Protest gegen die Reform der Kryptobesteuerung

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Das Problem

Die Bundesregierung plant, zukünftig Gewinne aus Kryptowährungen dauerhaft der Abgeltungsteuer zu unterwerfen. Diese Änderung würde einen gravierenden Eingriff in bestehende Eigentums- und Vertrauensschutzprinzipien darstellen. Als Nutzer und Investor im Krypto-Bereich finde ich diese geplante Reform zutiefst besorgniserregend.

Kryptowährungen haben in den letzten Jahren erheblich zur wirtschaftlichen Dynamik und Innovationskraft Deutschlands beigetragen. Doch mit der Einführung einer dauerhaften Abgeltungsteuer auf Krypto-Gewinne droht eine Abwanderung von Innovatoren und Investoren aus Deutschland. Länder wie die Schweiz oder Malta haben gezeigt, wie eine förderliche Steuerpolitik Innovationskraft anziehen und technologische Entwicklungen begünstigen kann.

Darüber hinaus ignoriert die geplante Reform die besondere Natur von Kryptowährungen. Im Gegensatz zu traditionellen Anlageformen schwanken Kryptowährungen erheblich im Wert, was eine pauschale Abgeltungsteuer ungerecht und unpraktikabel macht. Die Akzeptanz dieser Vermögenswerte darf nicht durch steuerliche Hürden ins Wanken geraten.

Diese Veränderung könnte auch das Vertrauen der deutschen Anleger zerstören, die bisher auf die Stabilität und Fairness des deutschen Steuersystems vertraut haben. Ein solcher Verlust an Vertrauen könnte langfristige negative Auswirkungen auf den Finanzmarkt und die gesamte Wirtschaft Deutschlands haben.

Wir fordern die Bundesregierung auf, die geplante Reform der Kryptobesteuerung zu überdenken und stattdessen einen Dialog mit Experten und der Krypto-Community über eine faire und zukunftsorientierte Besteuerungslösung zu beginnen. Ein solcher Dialog könnte dazu führen, dass Deutschland weiterhin eine führende Rolle im globalen Innovationswettlauf einnimmt, ohne seine Bürger und Investoren zu benachteiligen.

Bitte helfen Sie uns, die Stimme der Gemeinschaft zu stärken und für eine gerechte Behandlung von Kryptowährungen zu kämpfen. Unterzeichnen Sie diese Petition und setzen Sie sich für die Zukunft der Innovation in Deutschland ein!

Begründung

1. Geringes Steueraufkommen rechtfertigt die Reform nicht

Das Beispiel Österreich zeigt, dass die Erwartungen an hohe Steuereinnahmen aus einer Kryptobesteuerung nicht erfüllt werden. Trotz einer umfassenden Steuerreform wurden im Jahr 2024 lediglich rund 33,8 Millionen Euro an Krypto-Steuern eingenommen – weniger als ein Prozent des gesamten Kapitalertragsteueraufkommens. Selbst Schätzungen von rund 42 Millionen Euro stehen in keinem Verhältnis zum bürokratischen Aufwand und den negativen wirtschaftlichen Folgen. (Trending Topics⁠)

2. Gefahr eines Minusgeschäfts für den Staat

Viele Anleger verrechnen Verluste aus Kryptowährungen mit Gewinnen aus anderen Kapitalanlagen wie Aktien. Dadurch sinkt die gesamte Steuerbemessungsgrundlage. Der Staat erzielt dadurch häufig deutlich geringere Einnahmen als erwartet. Gleichzeitig entstehen erhebliche Verwaltungs- und Kontrollkosten.

3. Vertrauensschutz für Millionen Anleger

Zahlreiche Bürger haben ihre Investitionsentscheidungen auf Grundlage der bestehenden Rechtslage getroffen. Eine nachträgliche Änderung würde das Vertrauen in die Beständigkeit des deutschen Steuerrechts erheblich beschädigen.

4. Gefahr der Kapitalflucht

Eine höhere Besteuerung führt nicht automatisch zu höheren Steuereinnahmen. Vielmehr besteht die Gefahr, dass Anleger auf ausländische Handelsplattformen ausweichen oder Deutschland als Investitionsstandort meiden. Bereits Österreich beobachtet einen Trend zur Nutzung ausländischer Börsen. (PwC⁠)

5. Innovationshemmnis für den Wirtschaftsstandort Deutschland

Blockchain-Technologien und Kryptowährungen gehören zu den wichtigsten Zukunftstechnologien. Eine zusätzliche steuerliche Belastung würde Investitionen, Unternehmensgründungen und Innovationen in Deutschland erschweren und Fachkräfte sowie Kapital ins Ausland treiben.

6. Bisherige Rechtslage und Rechtsprechung

Über viele Jahre wurden Kryptowährungen in Deutschland als „andere Wirtschaftsgüter“ behandelt. Gewinne nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr waren steuerfrei. Diese Rechtsauffassung wurde durch die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs bestätigt und bildete die Grundlage für die Investitionsentscheidungen vieler Bürger. (Waltio⁠)

Eine vollständige Abkehr von dieser bewährten Systematik würde den Grundsatz der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes erheblich beeinträchtigen.

Deshalb fordern wir:

Die Bundesregierung muss auf die geplante Kryptosteuer-Reform verzichten und die bisherige steuerliche Behandlung von Kryptowährungen beibehalten. Eine Steuerreform, die nur geringe Mehreinnahmen verspricht, aber Innovation, Investitionen und das Vertrauen in den Rechtsstaat gefährdet, liegt nicht im Interesse Deutschlands.

Für einen innovationsfreundlichen, fairen und verlässlichen Finanzstandort Deutschland.

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Timo HussungPetitionsstarter*in

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