

Liebe Mitstreiter,
herzlichen Dank für Eure Unterstützung - ich bin überwältigt durch Euren Zuspruch. Wir haben bereits über 29.000 Unterschriften durch Eure Fürsprache erhalten. Teilst Du diesen Post, damit wir heute noch 30.000-Marke knacken? (Wenn du nicht auf Facebook bist, kannst Du auch einfach den Link change.org/zigarettenpfand weiter verbreiten. Danke!) Gemeinsam können wir noch viel mehr Menschen gemeinsam erreichen.
Auch die ARD hat einen Bericht über unser gemeinsames Anliegen gemacht, über den ich mich total freue: http://mediathek.daserste.de/Live-nach-neun/Aufreger-Zigaretten-Pfand/Video?bcastId=52323934&documentId=63781232
Als meine Töchter und ich vor zwei Jahren fassungslos vor den riesigen, illegalen Müllablagerungen in Berlin standen gründeten wir unsere Initiative "die Aufheber", um viele Menschen für die kleine Geste zu gewinnen, drei Stück Müll in den nächsten Müllkorb zu bringen - jeder jeden Tag, für Familie, Freunde und Nachbarn.
Wir erkannten, es würde eine herausfordernde Aufgabe werden Menschen anzusprechen und unser Anliegen verständlich zu machen. Wir wollten Müll aufheben und als Vorbild wirken - jeder Wegwerfer würde zusehen müssen, wie wir ohne ein Wort des Vorwurfs seinen Müll aufheben und in den nächsten Müllkorb tragen. Heute wissen wir - viele haben sich unserer Initiative www.Aufheber.de (https://www.facebook.com/groups/Aufheber angeschlossen, zahlreiche Mitglieder organisieren heute lokale Cleanups. Wir sind sehr stolz auf die selbstbewussten Menschen, die mit uns gemeinsam Verantwortung für die Umwelt übernehmen. In Schulklassen halten wir Vorträge und sind begeistert von der Resonanz der Dritt- bis Fünftklässler, die Kinder verstehen viel schneller als Erwachsene.
Aber es wurde immer deutlicher. Es würde nicht reichen. Kaum jemand hebt die in Ritzen und Rasen verborgenen, kleinsten Kippen und Plastikfragmente auf. Ich begegnete Wissenschaftlern die mir resignierend erklärten, dass wir jede physische Ware durch den Griff in den Boden mit Ressourcen erstellen, die schlicht und einfach endlich sind. Man müsse nach Wegen suchen, um Faktor 10 weniger Ressourcen zu verbrauchen. Und vielleicht könne man dann den Nutzen bewahren, wenn man die Dinge nur anders, nämlich ressourcenschonender, anginge. Das brachte mich dazu, gemeinsam mit anderen Umweltschützern konzeptionell nachzudenken.
Als im März 2018 die Chinesen die Abnahme von Müll aus der EU verweigerten, gipfelte dies in den Meldungen, dass wir deutschen Einwegmüll in Malaysia auf illegalen Deponien fanden - die Medien berichteten ausführlich davon. Ich begann nach Prozesslösungen zu suchen und gründete den Think-Tank "die Kanban-Initiative". Mir wurde klar, dass wir nicht ein paar, sondern alle Einwegverpackungen gegen wiederverwendbare Mehrwegtransportbehälter, die wir Kanban nannten, austauschen müssten. Meine Theorie war, über Pfand die Rückkehr des Kanban zum Hersteller sicherzustellen. Außerdem wäre es denkbar diese Mehrwegbehälter so zu konstruieren, dass defekte Kanban rohstofflich zu einem neuen Kanban werden könnten - ohne jeden Verlust an Masse. Vereinfacht gesagt, einschmelzen, neu formen - fertig. Ohne den Bedarf, neue Ressourcen aus dem Boden zu schöpfen. Wir schrieben ein Konzept und legten es unter www.Kanban-Initiative.org (Facebook: https://www.facebook.com/groups/KanbanInitiative/ für Euch ab.
Unsere Petition für Pfand auf Kippen und Schachteln ist daher unser erster Schritt, das Kanban Konzept in einem Sektor, der Zigarettenindustrie, zu erproben. 72 Mio. Schachteln pro Tag - sie sind es wert umzudenken und Einwegverpackungen auf Mehrweg, den Kanban, umzustellen. Und ganz nebenbei lösen wir die Verschmutzung durch die Kippen, die überall rumliegen und einen so erheblichen Schaden an der Umwelt verursachen.
Herzlichst,
Euer Stephan