Keine Einstellung des Verfahrens gegen Schlachthofkonzern OSI Taunberbischofsheim!

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Im Fall des durch die SOKO Tierschutz aufgedeckten Skandalschlachthofs:

Die Staatsanwaltschaft Mosbach hat alle drei Verfahren gegen die Tierärzte und amtlichen Kontrolleure eingestellt. Die Begründung: Man könne die Veterinäre nämlich nicht belangen, weil sie ohnehin nicht in der Lage wären, solches Tierleid im Schlachthof zu stoppen. Ihnen fehle die Möglichkeit der Polizei direkt einzugreifen.

Die Staatsanwaltschaft Mosbach macht es sich also einfach, befreit die Behördenvertreter von aller Verantwortung. Das ist eine Schande und eine Bankrotterklärung der amtlichen Überwachung von Schlachthöfen.

Das Justizministerium und die gesamte Regierung in Baden Württemberg sollten sich ernsthaft fragen, ob man es sich nach all den Skandalen in Schlachthöfen leisten kann, dem Staat auch noch die letzte Glaubwürdigkeit in Tier- und Verbraucherschutz in der Fleischbranche zu nehmen.

Für die Kontrolleure, die in Tauberbischofsheim weggesehen haben, geht der Skandal also bisher gut aus. Einer steht schon wieder am Schlachtbank bei einem Bioschlachthof in der Region und ein zweiter kontrolliert weiter für das Amt im Landkreis.

Als Mitglied der EU unterliegt Deutschland auch dem Lissabonner Abkommen. Hier heißt es in Artikel 13: Den „Erfordernissen des Wohlergehens der Tiere als fühlende Wesen [werde] in vollem Umfang Rechnung“ getragen. Schaut man sich nun den vorliegenden Fall an, ist dies ein klarer Verstoß gegen dieses EU-Abkommen.

In dem Betrieb, der McDonalds, Westfleisch und Tönnies belieferte, wurde z.B. eine Kuh über 80 mal, vor allem  an After und Kopf mit dem Elektroschocker gequält, auch bei anderen Tieren gab es regelrechte Eschocker Orgien durch alkoholisierte Arbeiter. Ein weiteres Tier wurde mit gebrochenen Fuß gewaltsam in den Schlachthof gezwungen  und ein Tier erwachte panisch aus der Betäubung und wurde ohne Nachbetäubung weiter verarbeitet. Das alles geschah in Anwesenheit von amtlichen Kontrolleuren, die  direkt dabei waren und nicht einschritten.

Handeln Sie, damit die Regierung noch ernst genommen werden kann und erfüllen Sie Ihre gesetzlichen Pflichten als Mitgliedsland der EU!