Petition updateWorte schaffen Werte: STOPP der verbalen Gewalt gegen Frauen!Adventszeit ist die Zeit des Ankommens
Professor Dr. Kristina WolffGermany
Dec 14, 2018

Liebe Community, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

Hand auf's Herz, von so viel Support habe ich nie zu träumen gewagt, als ich die Petition aufsetzte. Am Starttag, dem 04.12. waren wir zwei, am 10.12. dann zwölf und gerade eben sind wir bei unglaublichen 35.000 angekommen. MEGA. Ich kann kaum fassen, was sich da auf meinem Monitor abzeichnet: Danke Ihnen/Euch allen! Und natürlich auch Dank den UserInnen unter Ihnen/Euch, die darüber hinaus den Trollen fleißig Paroli bieten.

In den überwältigend vielen Kommentaren finden sich erlesene Sätze. "Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten." oder "Sprache zeigt, was im Kopf vor sich geht.", um nur zwei Beispiele anzuführen. Ich freue mich zudem sehr, dass sich hier auch viele Männer öffentlich zu einem respektvolleren gemeinschaftlichen Umgang positionieren - gut so, denn unsere Sprache ist kein "Frauenthema", sondern ein elementares, schützenswertes und gemeinschaftliches Gut. Wir alle sind dafür verantwortlich, sie umsichtig zu nutzen, quantitativ ebenso, wie qualitativ.

Ein User postete über das Kommentarfeld, dass die AfD-Pressestelle ihm auf Anfrage bestätigte, Herr Dr. Merz habe das alles tatsächlich gesagt, allerdings nur als Privatperson, nicht in seiner Funktion als Landtagsabgeordneter. Diese Bestätigung kann ich weder verifizieren, noch falsifizieren, sie liegt mir nicht vor.

Aber: Mit meiner Petition thematisiere ich keine Aussage, sondern eine Email, die die BILD bereits am 03.12.2018 veröffentlichte. Beim Lesen selbiger wird sehr schnell klar, dass es sich keinesfalls um einen privaten Kontext handelt. Was der Abgeordnete Dr. Merz in seinen eigenen vier Wänden denkt, das ist eine Sache. Was er allerdings schamlos verschriftlicht und gestreut hat, mit Dr.-Titel und ausgewiesen in seiner Funktion als Landtagsabgeordneter (MdL), das ist nicht hinnehmbar. Seine beleidigende Etikettierung erstreckt sich nicht nur auf die Gruppe der "Quotenfrauen" - nein, bei "gut", "bemüht" und "passend qualifiziert" als anzustrebender Zielvorgabe für Frauen im Job, handelt es sich ebenfalls um eine sprachliche Herabsetzung, von der ich hoffe, sie nie wieder und nirgends und schon gar nicht in einer Stellenausschreibung lesen zu müssen.

Vielmehr hoffe ich auf eine klare Position der Universität Stuttgart, gerade im Zuge ihrer Exzellenzstrategie.

Vielmehr hoffe ich auf ein breites Umdenken und in Folge dessen auf einen viel achtsameren Sprachgebrauch innerhalb unserer Gesellschaft.

Vielmehr hoffe ich, Sie/Ihr seid und bleibt weiter dabei, denn das vorerst nächste Etappenziel lautet jetzt: 50.000!

Also, heiter weiter und Ihnen/Euch allen einen feinen 3. Advent,

Prof. Dr. Kristina Wolff 

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