Pflegeunterricht an deutschen Schulen

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Tag für Tag überfüllte Krankenhäuser und unterbesetztes Pflegepersonal. Schwestern und Pfleger rennen von einem Patientenzimmer zum Anderen. Nie ist genug Zeit für die Betreuung kranker Menschen. Die Arbeit als Pflegefachkraft ist ohnehin fordernd. 

Wenn dann Eltern mit ihren Kindern in überfüllte Notaufnahmen kommen und sich bei einer Temperatur des Kindes, von 37,3°C, einen Krankenhausaufenthalt zur Überwachung wünschen, ist die Verzweiflung nahe. 

Das Problem: Viele Eltern haben große Angst im Umgang mit ihren kränkelnden Kindern, da sie nicht genau wissen, wie richtig gehandelt wird.

Mein Name ist Nico Feja, ich bin 18 Jahre alt und wohne in Leipzig. Zurzeit absolviere ich eine Ausbildung zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger an der Medizinischen Berufsfachschule am Universitätsklinikum Leipzig und befinde mich mittlerweile im dritten Ausbildungsjahr. In meiner Ausbildung zum GKKP, werden uns Schülern grundlegende und lebenserhaltende Inhalte vermittelt, die ich persönlich für den Alltag eines jeden Menschen als sehr wichtig empfinde. Im neuen Modul „Pflege“ sollen allgemeine und lebenserhaltende Maßnahmen unterrichtet werden, damit jeder junge Mensch Zugang zur allgemeinen pflegerischen Bildung hat.

In unseren Sekundarschulen und Gymnasien werden Fächer wie Wirtschaft, Technik, sogar Haushalt/Soziales unterrichtet. Warum keine Pflege? 

Ich fordere Bildungsministerin Anja Karliczek dazu auf: Setzen Sie sich dafür ein, dass das Modul „Pflege“ zukünftig in den Grundlehrplan der Sekundarschulen aufgenommen wird! In diesem Modul sollten jedem Kind Erste-Hilfe-Maßnahmen, sowie die wichtigsten Basics im Umgang mit kränkelnden und erkrankten Menschen vermittelt werden, um in außergewöhnlichen Situationen richtig zu handeln. 

Mögliche Inhalte:

  • Körperwaschung eines Menschen (Kind / Erwachsener) 
  • Fieber (Begriff Fieber / allgemeine Pflegemaßnahmen bei Fieber)
  • Erkältung (Husten - Schnupfen - Heiserkeit / allgemeine Pflegemaßnahmen bei Erkältung)
  • Kennenlernen allgemeiner lebensrettender Sofortmaßnahmen (Reanimation, Notfallmeldeweg)
  • Kennenlernen gebräuchlicher Medikamente
  • allgemeine Gesundheitsförderung / allgemeine Gesundheitsprävention
  • ...

Enthaltene Ziele sollten sein:

  • Erprobtes Handeln bei plötzlich auftretenden gesundheitlichen Beschwerden
  • Erkennen der Attraktivität des Pflegeberufes
  • Vermittlung fürsorglicher Kompetenzen bei jungen Menschen, damit jeder Mensch in der Lage ist einen anderen Menschen zu versorgen, wenn es darauf ankommt
  • Durchführung einer Körperwaschung / unterstützende Maßnahmen
  • Kennenlernen allgemeiner lebensrettender Sofortmaßnahmen (Reanimation, Notfallmeldeweg)                                                        

Ich will damit nicht erreichen, dass Schüler*innen zu Pflegeexperten ausgebildet werden, sie sollten jedoch im Umgang sensibilisiert werden!

Die Zahl der Krankenhausaufenthalte ist in den letzten Jahren drastisch in die Höhe gestiegen – Die Zahl des Pflegepersonals ist gesunken. In Deutschland fehlen uns händeringend Pflegefachkräfte, aber gleichzeitig haben Kinder in der Schule keine Ahnung, was das Wort „Pflege“ eigentlich konkret beinhaltet. Das muss sich ändern! 

Bitte unterschreibt diese Petition und teilt sie mit eurer Familie, euren Freunden und Bekannten, zur Bereicherung unseres Gesundheitssystems und für die Zukunft unserer Pflegebranche!

Vielen Dank,

Nico Feja