leib aus dem Fenster. Es ist ein Ort des Grauens. Durch den Lockdown der seit über einem Jahr andauert ist keine medizinische Versorgung vorhanden. Arbeit ist auch keine da.

Herr Shah wäre dort wieder eine Zielscheibe. Das Bamf hat den Antrag nach Paragraph 71 am 16.12.20 abgelehnt – ohne eine persönliche Vorsprache oder Erklärung. Es wurden Originalzeitungen aus Kaschmir mit seiner Reportage und sogar mit seinem Foto vorgelegt. Wir haben das Gefühl, dass alles, was wir vorlegen und sagen, ignoriert wird. Das Bamf schließt Augen und Ohren – Wahrscheinlich damit die Abschiebezahlen stimmen.

Herr Shah ist ein Mensch wie wir und nicht irgendeine Nummer im Register des Bundesamtes. Unser Anwalt hat nochmal einen Antrag nachgereicht weil Herr Shah durch die Inhaftierung in einem schlechten psychischen Zustand ist. Er befindet sich deswegen in Isolationshaft seit dem 07.12.2020. Am 18.01.2021 ist ein Abschiebeflug nach Islamabad geplant. Wenn er abgeschoben wird, wird er dort an die Polizei übergeben. Wenn diese erfahren, wer er ist und was für Artikel er auch gegen die pakistanische Regierung und für ein freies Kaschmir geschrieben hat, wird er gefoltert, direkt getötet oder lebenslänglich inhaftiert.

Bitte helft diesem Mann. Er darf nicht abgeschoben werden. Das wäre sein Todesurteil. Wir haben eine Vollzeitarbeitsstelle und eine Wohnung für ihn – das wissen die Behörden auch. Wir fordern Herrn Dr. Hans-Eckhard Sommer auf, Herrn Muhammad Azhar Shah sofort freizulassen und ihm den Schutz, den er braucht, zu gewähren. 



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