Stein-Gymnasium Hamm gegen Abschiebung von Atila und Shyqyri Tragaj


Stein-Gymnasium Hamm gegen Abschiebung von Atila und Shyqyri Tragaj
Das Problem
Familie Tragaj soll bei uns bleiben! Gegen eine Abschiebung von Atila, Shyqyri, Fjorin, Mutter Marjeta und Vater Hamza!
Als Initiatoren der Petition setzen die Schülervertretung des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Hamm und die Lehrer, die Atila und Shyqyri Tragaj seit Mitte Oktober 2015 unterrichten, sich für den Verbleib der albanischen Familie Tragaj in Deutschland ein.
In Albanien herrschen derzeit unvorstellbare Zustände, die Schwester Juditha – Projektpartnerin der Jürgen-Wahn-Stiftung und der Kath. Kirchengemeinde Albertus Magnus in Soest – in einer E-Mail folgendermaßen beschreibt:
„Ich bin nun fast 22 Jahre hier und seit gut zwei Jahren habe ich den Eindruck, dass sich das Rad im öffentlichen Leben zurückdreht. Absolutes Bauverbot und somit Arbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und oft bittere Armut sind die Realitäten, mit denen unsere Leute kämpfen. Der Staat kontrolliert und fordert Steuern, und die Menschen haben kein Geld, um diese zu bezahlen. Darum mussten kleine Geschäfte und Marktstände schließen, und den ärmsten Familien wurde schon seit Wochen der Strom abgeschaltet, und ohne unsere Hilfe ist kein Licht in Sicht. Vorschriften und Gesetze werden ständig geändert, und bei Behörden herrscht oft das totale Chaos.“
Der 15-jährige Shyqyri, der zurzeit die Klasse 9e des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums besucht, hat seinen Mitschülern von seinen Erfahrungen in der albanischen Schule erzählt: Gewalt gehöre dort zum Alltag, er selbst sei in der Schule mit einem Schraubenschlüssel angegriffen und verletzt worden, ein anderer Junge sei an den Folgen einer Messerattacke gestorben. Obwohl die Schulleitung dieses Problem seit langem kenne, werde nichts dagegen unternommen.
Vater Hamza, gelernter Bauarbeiter und Schweißer, konnte trotz aller Bemühungen keinen festen Arbeitsplatz finden, 25 Jahre lang ernährte er seine Familie mit Gelegenheitsarbeiten. Schließlich eröffnete er einen kleinen Laden, musste diesen – aufgrund der stark erhöhten Steuern – jedoch wieder schließen.
Gefragt, warum die Familie nach Deutschland gekommen sei, sagte er, Angela Merkel sei in Albanien gewesen und habe davon geredet, dass Deutschland gute, qualifizierte Fachkräfte brauche. Deshalb hätten sie sich auf den Weg gemacht.
Diese Familie ist hoch motiviert und möchte ihre Arbeitskraft in Deutschland einsetzen. Fjorin, der ältere Sohn, der bereits in Albanien sein Abitur gemacht hat, würde gern einen Ausbildungsplatz in der IT Branche annehmen. Atila und Shyqyri sind inzwischen schulisch voll integriert, sie haben Freunde in ihrer jeweiligen Klasse gefunden und deutliche Fortschritte im Erwerb der deutschen Sprache gemacht. Beide werden sowohl von ihren Klassenkameraden als auch von den Lehrern als Bereicherung empfunden, da sie mit ihrer hohen Motivation, ihrer Gewissenhaftigkeit und Zielstrebigkeit sowie ihren Kompetenzen Schwung in den Unterricht bringen. Die Arbeitsmoral in Shyqyris Klasse 9 ist erkennbar gestiegen, und die Schüler sind nachdenklicher geworden. Sie interessieren sich jetzt für die Welt, in der sie leben. Die Kommunikation mit Atila und Shyqyri erfolgt bilingual (deutsch-englisch), wovon auch die deutschen Schüler profitieren.
Die Hertie Stiftung bietet das START-Schülerstipendiumprogramm für motivierte, neu zugewanderte Jugendliche an mit dem Ziel, ihre schulische Entwicklung zu unterstützen. Davon könnte Shyqyri profitieren.
Atila und Shyqyri sollen ihre Ausbildung am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Hamm abschließen können, da sie voll integriert sind und es sehr gute Erfolgsprognosen gibt!
Dazu ist es erforderlich, dass die Familie in Deutschland bleiben darf, was für Albaner generell abgelehnt wird. Trotzdem bitten wir darum. Hamza Tragaj, der Vater, und der ältere Sohn Fjorin würden leicht Arbeit finden, wenn sie die nötige Erlaubnis dafür bekämen. Die Familie würde den deutschen Steuerzahler nicht belasten, im Gegenteil, solche integrationswillige Menschen sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft.
Gudrun Kuhlmann, Shyqyris Klassen- und Englischlehrerin
Ute Gottschalk, Atilas Klassen- und Englischlehrerin
Marie-Luise Raabe, Atilas und Shyqyris Deutschlehrerin
Lara Hagenkamp für die Schülervertretung
Thomas Kasselmann als Schulleiter

