Polizeipferde abschaffen – für Menschenschutz und Tierwohl

Das Problem

Dies ist ein offener Brief an die Innenministerkonferenz der Länder und den Deutschen Bundestag – Petitionsausschuss

 

Sehr geehrter Herr Mäurer,

sehr geehrte Mitglieder des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags,

sehr geehrte Verantwortliche in Bund und Ländern,

mein Name ist Lilli Rainer und ich komme aus Gießen. Am vergangenen Wochenende (29.11.2025) habe ich beobachtet, dass bei der Großdemonstration gegen die Gründung der AfD-Jugendorganisation Polizeipferde eingesetzt wurden. Die Bilder waren erschreckend. Deshalb möchte ich mich nun an Sie wenden, um mehr Bewusstsein dafür zu schaffen, was in der Polizeiarbeit falsch läuft und zugleich dazu anzuregen, notwendige Veränderungen in die Wege zu leiten.

Denn der Einsatz von Polizeipferden mag traditionell sein, entspricht jedoch längst nicht mehr den Anforderungen einer modernen, verantwortungsvollen Sicherheitsarbeit. Pferde sind hochsensible Fluchttiere und werden dennoch in Situationen eingesetzt, die von Lärm, Enge und unvorhersehbaren Reizquellen geprägt sind: Zum Beispiel bei Demonstrationen oder anderen Großveranstaltungen. Dies gefährdet nicht nur die Tiere, sondern auch die Menschen in ihrer Umgebung.

-> Relevante gesetzliche Paragraphen finden sich im untersten Absatz.

Zwei Beispiele aus Deutschland verdeutlichen die Risiken:

So wurden am 1. Mai 2024 in Stuttgart mehrere Polizeipferde verletzt, nachdem sie ausgerutscht und in eine Menschenmenge gedrängt worden waren. (PETA)

Zudem erschrak im Juni 2023 vor der Allianz-Arena in München ein Polizeipferd vermutlich durch quietschende Bremsen eines Busses, wich zur Seite aus und trat zwei Frauen. Eine 55-Jährige erlitt einen Wadenbeinbruch und Knöchelverletzungen, die andere wurde leicht verletzt. (Süddeutsche Zeitung)

Der Schutz von Menschen und Tieren sollte bei der Polizeiarbeit oberste Priorität haben. Dazu gehört auch, Tiere nicht in Einsätze zu schicken, in denen Stress, Schmerzen und vermeidbare Risiken drohen.

Moderne Einsatzmittel stehen längst bereit: Fahrrad- oder E-Bike-Staffeln sowie mobile Einsatzteams zu Fuß oder in Fahrzeugen können die Aufgaben übernehmen, die bisher Polizeipferde erledigt haben: Effektiv, flexibel und ohne Tierleid.

Ich fordere daher, den Einsatz von Polizeipferden zu beenden und eine bundesweite Lösung zu schaffen, die Mensch und Tier gleichermaßen schützt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Lilli Rainer

im Namen aller Unterzeichnenden

 

Relevante gesetzliche Paragraphen, die den Einsatz von Pferden bei der Polizei angreifbar machen:

Grundgesetz Artikel 20a
Grundgesetz Artikel 1
Tierschutzgesetz § 1
Tierschutzgesetz § 3 Nr. 6
Tierschutzgesetz § 17
Verhältnismäßigkeitsgrundsatz (Art. 20 Abs. 3 GG)
Bürgerliches Gesetzbuch § 839
Grundgesetz Artikel 34

 

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Lilli RainerPetitionsstarter*inIch bin Lilli und möchte hiermit gerne meinen Beitrag für eine gerechtere Welt leisten, Menschen zum Nachdenken anregen und Bewusstsein schaffen für diverse gesellschaftliche Themen :^)

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Das Problem

Dies ist ein offener Brief an die Innenministerkonferenz der Länder und den Deutschen Bundestag – Petitionsausschuss

 

Sehr geehrter Herr Mäurer,

sehr geehrte Mitglieder des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags,

sehr geehrte Verantwortliche in Bund und Ländern,

mein Name ist Lilli Rainer und ich komme aus Gießen. Am vergangenen Wochenende (29.11.2025) habe ich beobachtet, dass bei der Großdemonstration gegen die Gründung der AfD-Jugendorganisation Polizeipferde eingesetzt wurden. Die Bilder waren erschreckend. Deshalb möchte ich mich nun an Sie wenden, um mehr Bewusstsein dafür zu schaffen, was in der Polizeiarbeit falsch läuft und zugleich dazu anzuregen, notwendige Veränderungen in die Wege zu leiten.

Denn der Einsatz von Polizeipferden mag traditionell sein, entspricht jedoch längst nicht mehr den Anforderungen einer modernen, verantwortungsvollen Sicherheitsarbeit. Pferde sind hochsensible Fluchttiere und werden dennoch in Situationen eingesetzt, die von Lärm, Enge und unvorhersehbaren Reizquellen geprägt sind: Zum Beispiel bei Demonstrationen oder anderen Großveranstaltungen. Dies gefährdet nicht nur die Tiere, sondern auch die Menschen in ihrer Umgebung.

-> Relevante gesetzliche Paragraphen finden sich im untersten Absatz.

Zwei Beispiele aus Deutschland verdeutlichen die Risiken:

So wurden am 1. Mai 2024 in Stuttgart mehrere Polizeipferde verletzt, nachdem sie ausgerutscht und in eine Menschenmenge gedrängt worden waren. (PETA)

Zudem erschrak im Juni 2023 vor der Allianz-Arena in München ein Polizeipferd vermutlich durch quietschende Bremsen eines Busses, wich zur Seite aus und trat zwei Frauen. Eine 55-Jährige erlitt einen Wadenbeinbruch und Knöchelverletzungen, die andere wurde leicht verletzt. (Süddeutsche Zeitung)

Der Schutz von Menschen und Tieren sollte bei der Polizeiarbeit oberste Priorität haben. Dazu gehört auch, Tiere nicht in Einsätze zu schicken, in denen Stress, Schmerzen und vermeidbare Risiken drohen.

Moderne Einsatzmittel stehen längst bereit: Fahrrad- oder E-Bike-Staffeln sowie mobile Einsatzteams zu Fuß oder in Fahrzeugen können die Aufgaben übernehmen, die bisher Polizeipferde erledigt haben: Effektiv, flexibel und ohne Tierleid.

Ich fordere daher, den Einsatz von Polizeipferden zu beenden und eine bundesweite Lösung zu schaffen, die Mensch und Tier gleichermaßen schützt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Lilli Rainer

im Namen aller Unterzeichnenden

 

Relevante gesetzliche Paragraphen, die den Einsatz von Pferden bei der Polizei angreifbar machen:

Grundgesetz Artikel 20a
Grundgesetz Artikel 1
Tierschutzgesetz § 1
Tierschutzgesetz § 3 Nr. 6
Tierschutzgesetz § 17
Verhältnismäßigkeitsgrundsatz (Art. 20 Abs. 3 GG)
Bürgerliches Gesetzbuch § 839
Grundgesetz Artikel 34

 

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Lilli RainerPetitionsstarter*inIch bin Lilli und möchte hiermit gerne meinen Beitrag für eine gerechtere Welt leisten, Menschen zum Nachdenken anregen und Bewusstsein schaffen für diverse gesellschaftliche Themen :^)
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Die Entscheidungsträger*innen

Ulrich Mäurer
Ulrich Mäurer
Vorsitzender der IMK
Innenministerkonferenz
Innenministerkonferenz

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Petition am 4. Dezember 2025 erstellt