Das Problem
Familie Tragaj soll bei uns bleiben! Gegen eine Abschiebung von Atila, Shyqyri, Fjorin, Mutter Marjeta und Vater Hamza!
Als Initiatoren der Petition setzen die Schülervertretung des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Hamm und die Lehrer, die Atila und Shyqyri Tragaj seit Mitte Oktober 2015 unterrichten, sich für den Verbleib der albanischen Familie Tragaj in Deutschland ein.
In Albanien herrschen derzeit unvorstellbare Zustände, die Schwester Juditha – Projektpartnerin der Jürgen-Wahn-Stiftung und der Kath. Kirchengemeinde Albertus Magnus in Soest – in einer E-Mail folgendermaßen beschreibt:
„Ich bin nun fast 22 Jahre hier und seit gut zwei Jahren habe ich den Eindruck, dass sich das Rad im öffentlichen Leben zurückdreht. Absolutes Bauverbot und somit Arbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und oft bittere Armut sind die Realitäten, mit denen unsere Leute kämpfen. Der Staat kontrolliert und fordert Steuern, und die Menschen haben kein Geld, um diese zu bezahlen. Darum mussten kleine Geschäfte und Marktstände schließen, und den ärmsten Familien wurde schon seit Wochen der Strom abgeschaltet, und ohne unsere Hilfe ist kein Licht in Sicht. Vorschriften und Gesetze werden ständig geändert, und bei Behörden herrscht oft das totale Chaos.“
Der 15-jährige Shyqyri, der zurzeit die Klasse 9e des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums besucht, hat seinen Mitschülern von seinen Erfahrungen in der albanischen Schule erzählt: Gewalt gehöre dort zum Alltag, er selbst sei in der Schule mit einem Schraubenschlüssel angegriffen und verletzt worden, ein anderer Junge sei an den Folgen einer Messerattacke gestorben. Obwohl die Schulleitung dieses Problem seit langem kenne, werde nichts dagegen unternommen.
Vater Hamza, gelernter Bauarbeiter und Schweißer, konnte trotz aller Bemühungen keinen festen Arbeitsplatz finden, 25 Jahre lang ernährte er seine Familie mit Gelegenheitsarbeiten. Schließlich eröffnete er einen kleinen Laden, musste diesen – aufgrund der stark erhöhten Steuern – jedoch wieder schließen.
Gefragt, warum die Familie nach Deutschland gekommen sei, sagte er, Angela Merkel sei in Albanien gewesen und habe davon geredet, dass Deutschland gute, qualifizierte Fachkräfte brauche. Deshalb hätten sie sich auf den Weg gemacht.
Diese Familie ist hoch motiviert und möchte ihre Arbeitskraft in Deutschland einsetzen. Fjorin, der ältere Sohn, der bereits in Albanien sein Abitur gemacht hat, würde gern einen Ausbildungsplatz in der IT Branche annehmen. Atila und Shyqyri sind inzwischen schulisch voll integriert, sie haben Freunde in ihrer jeweiligen Klasse gefunden und deutliche Fortschritte im Erwerb der deutschen Sprache gemacht. Beide werden sowohl von ihren Klassenkameraden als auch von den Lehrern als Bereicherung empfunden, da sie mit ihrer hohen Motivation, ihrer Gewissenhaftigkeit und Zielstrebigkeit sowie ihren Kompetenzen Schwung in den Unterricht bringen. Die Arbeitsmoral in Shyqyris Klasse 9 ist erkennbar gestiegen, und die Schüler sind nachdenklicher geworden. Sie interessieren sich jetzt für die Welt, in der sie leben. Die Kommunikation mit Atila und Shyqyri erfolgt bilingual (deutsch-englisch), wovon auch die deutschen Schüler profitieren.
Die Hertie Stiftung bietet das START-Schülerstipendiumprogramm für motivierte, neu zugewanderte Jugendliche an mit dem Ziel, ihre schulische Entwicklung zu unterstützen. Davon könnte Shyqyri profitieren.
Atila und Shyqyri sollen ihre Ausbildung am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Hamm abschließen können, da sie voll integriert sind und es sehr gute Erfolgsprognosen gibt!
Dazu ist es erforderlich, dass die Familie in Deutschland bleiben darf, was für Albaner generell abgelehnt wird. Trotzdem bitten wir darum. Hamza Tragaj, der Vater, und der ältere Sohn Fjorin würden leicht Arbeit finden, wenn sie die nötige Erlaubnis dafür bekämen. Die Familie würde den deutschen Steuerzahler nicht belasten, im Gegenteil, solche integrationswillige Menschen sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft.
Gudrun Kuhlmann, Shyqyris Klassen- und Englischlehrerin
Ute Gottschalk, Atilas Klassen- und Englischlehrerin
Marie-Luise Raabe, Atilas und Shyqyris Deutschlehrerin
Lara Hagenkamp für die Schülervertretung
Thomas Kasselmann als Schulleiter

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Petition am 1. März 2016 erstellt